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Grundwasserschutzorientierte Maisdüngung - Kurzbericht

Im Maisanbau hat die N-Düngung einen deutlichen Einfluss auf die N-Dynamik im Boden und die Nitratauswaschung während der Sickerwasserperiode. Der folgende Bericht zeigt an den Ergebnissen aus Feldversuchen Möglichkeiten die N-Düngung von Mais möglichst grundwasserschonend zu gestalten.

Sickerwasseranlage im Silomais
Sickerwasseranlage im SilomaisAmelie Bauer
Ergebnisse von ergänzenden Sickerwasseruntersuchungen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) auf den leichten und auswaschungsgefährdeten Versuchsstandorten Thülsfelde (Landkreis Cloppenburg) und Wehnen (Landkreis Ammerland), zeigen dass hohe Herbst-Nmin-Werte auch zu hohen Nitratkonzentrationen im Sickerwasser führen.

 Eine möglichst präzise Einschätzung des N-Düngebedarfs von Silomais ist deshalb entscheidend, um hohe Herbst-Nmin-Werte zu vermeiden.

Da Mais die standörtliche N-Nachlieferung im Vergleich zu Getreide sehr gut nutzen kann, ist der N-Düngebedarf in der Regel deutlich geringer, als der N-Bedarf des Maises. Die Einschätzung der standörtlichen N-Nachlieferung im Rahmen der N-Düngebedarfsermittlung wird jedoch durch eine hohe standort- und jahresbedingte Variabilität erschwert.


Vergleich von Strategien zur N-Düngebedarfsermittlung:

Versuch grundwasserschutzorientierte N-Düngung zu Silomais
Versuch grundwasserschutzorientierte N-Düngung zu SilomaisAmelie Bauer
In einem Feldversuch wurden ergänzend zu einer festen N-Düngestaffel die „N-Sollwertmethode“ und die „Spät-Frühjahrs-Nmin-Probenahme“ über drei Jahre an vier Versuchsstandorten sowohl bezüglich ihrer Auswirkung auf die Reststickstoffgehalte im Boden zu Beginn der Sickerwasserperiode als auch auf den Silomaisertrag verglichen.

Neben den Standorteigenschaften und dem Witterungsverlauf sind bei der Auswahl der N-Düngestrategie die betriebsspezifischen Anforderungen, wie beispielsweise der Einsatz von Wirtschaftsdüngern, zu berücksichtigen.

Die Versuchsergebnisse zeigen auch, dass in Folge einer Reduzierung der N-Sollwertdüngung um 20 %, beispielsweise im Rahmen aktueller Schutzgebietsverordnungen, oder bei der Teilnahme an entsprechenden Freiwilligen Vereinbarungen, die Nmin-Werte direkt nach der Ernte reduziert werden konnten und der Ertragsrückgang vergleichsweise gering ist.

Vor diesem Hintergrund helfen vegetationsbegleitende Untersuchungen - besonders nach einer Reduzierung der N-Sollwert-Düngung - die N-Versorgung der Pflanzen zu überprüfen und gegebenenfalls nachzudüngen. Neben der Spät-Frühjahrs-Nmin-Probenahme kann beispielsweise auch die Nitratkonzentration im Pflanzensaft ermittelt werden (Nitrachek-Methode). Die Ergebnisse vegetationsbegleitender Untersuchungen liefern jedoch nur eine Momentaufnahme und müssen immer unter Berücksichtigung der Standorteigenschaften, des Witterungsverlaufs und vorangegangener Bewirtschaftungsmaßnahmen beurteilt werden, um weiteren Handlungsbedarf herleiten zu können.


Die Wasserschutzversuche und der vorliegende Bericht werden im Rahmen der landesweiten Aufgaben im kooperativen Trinkwasserschutz gem. § 28 NWG finanziert. Dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz sowie dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz sei an dieser Stelle für die Finanzierung aus der Wasserentnahmegebühr gedankt.

Kontakte

Andrea Knigge-Sievers
Dipl.-Ing. agr.
Andrea Knigge-Sievers

landesweite Aufgaben im kooperativen Trinkwasserschutz §28 NWG

 0441 801-431

  andrea.knigge-sievers~lwk-niedersachsen.de


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