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Wasserschutzversuche Ergebnisse 2015 - Versuchsbericht

Im Rahmen der landesweiten Aufgaben im kooperativen Trinkwasserschutz (§ 28 NWG) führt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen Versuche zur grundwasserschutzorientierten Landbewirtschaftung durch. Den Schwerpunkt der Versuche stellt die Vermeidung von Nitrateinträgen in das Grundwasser dar. In allen Versuchen werden je nach Versuchsfrage die Auswirkungen der Bewirtschaftungsmaßnahmen auf N-Dynamik im Boden, N-Bilanzen, Erträge und Qualitätsparameter untersucht.

Der ausführliche Versuchsbericht und eine Zusammenfassung der Ergebnisse (Kurzbericht) stehen als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Sickerwasseranlage Wehnen, Zwischenfruchtversuch
Sickerwasseranlage Wehnen, ZwischenfruchtversuchAmelie Bauer
Versuche mit Sickerwasseruntersuchungen

Vier Wasserschutzversuche an den Versuchsstandorten Thülsfelde, Wehnen und Hamerstorf werden durch Sickerwasseruntersuchungen des Landesamtes für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) ergänzt. Die Ergebnisse der Sickerwasseruntersuchungen werden durch das LBEG in gesonderten Berichten veröffentlicht.

Versuchsfrage Standort Laufzeit
Versuche mit ergänzenden Sickerwasseruntersuchungen

Welchen Einfluss haben die N-Düngung und die Fruchtfolgegestaltung auf die Nitratkonzentration im Sickerwasser?

Wie kann die Sickerwasserqualität durch eine grundwasserschutzorientierte Gestaltung der Fruchtfolge und eine Anpassung der N-Düngung verbessert werden?

Wie wirken sich die Höhe der N-Düngung und die Fruchtfolgegestaltung auf die N-Dynamik im Boden, Erträge und Qualitätsparameter aus?
Hamerstorf (Uelzen)

Seit 1995

verlegt: 2014

Welchen Einfluss hat die Höhe der N-Düngung auf die Nitratkonzentration im Sickerwasser?

Wie wirken sich reduzierte und überhöhte N-Düngung langfristig auf Sickerwasserqualität, N-Dynamik im Boden, Erträge und Qualitätsparameter aus?
Thülsfelde (Cloppenburg) Seit 1995

Welche Auswirkungen haben Art und Höhe der N-Düngung zur Zwischenfrucht und die Höhe der N-Düngung zur nachfolgenden Hauptfrucht auf die Nitratkonzentration im Sickerwasser?

Wie viel Stickstoff wird im Herbst von den Zwischenfrüchten aufgenommen und wie viel Stickstoff wird während der Sickerwasserperiode konserviert?

Wie viel des von der Zwischenfrucht aufgenommenen Stickstoffs steht der nachfolgenden Hauptfrucht in den Folgejahren zur Verfügung?

Wehnen

(Ammerland)

Seit 2012

Welchen Einfluss hat die Höhe der organischen N-Düngung auf die Nitratkonzentration im Sickerwasser?

Wie wirkt sich organische Düngung im Vergleich zu mineralischer N-Düngung auf die Nitratkonzentration im Sickerwasser und die N-Dynamik im Boden aus?

Wie wirken sich eine langfristig reduzierte und eine überhöhte organische Düngung auf N-Dynamik im Boden, Erträge und Qualitätsparameter aus?
Wehnen (Ammerland) Seit 2014

 

Mais Wasserschutzversuch Werlte
Mais Wasserschutzversuch WerlteAmelie Bauer
Mehrjährige Feldversuche

