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Die Kür – Gute Angebotsgestaltung im Hofcafé

Sieht einfach aus, ist es aber nicht. Das Angebot einer Hofgastronomie sollte zum Betrieb, der Region und den vorhandenen Arbeitskapazitäten passen. Keine einfache Aufgabe, wie die Praxis immer wieder zeigt. Ob Buchweizentorte, Butterkuchen, Rhabarberkuchen, Bauernfrühstück, Schinkenplatte, Matjes nach Hausfrauenart, vieles passt zur Hofgastronomie. Doch muss es immer überall das gleiche Angebot sein?

Frühstückstisch
FrühstückstischMaria Orlova / pexels.com

 

Der Regionalbezug, die persönliche Handschrift der Köchin oder des Kochs, die Herkunft der Produkte, das Besondere im jeweiligen Betrieb, dass bleibt bei vielen Speisen und Beschreibungen in den Kuchentheken oder in den Speisekarten auf der Strecke. Dabei geht es nicht darum, alles neu zu erfinden, meist muss nur das eigene Angebot etwas optimiert und besser präsentiert werden. Nur Angebote mit einer persönlichen Note bieten die Chance sich von der Konkurrenz abzusetzen.

 

 

Tipp 1: Rezepte überprüfen, eigene Besonderheiten hervorheben

Jede Region, manchmal auch jedes Dorf, hat ein etwas anderes Rezept, z.B. für die Hochzeitssuppe. So ist das Rezept für die Altländer Hochzeitssuppe anders als das Rezept für die Hadler Hochzeitssuppe. Was zeichnet die Gerichte aus, die bei Ihnen auf den Tisch kommen? Lassen Sie es Ihre Gäste wissen.

 

Tipp 2: Heimat sichtbar machen

Kaffeetisch im Hofcafé
Kaffeetisch im HofcaféSabine Hoppe

Immer mehr Gäste wollen wissen, woher Käse, Eier, Gemüse oder Fleisch auf ihrem Teller stammen. Zeigen Sie, woher Ihre Zutaten stammen. Kommen Sie vom eigenen Hof? Umso besser. Ob der Schinken für die „Grafschafter Schinkenplatte“ vom Bentheimer Landschwein aus eigner Aufzucht oder die Heidelbeeren für „Omas Heidelbeertorte“ vom Hof Müller aus dem Nachbardorf stammen, macht den Unterschied. Beschreiben Sie Ihre Gerichte detailliert und machen Sie den Bezug zur eigenen Region deutlich.

 

 

Tipp 3: Eigene Erzeugung und besondere Lieferanten vorstellen

Nutzen Sie eine Seite Ihrer Speisekarte, um sich und /oder ihre Familie, den eigenen Betrieb, die eigenen Erzeugnisse und vor allem ihre Werte vorzustellen. Besondere Lieferanten wie Direktvermarkter aus der Region oder kleine Manufakturen, von denen Sie Waren beziehen, gehören ebenfalls in diese Rubrik. Menschen von heute lieben es, mehr über die Herkunft der Speisen zu erfahren und die „Exotik“ vor der eigenen Haustür zu entdecken.

Kürbisangebot
KürbisangebotSabine Hoppe

 

Tipp 4: Mehrwert bieten durch Verkauf von eigenen Produkten

Die großen Supermarktketten zeigen wie es geht. Sie kombinieren immer häufiger Verkauf und Gastronomie. Drehen Sie den Spieß um. Verzichten Sie auf das eine oder andere Dekorationselement und stellen sie ein Verkaufsregal im Gastraum auf. Ob Fruchtaufstriche oder Kekse aus eigener Produktion, Produkte anderer Direktvermarkter oder von kleinen Manufakturen, so mancher Gast ist erfreut, die gerade genossenen Produkte auch für den heimischen Tisch zu erwerben. Ein solches Verkaufsregal mit regionalen Produkten trägt übrigens nicht nur dazu bei, ihren Umsatz zu erhöhen. Ein solches Zusatzangebot festigt vor allem den Eindruck des Gastes, an einem ganz besonderen Ort eingekehrt zu sein. Doch Vorsicht: Seien Sie wählerisch bei der Auswahl der Produkte. Nur, wenn Sie Ihr Profil stärken, sollten sie angeboten werden. Eine bunte Auswahl an Souvenirs ist eher kontraproduktiv.

 

 

 

Tipp 5: Gäste zum Probieren animieren

Viele Menschen bestellen lieber vertraute Gerichte. So entgehen sie zwar der Gefahr der Enttäuschung, ihnen entgehen aber viele neue Genüsse. Bieten Sie Probierteller an. Ein Arrangement mit Miniportionen Ihrer „Renner“, „Penner“ mit Neukreationen von ihrer Speisekarte lässt Gäste mutiger werden und bietet die Gelegenheit andere Gerichte ins Blickfeld zu rücken. So mancher „Penner“ kann sich so in ein beliebtes Gericht verwandeln. Wenn nicht, streichen Sie das Gericht endgültig von Ihrer Speisekarte.

 

Tipp 6: „Selbst gekocht“ als Marketingvorteil nutzen

Der Wunsch nach der gutbürgerlichen Küche – modern interpretiert – wird gerade in der jungen Generation immer größer. Die Generation „Tiefkühlpizza“ schätzt zunehmend die Klassiker. Braten, Rouladen, „Butterbrote“ oder Königsberger Klopse stehen daher in den Trendlokalen deutscher Städte immer häufiger auf der Speisekarte. Nutzen Sie die Vorteile Ihrer Kochkunst ganz gezielt als Marketingvorteil und zeigen Sie, das bei Ihnen selbst gekocht wird.

 

Tipp 7: Weniger ist mehr

Gemischtwarenläden sind nicht mehr angesagt. Was im Handel schon deutliche Spuren hinterlassen hat, wird jetzt auch in der Gastronomie zum Thema. Spezialisierte Gastronomiebetriebe mit klarem Profil und begrenzter Speisekarte sind im Kommen. Immer häufiger findet man auch Lokale, die sich auf ein Thema konzentrieren.

Kontakte

Sabine Hoppe
Dipl.oec.troph.
Sabine Hoppe

Beraterin Direktvermarktung landwirtschaftlicher Produkte

0441 801-809

sabine.hoppe~lwk-niedersachsen.de

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