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Gut vorbereitet in die Zwischenprüfung (Gärtner*in Garten- und Landschaftsbau)

Mit der Zwischenprüfung ist ein wichtiger Abschnitt der Ausbildung erreicht. Jetzt geht es darum, zu sehen, wie weit die beruflichen Fähigkeiten fortgeschritten sind. Wenn Sie sich auf die praktische Zwischenprüfung im Garten und Landschaftsbau vorbereiten, finden Sie hier wertvolle Tipps und Hinweise aus der Prüfungserfahrung der Ausbildungsberater/innen. 

 


In der Zwischenprüfung wird der aktuelle Ausbildungsstand bewertet. Die Frage, ob die Kenntnisse und Fertigkeiten  nach etwa der Hälfte der Ausbildungszeit den Erwartungen laut Ausbildungsplan entsprechen, steht bei dieser Prüfung im Mittelpunkt. Die Zwischenprüfung ist natürlich auch eine gute Gelegenheit, den Ablauf einer berufständischen Prüfung kennenzulernen.

 Gleichzeitig erfahren Sie bei der Zwischenprüfung auch etwas über sich selbst: 

  • Bin ich beruflich fit?
  • Wie ist meine Leistungsfähigkeit unter Stress?
  • Kann ich gut mit möglicher Prüfungsangst umgehen?
  • Wie gut ist mein Aufgabenverständnis und mein Zeitmanagement?
  • Wie gut kann ich vorhandenes Wissen abrufen und in Worte fassen? 

 

Wie wichtig sind die Noten der Zwischenprüfung?

Die Noten geben Ihnen und Ihrem Ausbilder die Möglichkeit zu sehen, wo Sie - auch im Vergleich zu anderen - stehen. Für diejenigen, die vorhaben eine vorzeitige Zulassung zur Abschlussprüfung zu beantragen, ist jede Einzelnote der Zwischenprüfung als Eintrittskarte in die vorgezogene Abschlussprüfung wichtig. Die Noten der Zwischenprüfung haben darüber hinaus keine rechtliche Bedeutung. Sie werden nicht in die Abschlussprüfungsnoten eingerechnet.

 

Worauf sollten Sie achten?

Die praktische Zwischenprüfung besteht aus 2 Prüfungsteilen:

  1. Einem Pflanzenbestimmungstest (gute Pflanzenkenntnisse sind für Landschaftsgärtner wichtig!! Trotzdem werden hier immer wieder sehr schlechte Ergebnisse abgeliefert. Höchste Zeit hier die Weichen neu zu stellen ... ).
  2. Dem fachgerechten Bau eines Gewerkes (maximale Bauzeit 2 Stunden) mit Einmessen, Steinarbeiten und Vegetationsarbeiten. Hier sollten Sie auf diese Dinge besonderen Wert legen:  
  • korrektes Einmessen und Einrichten der Baustelle
  • fachgerechter Einsatz des Werkzeugs
  • Plangenauigkeit
  • sinnvolle Reihenfolge der Arbeiten, reibungsloser Arbeitsablauf
  • Sauberkeit auf der Baustelle
  • Arbeitsgeschwindigkeit und gute Zeiteinteilung

 

TIPP: Diese Fehler können Sie beim Gewerkbau vermeiden

  • Oft gibt es schon beim Einmessen und beim Umgang mit dem rechten Winkel Probleme. Hier fehlt häufig die richtige Routine. Das kostet Nerven und Zeit und stresst gleich zu Beginn der Prüfung. Zu beobachten ist auch, dass der Umgang mit Schnüren und Schnurnägeln nicht sicher ist. Schnüre werden falsch befestigt und/oder nicht fachgerecht gespannt. Das gibt unnötigen Punktabzug.
  • Häufig wird auch eine ungünstige Nullhöhe angenommen. Das Gewerk wird dann als Folge zu hoch gebaut bzw. die Kantensteine werden nicht tief genug eingebaut. Dadurch wird viel zu viel Zeit für Erdarbeiten benötigt, weil die angrenzenden Gewerkteilen dann auf das höhere Niveau gebracht werden müssen. Der Zeitverlust wirkt sich dann auch auf alle weiteren Arbeiten aus. Besonders bei der Gehölzpflanzung und der Raseneinsaat bleiben Arbeitsschritte dann unvollständig, weil einfach die Zeit und die Ruhe fehlt. Oft ist das Rasenplanum nicht trittfest und nicht ebenflächig. In der Bewertung führt das zu hohen Punktabzügen. Und im Endergebnis zu unnötigem Frust.
  • Für die Vorbereitung zur praktischen Zwischenprüfung stehen Ihnen in unserem Downloadcenter Gewerkpläne zur Verfügung. So können Sie im Betrieb ganz in Ruhe Abläufe üben und Routine in Ihre Arbeitsweise bringen. Sie finden die Gewerkpläne unter der Kategorie Prüfungen in folgenden Rubriken: "Gärtner/Gärtnerin alle Fachrichtungen - Praktische Zwischenprüfungen"  und "Werker/Werkerin im Gartenbau alle Fachrichtungen - Praktische Zwischenprüfung"

 

TIPP: So kommen Sie gut durch die Berichtsheftkontrolle 

Am Tag der praktischen Zwischenprüfung werden die Berichtshefte von den Ausbildungsberater/innen kontrolliert. Ohne Wenn und Aber: Das Berichtheft muss vollständig geführt sein.

Trotzdem fehlt oft der Ausbildungsplan oder ist nicht ausgefüllt bzw. nicht unterschrieben  oder der Informationsteil fehlt. Immer wieder fehlen Ausbildungsnachweise (Wochenberichte) oder sind unvollständig. Oft sind auch die Unterschriften nicht vollständig oder fehlen oder die Angabe der Kalenderwoche und /oder Datum fehlt. Deshalb: Unbedingt darauf achten, dass alles vollständig ist. So vermeiden Sie unnötigen Aufwand und Ärger.

 

Kontakte

Dipl.-Ing. Landespflege (FH)
Franz Wotte

Leiter Sachgebiet Ausbildung, Ausbildungsberater Beruf Gärtner/in, stellv. Leiter des Fachbereichs Berufsbildung im Gartenbau

 04403 9796-44

  franz.wotte~lwk-niedersachsen.de


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