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Vergleich verschiedener Zwischenfrüchte in Reinsaaten und Mischungen unter pflanzenbaulichen Parametern und Naturschutzaspekten

Beim Stoppelzwischenfruchtanbau greifen Landwirte häufig auf Reinsaaten zurück. Dabei verfolgt der Landwirt mit dem Zwischenfruchtanbau sowohl pflanzenbaulich als auch aus Sicht des Naturschutzes unterschiedliche Ziele. Diese können die Festlegung von Residualnährstoffen, die Beikrautunterdrückung, die Schaffung von Nahrungsquellen für Blütenbestäuber oder auch die Futternutzung sein.

Blühende Zwischenfruchtbestände
Blühende ZwischenfruchtbeständeMarkus Mücke

Verschiedene Saatgutfirmen bieten seit geraumer Zeit Zwischenfruchtmischungen an, teilweise auch speziell für den ökologischen Landbau. Durch die verschiedenen Komponenten in den Mischungen sollen unterschiedliche positive Wirkungen des Zwischenfruchtanbaus kombiniert werden können, zum Beispiel tiefe Durchwurzelung mit Unkrautunterdrückung und legumer N2-Fixierung. Diese Zwischenfruchtmischungen liegen preislich häufig deutlich über den Standard-Zwischenfrüchten wie Gelbsenf, Ölrettich oder Phacelia.

Inwieweit Zwischenfrucht-Reinsaaten und Zwischenfruchtmischungen positive Folgeeffekte (Steigerung Ertrag und/oder Qualität der Folgefrüchte) erzielen können, ist in einem zweijährigen Versuch überprüft worden. Dazu sind nach dem Anbau verschiedener Zwischenfrucht-Reinsaaten und Zwischenfruchtmischungen die Erträge und Qualitäten einer Getreide-Folgefrucht (Dinkel) ermittelt worden. Zudem ist das Unkrautunterdrückungsvermögen der Zwischenfrucht (-mischungen) durch Ermittlung des Bodendeckungsgrades beurteilt worden. Darüber hinaus wurden die angebauten Zwischenfrüchte auch auf ihr Stickstoffkonservierungsvermögen untersucht.

Neben den positiven pflanzenbaulichen Aspekten (N-Bindung, Erosionsminderung) kann der Zwischenfruchtanbau auch einen großen Beitrag zum Naturschutz leisten. Hier könnte der Anbau von Zwischenfrüchten durch das Ausbringen von artenreichen Mischungen mit unterschiedlichen Blühterminen der Einzelkomponenten aufgewertet werden. Je mehr verschiedene Pflanzenarten auf der Fläche anzutreffen sind, desto mehr Tierarten profitieren davon. Wird das Blütenangebot verbessert, finden blütenbesuchende Insekten in einer ansonsten eher blütenarmen Zeit eine zusätzliche Nahrungsquelle.

Der nachfolgende Versuchsbericht gibt Antworten auf diese Fragen. Die Datei steht im Anhang als Download zur Verfügung.

Kontakte

Markus Mücke
Dipl.-Ing. agr.
Markus Mücke

Berater Ökologischer Ackerbau, Mechanische Beikrautregulierung, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau

0511 3665-4378

markus.muecke~lwk-niedersachsen.de

Volker Graß

Volker Graß

Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau

0511 3665-4294

volker.grass~lwk-niedersachsen.de

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