Webcode: 01038793

Lockerung des Verfütterungsverbots

Seit der BSE-Krise 2001 ist es EU-weit verboten, tierisches Eiweiß an Nutztiere zu verfüttern. Dieses Verfütterungsverbot soll jetzt schrittweise gelockert werden. Es betrifft ausschließlich Schweine und Geflügel. Dabei geht es um verarbeitetes tierisches Protein und auf keinen Fall um das altbekannte Tiermehl. Denn der Begriff Tiermehl wird immer mit verendeten Tieren und Tierkörperverwertungsanlagen in Verbindung gebracht.

Zu den verarbeiteten tierischen Proteinen zählen Nebenprodukte aus der Schlachtung. Diese werden in drei Kategorien eingeteilt:

Kategorie1: Risikomaterial

Kategorie 2: nicht genussfähiges Material

Kategorie 3: genusstaugliches Material (Nebenprodukte von gesund geschlachteten Tieren)

Nur Kategorie 3-Material wird als Futtermittel für Nutztiere möglicherweise wieder zugelassen. Bisher wird dieses Eiweiß vornehmlich in Heimtierfuttern und in Düngemitteln verwendet.

Derzeit wird geprüft, ob verarbeitetes tierisches Protein von Schweinen für Geflügelfutter und umgekehrt Protein von Geflügel für Schweinefutter wieder zugelassen wird.

 


Kontakt:
Andrea Meyer (Geschäftsbereich Landwirtschaft, Fachbereich 3.5)
Rinderfütterung, Schweinefütterung, Futterberatungsdienst e.V.
Telefon: 0511 3665-4479
Telefax: 0511 3665-4525
E-Mail:


Stand: 22.03.2021