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Maisernte: Später Start mit erfreulichen Aussichten

Landwirtschaftskammer Niedersachsen rechnet mit guten bis sehr guten Erträgen – Betriebe können nach drei schwierigen Jahren endlich wieder Futterreserven aufbauen

Anhäckseln von Silomais
Blick vom Feldhäcksler nach hinten zum folgenden Transportgespann: In Niedersachsen hat fast flächendeckend die Maisernte begonnen.Karl-Gerd Harms
Oldenburg – Etwas später als im langjährigen Mittel hat die Maisernte fast flächendeckend in Niedersachsen begonnen. Dass die Ernte erst Ende September beginnen konnte, hängt nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) mit dem deutlich zu kalten Mai und dem bestenfalls durchschnittlichen Sommer zusammen.

Im nördlichen Niedersachsen, insbesondere in Ostfriesland und anderen Regionen nahe der Nordsee, werden die Maisbestände teilweise erst Mitte Oktober die nötige Reife zum Häckseln erreichen.

Für Landwirt*innen und Lohnunternehmen beginnt nun also die letzte große Arbeitsspitze des Jahres, denn Mais ist die anbaustärkste Ackerkultur Niedersachsens.

Dies bedeutet lange Arbeitstage und viele Schleppergespanne auf Niedersachsens Straßen. Auto- und insbesondere Motorradfahrer*innen, die die letzten schönen Tage nutzen wollen, werden um Vor- und Rücksicht gebeten, denn gerade die wechselhafte und zum Teil niederschlagsreiche Witterung wird dafür sorgen, dass die Straßen nicht immer sauber bleiben können. Egal wie sehr sich Landwirt*innen und Fahrer*innen darum bemühen: Es kann immer zu schmierigen und rutschigen Straßen kommen.

Maisernte mit Feldhäcksler (rechts) und Transportgespann.
Teile frisch gehäckselter Maispflanzen fliegen während der Maisernte zwischen einem Feldhäcksler (rechts) und dem die Pflanzenmasse aufnehmenden Transportgespann durch die Luft.Planet_Fox/Pixabay
Die LWK rechnet aufgrund erster Zahlen und Eindrücke von den Maisfeldern mit guten Erträgen. Die Betriebe können mit der neuen Ernte nun endlich wieder Futterreserven für ihre Rinderherden aufbauen, nachdem die zurückliegenden Jahre zum Teil von deutlichen Mindererträgen geprägt waren.

Vor diesem Hintergrund wurde der im Vorjahr leicht ausgedehnte Anbauumfang in 2021 mit insgesamt rund 628.000 Hektar (ha) beibehalten. Dies entspricht gut einem Fünftel der landwirtschaftlichen Fläche in Niedersachsen. Gut die Hälfte des Maises, rund 330.000 ha, werden als Silomais für Milchkühe und für die Bullenmast eingesetzt, weitere rund 220.000 ha werden in Biogasanlagen zur Gas-, Strom- und Wärmeerzeugung genutzt.

Der übrige Mais wird in Jahren mit normalen klimatischen Bedingungen als Körnermais mit Mähdreschern geerntet und vorwiegend in der Geflügel- und Schweinefütterung eingesetzt. In Jahren mit guten Maiserträgen ist davon auszugehen, dass ein Teil des überschüssigen Silomaises zusätzlich als Körnermais geerntet werden wird.

Frühe und mittelfrühe Sorten sind fast überall reif für die Ernte. Das bedeutet, dass die Pflanzen weitgehend flächendeckend einen Trockenmassegehalt von 32 bis 35 Prozent erreicht haben. In diesem Bereich gelingt die Konservierung des Futters am besten und stellt dann zusammen mit Grassilage die Hauptfutterquelle für Rinder dar.

Im nördlichen Niedersachsen wird es noch ein paar Tage länger dauern, bis die Häcksler ihre Arbeit aufnehmen können. Einen aktuellen Überblick über die Entwicklung der Maiskulturen bietet die LWK-Maisreifeprüfung.

(Stand: 01.10.2021)


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Wolfgang Ehrecke
Wolfgang Ehrecke

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 0441 801-200

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Berater Silo- und Körnermais

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