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Zwei Jahre Referendariat: Vielfältige Einblicke und praktische Erfahrungen

Mit einem abgeschlossenen Masterstudium kann man sich für das Landwirtschaftsreferendariat bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen bewerben. Es bereitet Referendare auf ihre zukünftigen Aufgaben vor.

Kai Gevers
Kai GeversKai Gevers
Nach meiner landwirtschaftlichen Ausbildung habe ich an der Georg-August-Universität Göttingen Agrarwissenschaften studiert und im Rahmen meiner Masterarbeit das LBZ Echem und somit die LWK Niedersachsen kennengelernt. Nach Abschluss meines Studiums und vor dem Beginn des zweijährigen Referendariats im Oktober 2020 habe ich bereits acht Monate verschiedene Aufgaben bei der Landwirtschaftskammer wahrgenommen.

Vorweg lässt sich sagen: Das Referendariat ist sehr vielfältig und spannend! 
Die zwei Jahre sind in verschiedene Abschnitte untergliedert, die unterschiedliche Zielsetzungen haben und somit vielfältige Einblicke verschaffen. In den ersten drei Monaten wird in der zentralen Verwaltung des gewählten Fachschwerpunkts hospitiert, sodass ich – mit dem Schwerpunkt Nutztierhaltung - am Standort Oldenburg im Unternehmensbereich Tier tätig war. Während dieser Zeit wird auch ein vierwöchiger Verwaltungslehrgang in Bad Münder besucht, in dem u. a. Inhalte zum Verwaltungs- und Staatsrecht vermittelt werden. Verwaltungsrechtliche Grundlagen, das Kennenlernen der Organisation der LWK und die Erledigung von Aufgaben stehen während der ersten Monate im Mittelpunkt.

Bezirksstelle Bremervörde: 14 Monate Hospitation
Dort lernt man die Organisationsstruktur einer Bezirksstelle kennen, beteiligt sich verstärkt an der Beratung von Landwirten, unterrichtet Schüler, begleitet Seminare und unterstützt Kollegen. Neben diesen Arbeiten im eigenen Fachschwerpunkt ist es auch möglich, die Kollegen aus anderen Fachgebieten zu begleiten. So lernt man die Zusammenhänge zwischen Fachdisziplinen besser kennen.

Andere Blickwinkel kennenlernen
Während dieser Zeit sammelt man bei Wahlaufenthalten, z. B. bei den Prüfdiensten, der Bewilligungsstelle, der Düngebehörde, dem LAVES und ausgewählten Fachämtern der Kreisverwaltung, neue Erfahrungen und lernt „mit anderen Augen“ auf einzelne Fragestellungen zu schauen. Durch Fortbildungen zu sehr unterschiedlichen Themen und ersten Prüfungsleistungen wird diese Zeit abgerundet.

Vier Monate Wahlstationen 
sind nach der Bezirksstellenzeit geplant – eine Zeit, die auf mich jetzt zukommt. Hier wird es ermöglicht, in unterschiedliche Institutionen hineinzuschauen, die einem interessant erscheinen und die zu dem Aufgabenspektrum des gewählten Fachschwerpunktes passen. Ich möchte in Unternehmen hospitieren, in denen ich die Themengebiete Tierzucht und Nährstoffmanagement näher betrachten kann. Ergänzend ist ein Aufenthalt im Landwirtschaftsministerium sowie in der Ländervertretung in Brüssel geplant, um die unmittelbare Agrarverwaltung näher kennenzulernen.

Die Herausforderung: Referendariat in Corona-Zeiten
Leider macht die immer noch anhaltende Pandemie die Planung und die Durchführung all dieser Aufenthalte nicht gerade leicht, sodass Kompromisse oder auch Abstriche zu machen sind. Es wird aber von allen Seiten versucht so viel wie möglich umzusetzen, um möglichst viel aus dem Referendariat mitzunehmen.

Die letzten drei Monate: Zentrale Verwaltung in Oldenburg 
Vertiefen von Kenntnissen, vorbereiten und absolvieren der Abschlussprüfungen, aber auch das Begleiten des Tagesgeschäfts sind während der letzten Monate die Hauptaufgaben von uns Referendaren.

Mein persönliches Fazit
Ehrlich gesagt, die Organisation, die häufigen Standortwechsel und der Ablauf des Referendariats im Allgemeinen sind manchmal anstrengend, erfordern eigenes Engagement und sind nicht immer einfach. Trotzdem habe ich in so kurzer Zeit noch nie so viel Verschiedenes kennen gelernt. Daher ist das Referendariat für mich eine sehr positive Erfahrung. Hoffentlich lässt mich die Pandemie meine nächsten Stationen weitgehend ungestört durchlaufen. Ich blicke optimistisch auf die letzten Monate und bin gespannt auf das, was noch kommt.

Kontakte

Kai Gevers
M.Sc. agr.
Kai Gevers

Referendar

0441 34010-195

0152 5478 5416

kai.gevers~lwk-niedersachsen.de

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