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Studie: Fischer, Forscher und Naturschützer sollten enger zusammenarbeiten

Branchenanalyse gibt Empfehlungen zur Sicherung und Entwicklung der Küstenfischerei in Niedersachsen – Landwirtschaftskammer Niedersachsen unterstützt Neuausrichtung

Fischkutter im Hafen von Wremen (Kreis Cuxhaven): Eine neue Studie befasst sich mit den Entwicklungsmöglichkeiten der Küstenfischerei in Niedersachsen.
 Fischkutter im Hafen von Wremen (Kreis Cuxhaven): Eine neue Studie befasst sich mit den Entwicklungsmöglichkeiten der Küstenfischerei in Niedersachsen. Tho-Ge/Pixabay
Oldenburg – Um langfristig und nachhaltig ihre Fanggründe und ihre Marktposition zu sichern, sollten die niedersächsischen Küstenfischer die Selbstorganisation verbessern, stärker als bisher die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen und Naturschutz nutzen und mit professioneller Hilfe die Wertschöpfung in der Region erhöhen: Dies sind nur einige der zahlreichen Empfehlungen der neuen „Studie zur Sicherung und Entwicklung der Küstenfischerei in Niedersachsen“ des Beratungsunternehmens Cofad, die im Auftrag des Landesfischereiverbandes Weser-Ems in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) entstanden ist. Die Studie finden Sie als PDF im Anhang dieses Textes.

Verbandspräsident: Studie soll bei Sicherung der Fanggebiete helfen

Das mehr als 300 Seiten starke Werk mit Zahlen, Daten und Fakten zur Fischerei und ihren Rahmenbedingungen setzt fort, was die 2004 vom Land Niedersachsen initiierte Untersuchung „Die Küstenfischerei in Niedersachsen – Stand und Perspektiven“ begonnen hatte. „Die aktuelle Analyse sollte die 16 Jahre alte Fischereistudie weiterentwickeln und unter anderem Konzepte zur Sicherung der Fanggebiete, zur Erhöhung der Wertschöpfung und zur Verbesserung der Rechtsposition der Fischerei darstellen“, sagte Dirk Sander, Präsident des Landefischereiverbandes Weser-Ems e.V., am Mittwoch (16. Dezember) in Oldenburg.

„Damit soll das Werk einen wichtigen Mehrwert schaffen und die Fischereigemeinden bei der lokalen Entwicklung und politischen Entscheidungen stärken“, betonte Sander mit Blick auf Perspektiven und Handlungsoptionen, die in der Analyse aufgezeigt werden: Die Sicherung der Fanggebiete, die Erneuerung der Flotte, ökologische Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit sind nur einige der Themen, zu denen die Studie Empfehlungen gibt.

Kammerdirektor: Sind wichtigstes Bindeglied zwischen Fischern und Verwaltung des Landes

Kammerdirektor Hans-Joachim Harms (r.), Dirk Sander (l.), Präsident des Landefischereiverbandes Weser-Ems, und Hilke Looden (M.), Fischerei-Beraterin der LWK, präsentieren in Oldenburg die neue Studie zur Küstenfischerei.
 Kammerdirektor Hans-Joachim Harms (r.), Dirk Sander (l.), Präsident des Landefischereiverbandes Weser-Ems, und Hilke Looden (M.), Fischerei-Beraterin der LWK, präsentieren in Oldenburg die neue Studie zur Küstenfischerei. Wolfgang Ehrecke
Kammerdirektor Hans-Joachim Harms unterstrich die gute Zusammenarbeit zwischen LWK und Fischerei: „Dass in der neuen Studie festgestellt wird, dass die Landwirtschaftskammer mit ihrer Abteilung für Fischerei das wichtigste Bindeglied zur Politik und zur Verwaltung des Landes darstellt, ist eine große Anerkennung für die Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Fachbereich.“

Beratung der LWK gute Basis für Neuausrichtung

In Bezug auf die Beratung sei die LWK von den befragten Betrieben als wichtigste Ansprechpartnerin genannt worden, zusammen mit oder in manchen Belangen noch vor dem Staatlichen Fischereiamt, hob Harms hervor. „Das ist eine sehr gute Basis dafür, um unsere Küstenfischer auch bei einer Neuausrichtung ihrer Arbeit zu unterstützen.“

Sicherung der Fanggebiete, Erneuerung der Flotte, Umweltverträglichkeit: Kammerdirektor Hans-Joachim Harms (r.), Dirk Sander (l.), Präsident des Landefischereiverbandes Weser-Ems, und LWK-Beraterin Hilke Looden (M.) sprechen über Empfehlungen der Studie.
 Sicherung der Fanggebiete, Erneuerung der Flotte, Umweltverträglichkeit: Kammerdirektor Hans-Joachim Harms (r.), Dirk Sander (l.), Präsident des Landefischereiverbandes Weser-Ems, und LWK-Beraterin Hilke Looden (M.) sprechen über Empfehlungen der Studie. Wolfgang Ehrecke
Die neue Studie im Auftrag des Landesfischereiverbandes Weser-Ems wurde durch den Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF) und das Land Niedersachsen zu 100 Prozent gefördert. Über Beraterverträge kauft der Landesfischereiverband das Fachwissen der Fischereiberater*innen der Kammer ein: „Wir sind sehr froh, dass wir die Mitarbeiter*innen der Kammer haben –  bei der Erstellung des Förderantrags für die Studie hat ihre Erfahrung uns sehr genutzt“, gab Sander gerne zu.

Die 123 niedersächsischen Betriebe der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei haben 2019 insgesamt 31.975 Tonnen Fisch und Speisekrabben gefangen und so mit 42,42 Millionen Euro zur Wertschöpfung in den 21 Hafenstandorten beigetragen.

Krabbenfischer kämpfen mit Folgen der Fangbeschränkungen

Für die Krabbenfischer war das ablaufende Jahr mit teils massiven Fangbeschränkungen verbunden. Das hing vor allem mit coronabedingten Engpässen beim Krabbenpulen in Marokko zusammen. Auch 2019 waren die Fangmengen schon, damals wegen großer Lagerbestände, fast ganzjährig beschränkt. Wegen der geringeren Nachfrage des Handels stiegen die Erzeugerpreise dabei nicht an, so dass das Krabbenbrötchen ganzjährig ein bezahlbares Vergnügen blieb.

Alle 123 Betriebe sind Mitglieder der LWK, Dirk Sander ist als Vertreter des Berufsstandes ehrenamtliches Mitglied der Kammerversammlung.


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