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N-Düngebedarf für Zwischen- und Zweitfrüchte zur Futternutzung

Welches die richtige N-Düngungshöhe für Zwischenfrüchte nach den Regelungen der neuen Düngeverordnung ist, hängt vom Standort, dem Saattermin sowie von der Nutzungsrichtung und den Nutzungszeitpunkt der Zwischenfrucht ab. Wir erklären, wie Sie sich orientieren können.

 

Zwischenfrüchte zur Gründüngung

Der N-Düngebedarf für Zwischen- und Zweitfrüchte ist Tabelle 1 zu entnehmen.

Demzufolge ist für die Bemessung der N-Gabe für den Anbau von Zwischenfrüchten zum Zwecke der Gründüngung sowohl der Saatzeitpunkt als auch der Standort zu berücksichtigen. Enthält die Zwischenfrucht zudem Leguminosen, so orientiert sich die N-Gabe in erster Linie an dem Leguminosenanteil. Bei einem späteren Saattermin liegt der N-Düngebedarf aufgrund der kürzeren Wachstumszeit bei maximal 20 kg N/ha bei langjährig organisch gedüngten Böden oder bei 40 kg N/ha bei humusarmen Böden. Kein N-Düngebedarf ist dann gegeben, wenn zwischen Düngungs- und Aussaatzeitpunkt der Zwischenfrucht und Aussaat der nachfolgenden Winterung nicht mehr als 8 Wochen liegen.

Winterzwischenfrüchte zur Futternutzung im Folgejahr

Für die N-Düngung der Winterzwischenfrüchte, die erst im Frühjahr des nächsten Jahres geerntet werden, richtet sich die N-Gabe nach den gleichen Regeln wie oben für die Gründüngungszwischenfrüchte beschrieben. Demzufolge ist beispielsweise entsprechend Tabelle 1 auf langjährig organisch gedüngten oder humusreichen Böden auf eine N-Düngung bei Saatzeitpunkten ab 01. September zu verzichten. 

Sommerzwischenfrüchte zur Futternutzung

Werden nach Getreide Früchte zur Futternutzung angebaut, die noch im Anbaujahr geerntet werden, können diese bis in Höhe des N-Düngebedarfes gedüngt werden. Entscheidend ist, dass die Zwischenfrucht auch tatsächlich im Anbaujahr geerntet wird. Die 60 kg Gesamt-N/ha und die 30 kg NH4-N/ha-Grenzen gelten hier nicht.

Tabelle 2 gibt einen Überblick über die Anbaudaten für wesentliche Sommerzwischenfrüchte zur Futternutzung inklusiv der N-Düngungsempfehlungen. Auch hier gilt der Grundsatz: Je später der Saattermin, desto mehr ist die N-Gabe an der unteren, ausgewiesenen Düngungshöhe auszurichten.

Zweitfrüchte

Wenn nach der Getreideernte der Anbau von Zweitfrüchten, z.B. Getreide-GPS (Hafer) vorgesehen ist, so ist die N-Gabe nach dem für die Kultur vorgegebenen N-Düngebedarf auszurichten. Für Zweitfrüchte muss im Anbaujahr mindestens eine Nutzung erfolgen.

Gemäß Tabelle 3 besteht für Zweitfrüchte noch maximal ein pauschaler N-Düngebedarf von 80 kg N/ha. Da die Nmin-Methode im Zweitfruchtanbau nicht validiert ist, muss bei der Ableitung des N-Düngebedarfs der Nmin-Gehalt im Boden bei diesen Früchten nicht berücksichtigt werden. Darüber hinaus ist die N-Nachlieferung infolge der vorausgegangenen organischen Düngung nicht zu berücksichtigen, da diese bereits zur Hauptfrucht angerechnet wurde.

Zweitfrüchte sind per Definition keine Zwischenfrüchte und müssen daher auch für den N-Düngebedarf separat ausgewiesen werden.

 

 


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Leiterin Fachbereich Grünland und Futterbau
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Stand: 12.07.2019