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Feuchtmais statt Silomais ernten

Die enormen Grassilagemengen und die guten Maiserträge haben mancherorts für knappe oder nicht mehr ausreichende Silokapazitäten in den Rinderbetrieben geführt. Zum Teil wurde oder wird jetzt noch Körner- oder Feuchtmais statt Silomais geerntet. Angesichts der hohen Futtermittelpreise gewinnt die Erzeugung von eigenem Kraftfutter auf den Milchviehbetrieben an Bedeutung.

Als energiereiche Komponente mit etwa 8,4 MJ NEL/kg TM und ca. 70 % Stärke bietet sich Körnermais an. Sein hoher Anteil pansenstabiler Stärke ist für Kühe mit hoher Milchleistung sehr vorteilhaft. Um hohe Trocknungskosten zu sparen, kann Körnermais auch feucht konserviert werden, wodurch die Felder früher geräumt werden können.

Die aus der Feuchtgetreidekonservierung bekannte Säurekonservierung ist zwar möglich, scheidet aber wegen der hohen Säuremengen (z. B. 1,6 % Propionsäure bei 32 bis 34 % Feuchte und 12 Monate Lagerdauer) in den meisten Fällen aus. Als weitere Konservierungsverfahren bieten sich die gasdichte Lagerung der Körner und die Silierung an. Für letzteres Verfahren wird der Mais mit etwa 60 bis 65 % TM mit einem Mähdrescher mit Pflückvorsatz geerntet, anschließend gemahlen und in einem Fahrsilo gelagert und festgewalzt. Dieses Verfahren ist seit langem in Schweinebetrieben mit CCM-Fütterung bekannt. Ebenso hat sich die Schlauchsilierung in der Praxis bewährt. Da diese Konservierung auf Milchsäuregärung beruht, gelten die allgemeinen Silierhinweise (hohe Verdichtung, Luftabschluss, Siliermitteleinsatz zur Verbesserung der aeroben Stabilität, ausreichender Vorschub etc.). Für die Rationsberechnung ist zu beachten, dass durch die Silierung die Stärkebeständigkeit auf 25 % sinkt.

Kontakte

Dipl.-Ing. agr.
Andrea Meyer

Rinderfütterung, Schweinefütterung, Futterberatungsdienst e.V.

 0511 3665-4479

  andrea.meyer~lwk-niedersachsen.de


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