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Ausbildungswege in der Landwirtschaft

Die Ausbildung als Landwirt/in ist eine duale Ausbildung. Das heißt, sie findet auf anerkannten Ausbildungsbetrieben und ausbildungsbegleitend in der Berufsschule statt und wird durch überbetriebliche Lehrgänge ergänzt. Die Ausbildung dauert grundsätzlich drei Jahre.

Ausbildung Landwirtschaft
 Ausbildung Landwirtschaft Ellen Padeken
Ausbildung Landwirtschaft
 Ausbildung Landwirtschaft Jürgen Fuchs
Die Landwirtschaftskammer ist in Niedersachsen für die Anerkennung der Betriebe sowie für die Betreuung und Überwachung der Ausbildung zuständig. Anerkannte Ausbildungsbetriebe findet ihr mit Hilfe unserer Ausbildungslandkarte.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten die Ausbildung zu durchlaufen, die abhängig sind von der schulischen und beruflichen Vorbildung. Die Ausbildung gliedert sich in berufliche Grundbildung (erstes Ausbildungsjahr) und berufliche Fachbildung (zweites und drittes Ausbildungsjahr).

  1. Ablauf der Ausbildung:
    In Niedersachsen gibt es für die Grundbildung (1. Ausbildungsjahr) zwei Möglichkeiten.
    a) Entweder wird die Einjährige Berufsfachschule (BFS Agrarwirtschaft) besucht oder eine duale Ausbildung absolviert. Die BFS Agrarwirtschaft ist eine Vollzeitschule mit einem Praxistag je Woche auf einem Ausbildungsbetrieb. Mindestvoraussetzung ist ein erfolgreicher Hauptschulabschluss. Die BFS schließt mit einer Prüfung ab. Wer die BFS Agrarwirtschaft erfolgreich durchlaufen hat, kann dieses Jahr mit Einverständnis des Ausbildungsbetriebes auf die Ausbildung anrechnen lassen.
    b) In der dualen Ausbildung wird ein Ausbildungsvertrag mit einem anerkanntem Ausbildungsbetrieb abgeschlossen. Im ersten Ausbildungsjahr wird dann an zwei Tagen je Woche die Berufsschule besucht.

    Im zweiten und dritten Jahr wird immer eine duale Ausbildung auf einem anerkannten Ausbildungsbetrieb absolviert und begleitend an einem Tag je Woche die Berufsschule besucht.
    Am Ende des zweiten Ausbildungsjahres findet die Zwischenprüfung statt und am Ende des dritten Ausbildungsjahres die Abschlussprüfung.
     
  2. Verkürzung der Ausbildung:
    Angehende Auszubildende, die die Fachhochschulreife oder die Hochschulreife besitzen, können die Ausbildung auf zwei Jahre verkürzen. Sie beginnen dann im zweiten Ausbildungsjahr. Die Verkürzung wird beim ersten Vertragsabschluss gemeinsam durch den Auszubildenden und Ausbilder beantragt. Dies trifft auch für Auszubildende zu, die bereits einen anderen Berufsabschluss erworben haben. Für die Eintragung sind die entsprechenden Nachweise vorzulegen.
     
  3. Doppelqualifikation am Beruflichem Gymnasium Agrarwirtschaft:
    Die Kombination von Abitur und Berufsabschluss wird an mehreren niedersächsischen beruflichen Gymnasien mit Schwerpunkt Agrarwirtschaft angeboten. Durch dieses Ausbildungsmodell ist es möglich, die beiden Abschlüsse in etwas über vier Jahren abzulegen. Während der drei Jahre im beruflichen Gymnasium werden in den Ferien Praktika in landwirtschaftlichen Betrieben abgeleistet, ebenso wie im Zeitraum zwischen den Abiturprüfungen und der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse. Zusätzlich werden in der Gymnasialzeit schon überbetriebliche Lehrgänge und ggf. Deula-Kurse besucht. Nach dem offiziellen Schulabschluss findet eine 15-monatige Ausbildung (bis zum 30. September des Folgejahres) auf anerkannten Ausbildungsbetrieben statt. Die Ausbildung endet mit der Abschlussprüfung. In dieser verkürzten Zeit ist die Zwischenprüfung abzulegen und das Berichtsheft zu führen. Eine Übersicht über die Rahmenbedingungen für die Teilnahme am Doppelqualifikationsmodell gibt es in diesem Merkblatt
     

Folgende Berufsbildende Schulen bieten die Doppelqualifikation an:

1. Michelsenschule Hildesheim, www.michelsenschule.de
2. BBS 1 Aurich, www.bbs1-aurich.de
3. Johann-Heinrich-von-Thünen-Schule Bremervörde, www.bbs-brv.de
4. BBS Cloppenburg, www.bbsam.de
5. BBS Lingen – LuH, http://bbs-lingen-as.de/
6. BBS Nienburg, www.bbs-nienburg.de
7. BBS Nordhorn, www.bbsgs-nordhorn.de


Weiteres:
Menschen mit einer anerkannten Behinderung können eine dreijährige Ausbildung zum Werker in der Landwirtschaft durchlaufen.
Menschen mit Berufserfahrung können die Abschlussprüfung nach § 45.2 BBiG nachholen.

Weitere Informationen gibt es bei den Ausbildungsberatern und im Downloadcenter.

 

Kontakte

Larissa Trutwig
Larissa Trutwig

Fachreferentin Aus- und Fortbildung für die Berufe Landwirt*in und Fachkraft Agrarservice

 0441 801-317

  larissa.trutwig~lwk-niedersachsen.de


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