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Drohnen, Satelliten und jede Menge Brokkoli – Feldtag Digitales Nährstoffmanagement im Gemüsebau

Im Rahmen des EIP-Projektes RESIDUE hat am 22. Juli 2021 der Feldtag „Digitales Nährstoffmanagement im Gemüsebau“ stattgefunden. Dabei konnten sich interessierte Besucher*innen aus Agrarwirtschaft, Forschung und Praxis über die Möglichkeiten und Grenzen der teilflächenspezifischen Düngung für den Freilandgemüsebau informieren.

Ausstellungsfläche Feldtag RESIDUE Der Schulungstruck des Praxislabors Digitaler Ackerbau auf dem Feldtag 'Digitales Nährstoffmanagement im Gemüsebau' Spannende Vorträge beim Feldtag 'Digitales Nährstoffmanagement im Gemüsebau' Spannende Vorträge beim Feldtag 'Digitales Nährstoffmanagement im Gemüsebau' 2 Jobst Gödeke (ganz links) erläutert die Funktion des STENON-Spatens, der in Zusammenarbeit mit der LUFA Nord-West im Praxislabor getestet wird Projektpartner*innen des EIP-Projektes RESIDUE
Als Projektkoordination und -leitung erläuterte der Fachbereich Beratung und Qualitätsmanagement im Gartenbau der Landwirtschaftskammer Niedersachsen zunächst die Hintergründe des Projekts und stellte anschließend die Versuche und bisherigen Ergebnisse vor. Betont wurden dabei die Vorteile des „On-Farm-Research“-Ansatzes, den EIP-Agri verfolgt. In enger Zusammenarbeit von Wissenschaft, Beratung und Betrieben, werden praxistaugliche Maßnahmen erarbeitet. Der Part der Praxis wird im Projekt RESIDUE durch die beiden Gemüsebaubetriebe Behr AG in Zusammenarbeit mit AMG Agrarmanagement sowie Mählmann Gemüsebau GmbH und Co. KG vertreten. Letztere stellten für die Durchführung des Feldtages dankenswerterweise eine ihrer Praxisflächen zur Verfügung, sodass die Besucher*innen ihre Eindrücke direkt vor der Kulisse eines Brokkolibestandes gewinnen konnten, der im Rahmen des Projektes neben Eissalat als Beispielkultur für die Versuche dient.

Technikfans kamen bei den beiden Projektpartnern Agrarpohl und Agravis Netfarming auf ihre Kosten: während Agrarpohl ihr Angebot der Drohnenbefliegungen und Geodatenservices vorstellten, konnten sich die Besucher*innen am Stand von Agravis Netfarming über die Vorteile der teilflächenspezifischen Düngung mit Hilfe von Satellitenkarten informieren und einen Traktor mit Fritzmeier-Sensor und passender Düngetechnik näher in Augenschein nehmen.   

Den Part der Öffentlichkeitsarbeit und Vernetzung bildet im Projekt die Wissenschaftliche Koordinierungsstelle Transformationsforschung Agrar Niedersachsen (trafo:agrar) der Universität Vechta. Als Ansprechstation für Akteur*innen aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft setzen sie sich dafür ein, dass innovative Ideen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Agrar- und Ernährungswirtschaft in die Praxis umgesetzt werden können.

Als wichtiger weiterer Baustein, um die Digitalisierung in der Landwirtschaft voranzubringen, war der Schulungs-LKW des Praxislabors Digitaler Ackerbau auf dem Feldtag zu Gast. Im Praxislabor, welches auf dem Versuchsgut der Landwirtschaftskammer in Schickelsheim angesiedelt ist, werden die unterschiedlichen Entwicklungen des digitalen Ackerbaus auf Praxisflächen untersucht und auf Herz und Nieren getestet. So kann eine Beratung der Praxis auf Grundlage eigener Versuche gewährleistet werden. Das Angebot reicht dabei von der digitalen Ackerschlagkartei bis zum neuesten Exemplar des Pneumatik-Düngerstreuers. Der Schulungs-Truck als mobiler Infostand soll dabei Praktiker und Berufsschüler auf dem neuesten Stand des Wissens und der Technik halten und auch die junge Generation mit diesem breiten und sich stetig weiterentwickelnden Themenfeld vertraut machen.

Als Zwischenfazit der bisherigen Versuche kann festgehalten werden, dass vor allem vor dem Hintergrund der Vielfalt der gemüsebaulichen Kulturen noch einige Forschungsarbeit notwendig ist, um eine ausreichende Datengrundlage für die teilflächenspezifische Düngung im Freilandgemüsebau zu generieren. Dennoch handelt es sich um ein vielversprechendes Verfahren, um im Gemüsebau sowohl den Herausforderungen des Düngerechts einerseits und den Qualitätsstandards des Handels andererseits begegnen zu können.

Unser herzlicher Dank richtet sich an alle Ausstellenden, Vortragenden und Gäste für die Organisation, Präsentation, Bereitstellung der Fläche und den regen Austausch. Dies alles hat zu einer rundum gelungenen Veranstaltung beigetragen!

 

 

Das Projekt RESIDUE wird im Rahmen der Europäischen Innovationspartnerschaft „Produktivität und Nachhaltigkeit in der Landwirtschaft“ (EIP-Agri) gefördert.

eip-agri Agriculture & Innovation
 eip-agri Agriculture & Innovation eip-agri
ELER-Logo
 ELER-Logo Europäische Union
Weitere Informationen über das Projekt finden Sie hier:

https://tinyurl.com/lwkresidue

https://www.eip-nds.de/RESIDUE.html

https://agrarpohl.de/eip-agrar.html

Kontakte

Friederike Wellhausen
B.Sc.
Friederike Wellhausen

Projekt RESIDUE

 0511 4005-2306

  friederike.wellhausen~lwk-niedersachsen.de


Dipl.-Ing. Gartenbau (FH)
Erich Klug

Berater Prozessqualität im Gartenbau

 0511 4005-2304

  erich.klug~lwk-niedersachsen.de


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