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Geflügelgrippe Herbst 2021: Biosicherheit hat oberste Priorität

Bei der hochpathogenen Aviären Influenza handelt es sich um eine hochansteckende und anzeigepflichtige Viruserkrankung bei Geflügel und anderen Vogelarten. Hohe Tierverluste werden verursacht und die Folge sind immense wirtschaftliche Folgen für alle Geflügelhalter, Schlachtstätten und verarbeitende Industrien.

Pute
 Pute Silke Schierhold
Oberste Priorität hat der Schutz der Nutzgeflügelbestände vor einem Eintrag und der möglichen weiteren Verbreitung des Virus. Es gibt verschiedene Biosicherheitsmaßnahmen die unbedingt konsequent eingehalten werden sollten. Hierzu ist der Geflügelhalter gesetzlich verpflichtet, unabhängig von der Größe des Bestandes. Hierzu gibt es Merkblätter auf Bundes-, Landes - und Landkreisebene. 

Biosicherheit bedeutet, alle Maßnahmen zur Einschleppung von Krankheiten in einen gesunden Tierbestand auf ein Minimum zu reduzieren.

Die wichtigsten Kontrollpunkte werden hier noch einmal aufgelistet:

  • Bestandsregister täglich führen. Vor allem sind die Abgänge pro Tag zu beobachten. Bei unter 100 Tieren liegt der Alarmwert bei 3 verendeten Tieren / Tag; bei über 100 Tieren bei 2% und mehr / Tag.
  • Erhebliche Veränderungen der Legeleistung, Tiergewichte oder Wasser- und Futterverbräuche sind zu beobachten.
  • ist alles, womit die Tiere in Kontakt kommen wildvogelsicher gelagert. Hierzu zählen u.a. Einstreu, Futter, Treibhilfen, Einstreumaschinen, mobile Einrichtungsgegenstände und Beschäftigungsmaterialien
  • Schutzmaßnahmen gegen unbefugten Zutritt
  • persönliche Biosicherheit, wie z.B. betriebseigene Stallkleidung für Mitarbeiter und Besucher und Wasch- und Desinfektionsmöglichkeiten sind zwingend erforderlich. 
  • Durchführung einer nachvollziehbaren, regelmäßigen Schadnagerbekämpfung
  • Lagerung, Reinigung und Desinfektion sowie deren Dokumentation von Falltieren
  • Reinigung und Desinfektion nach jedem Durchgang

Das FLI hat Merkblätter  als Richtlinie herausgegeben. Einen Sicherheitscheck kann über das Modul "Risikoampel" der Uni Vechta anonym durchgeführt werden. Das LAVES Niedersachsen hat ebenfalls ein Merkblatt für Kleinstgeflügelhalter herausgegeben. Zusätzliche weitere Info hat das LAVES hier veröffentlicht. Beim FLI  finden Sie weitere Info zur Aviären Influenza.

Das Aufstallungsgebot von Freilandgeflügel in Niedersachsen greift bereits seit einigen Wochen. Alle Freilandhalter sollten sich daher über die Folgen Gedanken machen, damit die Tiere im geschlossenen Stall keine Unarten entwickeln. Hier könnten z.B. die Legehnnenhalter auf die Erfahrungen aus dem MUD Projekt unter Mitwirkung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen  „Haltung von Legehennen mit intaktem Schnabel“  zurückgreifen.

Online-Seminare zum Thema finden Sie hier.

Kontakte

Silke Schierhold
Silke Schierhold

Beraterin Geflügelhaltung

 0441 801-695

  silke.schierhold~lwk-niedersachsen.de


Dr. Peter Hiller

Fachreferent Tierzucht, Tierhaltung

 0441 801-696

  peter.hiller~lwk-niedersachsen.de


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