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Warum ist der bittere Chicorée so gesund?

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Der Volksmund sagt „Was bitter im Mund, dem Magen gesund“, das trifft auch auf den Chicorée zu, der mit seiner leicht bitteren Note für Frische im Winter sorgt. Er ist sehr gesund und es lohnt sich, seine vielseitige Anwendung in der kalten und warmen Küche zu entdecken.

Chicorées
ChicoréesGriet Kurtz / pixabay.com
Chicorée liefert wenig Kalorien, ist reich an Kalium, Calcium, Folat, Zink und den Vitaminen A, C und B. Besonders macht ihn der Bitterstoffe Lactuocpikrin, der die Verdauung anregt. Der enthaltende Ballaststoff Inulin dient den Darmbakterien als Nahrung (prebiotisch), macht satt und lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen.


Gibt es Chicorée nur im Winter?

Jein – die Hauptsaison ist von Oktober bis März, danach geringes Angebot.

Der Grund ist die Anbauweise: die Samen werden ab April auf dem Feld ausgesät, im Herbst werden die Knollen geerntet und im Kühlhaus gelagert. Dort können sie einige Monate bleiben, bis sie zum eigentlichen Treiben in das dunkle Treibhaus kommen. Nach ca. 24 Tagen können die hellen Sprossen geerntet werden. Die Dunkelheit verhindert, dass die Blätter grün und zu bitter werden.


Tipps

1. Wie verarbeite ich Chicorée in der Küche?

Beschädigte äußere Blätter entfernen und dann den Chicorée unter fließendem Wasser waschen. Den mittleren Strunk keilförmig herausschneiden, wenn dieser sehr bitter ist. Ist der bittere Geschmack störend, können die Blätter fünf Minuten in lauwarmes Wasser gelegt oder etwas Zucker zum Kochwasser geben werden. Die Neuzüchtungen sind nicht mehr ganz so bitter.


2. Muss Chicorée dunkel gelagert werden?

Ja, bei zu viel Licht wird er grün und bitter. Deshalb wird er im Supermarkt meistens in einer Kiste mit Lichtschutzpapier angeboten oder in speziellen Folienbeuteln mit UV-Schutz. Zuhause ebenfalls kühl und dunkel lagern. Im Gemüsefach des Kühlschranks, in ein feuchtes Küchentuch eingeschlagen, hält er sich mindestens eine Woche.


3. Was mache ich aus Chicorée? Schnelle Rezepte

  • Er kann frisch als Salat, gebraten oder im Auflauf verwendet werden.
  • Leicht herber, nussiger Geschmack passt gut zu Salaten mit Früchten (Birnen, Äpfel, Orangen, Mandarinen, Mango) und Nüssen, Honig-Senf-Dressing; kräftiger Käse (Blauschimmel, Ziegen- Schafskäse).
  • Die einzelnen Blätter als „Schiffchen“ verwenden und mit Salat oder Käsecreme füllen.
  • Kleine Streifen mit etwas Öl in der Pfanne anbraten, mit Kräutern würzen, evtl. mit etwas Wasser weiter dünsten.
  • Als Auflauf mit gekochtem Schinken umwickelt, mit Béchamelsoße und Käse überbacken.

 

Rezepte, Direktvermarkter Betriebe und ihre Angebote in Niedersachsen sind unter www.service-vom-hof.de zu finden.

Kontakte

Beate Adolphi
Dipl.oec.troph. (FH)
Beate Adolphi

Beraterin Ernährung, Betreuung von Landfrauenverbänden

05551 6004-240

beate.adolphi~lwk-niedersachsen.de

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