Diese Versuche werden meist in drei aufeinanderfolgenden Jahren an verschiedenen Standorten durchgeführt. Je nach Versuchsfrage wird in den meisten mehrjährigen Feldversuchen eine feste N-Düngestaffel angelegt. Mit Hilfe der festen N-Düngestaffel können bei Bedarf weitere Daten, wie beispielsweise Nmin-Werte und Ertrag bei einer um 20% reduzierten N-Sollwertdüngung flexibel berechnet werden. Mehrjährige Feldversuche sind zudem sehr gut geeignet, um verschiedene Anbauverfahren zu vergleichen. Ein Pflanzenbauversuch zur N-Düngung von Winterweizen wird beispielsweise durch eine regionalspezifische Wasserschutzvariante ergänzt.

mehrjährige Feldversuche 2015
Versuchsfrage Standort Laufzeit

In welchem Umfang werden die Reststickstoffgehalte im Boden nach Silomais durch eine Bodenbearbeitung nach der Maisernte erhöht?

Können die Reststickstoffgehalte im Boden nach Silomais durch die Aussaat von Grünroggen als Begrünung verringert werden?

Borgholt

Wehnen

seit 2012

Können auswaschungsgefährdete Reststickstoffgehalte nach Silomais durch eine möglichst präzise Einschätzung des N-Düngebedarfs gesenkt werden?

Wie wirkt sich die Höhe der N-Düngung an verschiedenen Standorten auf die N-Dynamik im Boden aus?

Sind N-Düngestrategien wie die Spät-Frühjahrs-Nmin-Probenahme oder eine Reduzierung der Sollwertdüngung geeignet, um die Herbst-Nmin-Werte zu Beginn der Sickerwasserperiode zu reduzieren?

Poppenburg

Rockstedt

Wehnen

Werlte

2013-2015
Weiterentwicklung grundwasserschutzorientierter Herbizidstrategien im Silomaisanbau unter Verzicht auf Terbuthylazin und Metolachlor

Addrup

Dissen

Kluse

2014-2016
Welche Maßnahmen eignen sich regionalspezifisch zur grundwasserschutzorientierten N-Düngung von Winterweizen?

Borwede, Höckelheim, Königslutter, Otterham, Otterndorf, Poppenburg

Seit 2015

Nmin Zwischenfrucht
Nmin ZwischenfruchtAmelie Bauer
Ergänzende Nmin-Untersuchungen

Viele pflanzenbauliche Themen sind nicht nur im Wasserschutz, sondern auch allgemein von Bedeutung. In diesem Fall können bereits angelegte Versuche anderer Fachbereiche für Aussagen zum Wasserschutz genutzt werden. Diese Versuche werden unter anderem um zusätzliche Nmin-Probenahmen ergänzt, um die Auswirkungen auf mögliche Nährstoffeinträge in das Grundwasser besser einschätzen zu können. Von besonderem Interesse sind beispielsweise ergänzende Daten zu Freiwilligen Vereinbarungen oder Agrarumweltmaßnahmen.

Versuchsfrage Standort Laufzeit
ergänzende Nmin-Untersuchungen 2015
Inwieweit können die Herbst-Nmin-Werte im Silomaisanbau durch Grasuntersaaten reduziert werden? Stapel Seit 2011
Wie wirken sich Gülleunterfußdüngung und der Einsatz von Nitrifikationshemmstoffen auf die Ernte- und Herbst-Nmin-Werte nach Silomais aus? Poppenburg 2013 -2015
Ergänzende Nmin-Untersuchungen zum grundwasserschutzorientierten Zwischenfruchtanbau (N-Düngung und Aussaattermin) Poppenburg 2015
Ergänzende Nmin-Untersuchungen zum grundwasserschutzorientierten Zwischenfruchtanbau (verschiedene Zwischenfrüchte) Obershagen 2015
Wie wirkt sich der mehrjährige Anbau unterschiedlicher Energiegräser, auf die Herbst-Nmin-Werte aus?

Dasselsbruch

Werlte

2015

 

Kontakte

Andrea Knigge-Sievers
Dipl.-Ing. agr.
Andrea Knigge-Sievers

landesweite Aufgaben im kooperativen Trinkwasserschutz §28 NWG

 0441 801-431

  andrea.knigge-sievers~lwk-niedersachsen.de


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