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Einfuhr von Sendungen mit Verpackungsholz aus China und Weißrussland

Hölzernes Verpackungsmaterial zum Transport und Schutz von Waren findet im weltweiten Handel überall Verwendung. Durch minderwertige Qualität und Befall mit Schädlingen sind in der Vergangenheit gefährliche Schadorganismen (z.B. der Laubholzbockkäfer und der Kiefernholznematode) eingeschleppt und verbreitet worden. Gemäß des Durchführungsbeschlusses (EU) 2018/1137 ist seit dem 1. Oktober 2018 vorgeschrieben, dass Sendungen bestimmter Warengruppen aus China und Weißrussland einer phytosanitäre Kontrolle des Verpackungsholzes bei der Einfuhr unterliegen.

  

Die betroffenen Warengruppen sind in Anhang I des Durchführungsbeschlusses gelistet und umfassen die folgenden KN-Codes:

2514 00 00 4823 90 85 6904 00 7210 8102 96 8465 93
2515 6501 00 6905 00 7304 31 20 8205 90 10 8467 29 51
2516 6801 00 00 6906 00 7304 41 00 8407 33 20 8544 19 00
4401 6802 6907 7313 00 8407 33 80 8544 49 91
4415 6803 00 6912 00 23 7317 00 8424 49 10 8708 30 10
4418 6810 6912 00 83 7318 8424 82 90 8708 40 20
4421 6811 40 7108 13 80 7415 8424 89 40 8708 94 20
4504 90 80 6902 00 7110 19 80 8101 96 8424 89 70 8708 92 20

Die Importeure der genannten Waren sind in jedem Fall verpflichtet, das verwendete Verpackungsholz der Sendungen beim zuständigen Pflanzenschutzdienst an der Einlassstelle ab dem 14.12.2019 unter Verwendung von TRACES anzumelden.

Weiterführende Informationen zur Nutzung von TRACES finden Sie auf der Internetseite des Julius Kühn-Institutes unter: https://pflanzengesundheit.julius-kuehn.de/traces.html

Vor der Überführung der genannten Waren in eines der folgenden Zollverfahren ist eine Freigabe durch den Pflanzenschutzdienst erforderlich:

  • zollrechtliche Freigabe
  • aktive Veredelung
  • Umwandlungsverfahren
  • vorübergehende Verwendung
  • passive Veredelung.

Die Pflanzenschutzdienste können auf die phytosanitäre Kontrolle verzichten. In diesem Fall ist dennoch die Freigabe durch den Pflanzenschutzdienst erforderlich.

Eine Weiterleitung der Sendung für eine Kontrolle am Empfangsort ist nur möglich, wenn

1.) die Sendung im zollrechtlichen Versandverfahren weitertransportiert wird

UND

2.) wenn der Empfangsort ein durch den Pflanzenschutzdienst registrierter „Bestimmungsort“ für Verpackungsholzkontrollen ist.

Die Eintragung des genehmigten Bestimmungsortes in TRACES erfolgt durch den Pflanzenschutzdienst.

Bitte wenden Sie sich daher für die Registrierung des Bestimmungsortes rechtzeitig an

Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Pflanzenschutzamt
Sachgebiet 3.7.2 Pflanzengesundheit, Information
Wunstorfer Landstraße 9
30453 Hannover

 

Für die  Genehmigung ist es erforderlich, dass am Bestimmungsort ausreichend Platz für die pflanzengesundheitliche Beschau zur Verfügung steht, die Sendung getrennt von anderen Sendungen aufgestellt werden kann bzw. in Absprache mit dem für die Beschau zuständigen Pflanzenschutzdienst im Container verbleibt, bis die Beschau stattfinden kann.

Falls der Importeur mehrere Bestimmungsorte vorsieht, müssen diese einzeln registriert werden.

Bei Überführung in ein Versandverfahren für die Kontrolle am Bestimmungsort erhält der Importeur vom Pflanzenschutzdienst der Einlassstelle ein Transportdokument (z.B. GGED-PP oder phytosanitäres Transportdokument) für die Sendung, das dem Pflanzenschutzdienst am Bestimmungsort vorgelegt werden muss. Ohne die Bestätigung des Pflanzenschutzdienstes am Bestimmungsort kann das zollrechtliche Versandverfahren nicht beendet werden.

Eine solche Bescheinigung ist auch erforderlich, wenn sich die Einlassstelle z.B. in den Niederlanden oder Belgien befindet und dort ein Versandverfahren eröffnet wird, das in Deutschland beendet werden soll. Auch hierbei kann die Sendung nur an einen vom Pflanzenschutzdienst in Deutschland genehmigten Bestimmungsort geleitet werden.

PDF-Dateien zum herunterladen und/oder ausdrucken

  1. Das Antragsformular auf Registrierung eines Bestimmungsortes. Bitte senden Sie das Formular unterschrieben mit Firmenstempel an das Pflanzenschutzamt.
  2. Im Rahmen der neuen pflanzengesundheitlichen Regelungen müssen Bestimmungsorte nach Art. 53 und 60 (1) der (EU) 2017/625 in einem ‚Verzeichnis der Kontrollstellen‘ benannt und im Internet veröffentlicht werden. Bitte füllen Sie dazu das Formblatt zur Einwilligung und Veröffentlichung aus.

 


Kontakt:
Sachgebiet Pflanzengesundheit, Information
Telefon: 0511 4005-2210
Telefax: 0511 4005-2215
E-Mail:


Stand: 11.12.2019