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RAM-Futterkonzept - Kündigung der Untersuchungsverträge

Das RAM-Futter-Konzept ist ein N-/P- reduziertes Futterkonzept, das für die Sauen-, Ferkel- und Mastschweinehaltung sowie die Hähnchen-, Putenmast und Legehennenhaltung in den 90er Jahren gemeinsam von der Landwirtschaftskammer und der Futtermittelwirtschaft entwickelt wurde. Ziel des Einsatzes war die Verringerung der Nährstoffausscheidungen. Niedersächsische Tierhalter, die sich im Rahmen eines Baugenehmigungsverfahrens verpflichtet hatten, ausschließlich dieses Futterkonzept einzusetzen, hatten die Möglichkeit, den hieraus resultierenden geringeren Nährstoffanfall sowie auch reduzierte Ammoniakemissionen geltend zu machen.

Der verpflichtende Einsatz von RAM-Futter ist in der neuen Düngeverordnung nicht enthalten, denn diese umfasst nur Fütterungsverfahren der DLG (DLG-Band 199 „Bilanzierung der Nährstoffausscheidungen landwirtschaftlicher Nutztiere“, 2014). Das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz und das Niedersächsische Ministerium für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz haben deshalb per Erlass verfügt, dass als Ersatz für das RAM-Futterkonzept in der Schweinehaltung eine stark N-/P-reduzierte Fütterung und in der Geflügelhaltung eine N-/P-reduzierte Fütterung nach DLG-Vorgaben einzuhalten ist.

Da die RAM-Untersuchungsverträge vor diesem Hintergrund hinfällig geworden sind, hat die LWK die Untersuchungsverträge mit den Mischfutterherstellern im März 2021 gekündigt. Gleichzeitig werden auch aus den o. g. Gründen die Verträge mit den Hofmischern gekündigt.


Kontakt:
Andrea Meyer (Geschäftsbereich Landwirtschaft, Fachbereich 3.5)
Rinderfütterung, Schweinefütterung, Futterberatungsdienst e.V.
Telefon: 0511 3665-4479
Telefax: 0511 3665-4525
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Stand: 18.05.2021