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Silagewettbewerb Niedersachsen 2019 – Ihre Ergebnisse im Überblick

Viele Futterbaubetriebe hatten sich bereits mit der Futterknappheit des Vorjahres auseinanderzusetzen und es galt, die Tiere über den Winter mittels Futterzukauf und / oder Strohzufütterung satt zu bekommen. Vor dem Hintergrund sehnte man das Frühjahr 2019 und damit auch das Graswachstum herbei. Konnte der erste Grasschnitt noch weitestgehend zufriedenstellende Erträge bringen, so fehlten im weiteren Verlauf wiederum die Niederschläge, die Grundlage für ein gutes Graswachstum sind.

 

Auf dem Grünland ist der Jahresertrag in 2019 erneut als unterdurchschnittlich einzuordnen. Zu dieser Situation kam ein weiteres erschwerendes Problem auf verschiedenen Grünlandflächen hinzu: die Feldmausschäden.

Die Aktivitäten der Feldmäuse nahm im Verlaufe des Jahres 2019 überdimensional zu. Die Grasnarben wurden zum Teil gänzlich vertilgt und ihre Wühlgänge hinterließen ein stark geschädigtes Grünland. Somit konnte im Spätsommer des Jahres, je nach Schadensausmaß, kaum noch Futter geerntet werden.

Trotz der unerfreulichen Situation für die Futterproduktion in 2019 waren bei der freiwilligen Teilnahme der Landwirte am Silagewettbewerb für die silierten Gras- und Maissilagen keine Abstriche zu verzeichnen. Weiterhin wird diese Aktion gern genutzt, um sich über Möglichkeiten eines qualitativ hochwertigen Futters zu informieren und in Wettstreit mit den Berufskollegen zu gehen.

Futter wurde in 2019 aufgrund der Ernteausfälle von 2018 dringend und schnell gebraucht. Die Grassilagen des ersten Aufwuchses waren durch hohe Energie- und Rohproteingehalt charakterisiert. Beide Kenngrößen weisen auf einen frühzeitigen Erntetermin hin, der im Allgemeinen praktiziert wurde.

Die nachfolgenden Aufwüchse wiesen größere Streuungen im Futterwert auf, da regional die Trockenheit das Graswachstum beeinträchtigte. Durch Hitze und Trockenstress wird das Blattwachstum eingeschränkt und die Gräser bilden vermehrt generative Teile aus. Das wirkt sich nachteilig auf den Nährwert des Futters aus.

Eine ähnliche Situation bestand für den Mais, der regional aufgrund der Wettersituation eine sehr unterschiedliche Entwicklung zeigte. Im Süden Niedersachsens gab es Maisbestände, die frühzeitig geerntet werden mussten, um ein absolutes Vertrocknen zu verhindern. Die Ausbildung der Kolben, welcher Lieferant für die wertvolle und energiereiche Stärke ist, gestaltete sich in den Regionen sehr unterschiedlich. Für eine gute Qualität waren sowohl Standorte mit guter Wasserhaltefähigkeit im Vorteil als auch die mit Niederschlägen besser versorgten Gebiete. Im Rahmen des Mais-Silagewettbewerbes kamen die Sieger daher bevorzugt aus dem nordwestlichen oder auch nordöstlichen Raum von Niedersachsen.

Ähnlich zeichnete sich das Bild für die Preisträger des Grassilagewettbewerbes ab. Darüber hinaus konnten hier aber auch Landwirte aus dem mittleren Niedersachsen mit guten Qualitäten punkten.

Die nachfolgend aufgeführte Tabelle gibt einen Überblick über die Sieger des Gras- und Maissilagewettbewerbes. Das Feld der Preisträger zeichnete sich in 2019 durch eine hohe Punktzahl aus. Die Unterschiede in den Qualitäten der Erst-, Zweit- und Drittplatzierten sind minimal.

 

 

 

 

 

 

 

Detailinformationen darüber, wie Sie im Rahmen des Silagewettbewerbes abgeschnitten haben, entnehmen Sie den beigefügten Dateien.


Kontakt:
Dr. Christine Kalzendorf
Beraterin Grünland, mehrj. Ackerfutterbau und Futterkonservierung
Telefon: 0441 801-428
Telefax: 0441 801-432
E-Mail:
Meike Backes
Leiterin Fachbereich Grünland und Futterbau
Telefon: 0511 3665-4453
Telefax: 0511 3665-4508
E-Mail:


Stand: 11.02.2020



PDF: 33288 - 1590.30371094 KB   VO SWB Niedersachsen 2019   - 1590 KB  
PDF: 33287 - 319.5234375 KB   SWB 2019 Tabelle Maissilagen   - 320 KB