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ToSBa - Fünf motivierte Demonstrationsbetriebe starten mit torfreduzierten Substraten

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Die Demonstrationsbetriebe, die durch das Modell- und Demonstrationsvorhaben ToSBa im Ammerland über 4 Jahre hinweg bei der Torfreduktion begleitet werden, stehen jetzt fest - Baumschule Harry Warnken, Baumschule Hinrichs, Baumschule Roßkamp, Baumschule Hülsmann und Jungpflanzen Jens Meyer stellen sich der Herausforderung, in einigen ausgewählten Kulturen Substrate mit einem Torfanteil von nur noch maximal 50 % zu etablieren.

Das Interesse der hiesigen Baumschulen am Thema Torfreduktion ist groß. Etliche Betriebe haben sich auf die Ausschreibung im Bundesanzeiger zu dem vom BMEL geförderten Projekt ToSBa beworben. Aus diesen hat das ToSBa-Team Ammerland fünf Demobetriebe ausgewählt, die in ihrer Gesamtheit einen guten Querschnitt durch die Baumschulbranche im Ammerland darstellen.

ToSBa Demonstrationsbetriebe im Ammerland
ToSBa Demonstrationsbetriebe im AmmerlandDr. Inga Binner

 

Unterschiedliche Erfahrungen mit torfreduzierten Substraten

Die teilnehmenden Baumschulen bringen ganz unterschiedliche Erfahrungen im Bereich Torfersatz mit. „Das ist super, denn so können wir den gesamten Prozess abbilden, den eine Baumschule bei der Etablierung eines neuen, torfreduzierten Substrates durchläuft“, so Dr. Inga Binner, die Gesamtkoordinatorin des Vorhabens. Eine an die individuellen Bedürfnisse angepasste, schrittweise Reduktion des Torfanteils ist wichtig, um die Anpassungen, die in der Kulturführung und Düngung vorgenommen werden müssen, stets rechtzeitig einzuleiten und zu bewerten. Dabei sollen keine unnötigen Risiken eingegangen werden. Ziel ist es, Containergehölze in hoher Qualität zu kultivieren und auch die Produktionskosten müssen im Blick behalten werden.

In der Baumschule Hülsmann (Edewecht) ist bereits im Januar 2021 der Startschuss im Projekt ToSBa gefallen. Es wurden  verschiedene Heckenpflanzen 7,5-L-Containern in das neue torfreduzierte Substrat mit 20% Holzfaser getopft und die ersten Substratproben analysiert. In der Baumschule Harry Warnken (Edewechterdamm) werden Blütensträuchern in den Containergrößen 3 - 5 Liter in torfreduzierten Substraten kultiviert. Der Betrieb mischt seine Substrate selber, so auch das neue, torfreduzierte Substrat, das 20% Holzfaser enthält. 

Auch die Baumschule Roßkamp in Wiefelstede mischt ihre Substrate selbst. Im Rahmen von ToSBa werden hier unter anderem Ilex und Thuja torfreduziert kultiviert. Je nach Kultur kommen verschiedene Mischungen mit bis zu 60 % alternativen Substratausgangsstoffen (u.a. Kokos, Holzfaser, Rindenhumus und Substratkompost) zum Einsatz. 

Die Baumschule Hinrichs verfügt über ein sehr breites Sortiment im Containerpflanzenbereich. Für ToSBa sind vor allem die großen Container (> 20 Liter) mit verschiedenen Sträuchern interessant. Hier werden 40 % des Torfs im Substrat durch eine Mischung aus Holzfaser und Substratkompost ersetzt. 

Die Baumschule von Jens Meyer hat ihren Schwerpunkt auf der Jungpflanzenproduktion von Koniferen, Laubgehölzen, Ziergräsern und schwachwachsenden Rhododendron. Die Besonderheit dieses Demonstrationsbetriebes für das Projekt ToSBa ist die Kultivierung von Jungpflanzen in kleinen Trays bis P10. Im ersten Projektjahr werden Heidelbeerjungpflanzen in einem torfreduziertem Substrat betrachtet, das neben 50 % Torf auch Kokos und Perlite enthält. 

 

Fünf Demonstrationsbetriebe auch im Pinneberger Baumschulgebiet

Auch in der zweiten Modellregion des Projektes, im Pinneberger Baumschulgebiet, wurden fünf Demonstrationsbetriebe ausgewählt, die im Frühjahr 2021 in die erste Kulturperiode mit ToSBa starten. Hier können neben Heckenpflanzen und verschiedenen Sträuchern auch die Sonderkulturen Rosen und Kulturheidelbeeren in torfreduzierten Substraten betrachtet werden.

Die Baumschule Heydorn & Söhne (Klein Nordende), Baumschule Clasen & Co (Rellingen), Kordes Jungpflanzen (Bilsen), Kordes Rosen (Sparrieshoop) und Heinz Clasen Containerbaumschulen (Tangstedt) werden über die nächsten 3 Jahre ihre Produktion in Zusammenarbeit mit ToSBa auf stark torfreduzierte Substrate umstellen. 

 

Regelmäßige Betriebsbesuche und Erfahrungsaustausch

Die ToSBa Regionalkoordinatoren und -koordinatorinnen werden die Baumschulen regelmäßig besuchen, Substratproben nehmen und die Pflanzen begutachten. „So können wir unmittelbar eingreifen, sollten sich Probleme, zum Beispiel mit den Nährstoffgehalten oder dem pH-Wert, ergeben. Auch die Bewässerung werden wir sehr genau im Blick behalten.“, verspricht Pia Bunger, Regionalkoordinatorin im Ammerland.

ToSBa Regionalkoordinatorin Pia Bunger zieht Substratproben
ToSBa Regionalkoordinatorin Pia Bunger zieht SubstratprobenPia Bunger

Auch der Erfahrungsaustausch der Betriebe untereinader soll stärker gefördert werden. Hierzu sind noch in dieser Saison Feldtage oder gegenseitige Betriebsbesuche geplant, sobald es die Lage wieder zulässt. 

 

 

Das gesamte ToSBa-Team freut sich sehr auf die Zusammenarbeit mit den hoch motivierten Baumschulen und wird zeitnah über die ersten Ergebnisse und Erfahrungen berichten!

 

 

Kombilogo - BMEL / BLE
Kombilogo - BMEL / BLEBMEL - Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Kontakte

Dr. Inga Binner

Dr. Inga Binner

Gesamtkoordination Projekt ToSBa - Torfersatz in Baumschulen

04403 9796-47

inga.binner~lwk-niedersachsen.de

Pia Bunger
M.Sc. Gartenbauwissenschaften
Pia Bunger

Regionalkoordinatorin Projekt ToSBa

04403 9796-47

0174 3009 294

pia.bunger~lwk-niedersachsen.de

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