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Niedersachsen unterstützt Schaf- und Ziegenhalter*innen mit Prämie

Der Zuschuss beträgt 33 Euro pro Tier. Antrags- und Bewilligungsbehörde ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen.

grasende Leineschafe
Der Nachweis der Tieranzahl, für die eine Förderung beantragt wird, erfolgt über den Bescheid der Niedersächsischen Tierseuchenkasse.Andreas Tamme
Hannover/Oldenburg - Das Land Niedersachsen unterstützt Schaf- und Ziegenhalter*innen seit 2021 mit einer Prämie. Die Richtlinie ist zum 1. September 2021 in Kraft getreten, für das Kalenderjahr 2021 konnten Zuwendungen bis zum 30. September 2021 gestellt werden. Herden von mindestens zehn Tieren können in den Genuss der Förderung kommen. Der Zuschuss beträgt 33 Euro pro Tier.

Hier finden Sie die Richtlinie und die entsprechenden Antragsunterlagen.

Naturschutz, Kulturlandpflege und Arterhaltung

Wiederholt hatten Vertreter*innen der niedersächsischen Schaf- und Ziegenzuchtverbände in den vergangenen Jahren auf die schlechte wirtschaftliche Situation in den Betrieben hingewiesen. Mit der Einführung der Prämie soll die von den Schaf-  und Ziegenhalter*innen geleistete und durch Politik und Bevölkerung hoch gelobte Arbeit in der Landschaftspflege für den Arterhalt, die Biodiversität, den Küstenschutz und den Erhalt unserer vielfältigen Kulturlandschaften beziehungsweise generell den Klimaschutz ein Stück weit honoriert und entlohnt werden.

"Nachhaltiges Weidemanagement leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz", so Umweltminister Olaf Lies in einer Pressemitteilung, "die extensive Schaf- und Ziegenbeweidung von Niedermoor- und Hochmoor-Standorten ermöglicht die Pflege feuchter und teilweise nasser Moorflächen. Dadurch werden diese Standorte erhalten und vor indirekter Entwässerung geschützt. Zudem trägt die Weidetierhaltung zum Erhalt der offenen Kulturlandschaften bei und verbessert die Bodenfruchtbarkeit. Dies spiegelt sich auch in den Eckpunkten zur klimaschonenden Bewirtschaftung des Niedersächsischen Weges wider." 

Bei der Erarbeitung der Förderrichtlinie hat sich die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) gegenüber dem Umweltministerium für eine schlanke Richtlinie und für eine geringe Mindestbestandsgröße von zehn Tieren zum Stichtag 3. Januar ausgesprochen. Bei der eher klein strukturierten Schaf- und Ziegenhaltung kommt dadurch ein großer Teil der niedersächsischen Halter*innen in den Genuss der Förderung. "Einziger Wermutstropfen ist, dass die Förderung der sogenannten De-minimis-Regelung unterliegt und damit die Förderhöhe auf maximal 200 Tiere begrenzt ist", sagt Klaus Gerdes, Leiter des Sachgebiets Tierzucht bei der LWK. Aber mit Ausblick auf eine bundesweite Einführung einer gekoppelten Prämie für die Weidetierhaltung ab 2023 sei die Prämie als Übergangslösung zu verstehen und schließe eine wichtige Lücke.

Gefördert wird die Haltung von Schafen und Ziegen, die zum Stichtag 3. Januar des Antragsjahres über neun Monate alt sind. Der Nachweis der Tieranzahl, für die eine Förderung beantragt wird, erfolgt über den Bescheid der Niedersächsischen Tierseuchenkasse. Zudem müssen die Tiere während des Zeitraums vom 1. April bis mindestens 31. Oktober ununterbrochen im Betrieb gehalten werden, und sie müssen über Zugang zu Weideflächen verfügen. Tiere mit ganzjähriger Haltung im Stall sind von der Förderung ausgeschlossen.

Voraussetzung: Mindestens zehn Tiere

Mindestens zehn Tiere müssen Schaf- oder Ziegenhalter*innen, der landwirtschaftliche Betrieb oder sonstige Landnutzer*innen besitzen, um einen Antrag auf Förderung stellen zu dürfen. Bei 200 Tieren ist die durch die EU vorgegebene Obergrenze der Förderung erreicht. Der Zuschuss von 33 Euro pro Tier wird als De-minimis-Beihilfe gemäß den Beihilferegeln der EU-Kommission vergeben, weshalb vom Antragsteller eine De-minimis-Erklärung auszufüllen ist. Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Festbetragsfinanzierung zur Projektförderung gewährt, der Zuwendungshöchstbetrag beträgt gemäß geltender De-minimis-Regelung pro Betrieb 20 tsd Euro innerhalb von drei Jahren. Antrags- und Bewilligungsbehörde ist die LWK.

Mit der Regelung wird eine wichtige Lücke, die bis zum Inkrafttreten der neuen GAP-Förderperiode entsteht, geschlossen. Die kurzfristig konzipierte Maßnahme zur Unterstützung der hiesigen Schaf- und Ziegenhalter*innen geht über in eine langfristig ausgelegte Förderung der Weidetiere mit Mitteln aus der sogenannten ersten Säule. Hierfür haben sich Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast und Umweltminister Olaf Lies gemeinsam gegenüber dem Bund eingesetzt.

 

Die Richtlinie und die entsprechenden Antragsunterlagen finden Sie hier: Antrag Schaf-Ziegen-Prämie.

 


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Kontakte

Jantje Ziegeler
M.Ed.
Jantje Ziegeler

Pressereferentin, Redaktion Onlinemedien, Soziale Medien

 0441 801-172

  jantje.ziegeler~lwk-niedersachsen.de


Pressestelle des Umweltministeriums

 (0511) 120-34 -19/ -21/ -26

  pressestelle~mu.niedersachsen.de


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