Tagung für das pflanzenbauliche Versuchswesen bringt in Hannover 850 Fachleute zusammen

Wie wichtig das Versuchswesen für die Landwirtschaft ist, betonte LWK-Vizepräsident Manfred Tannen bei der Eröffnung der Tagung am Dienstag: „In Zeiten emotionaler Diskussionen ist eine Rückbesinnung auf die Bedeutung fachlich fundierter Informationen wichtiger denn je.“ So können langjährige Versuche erheblich zur Versachlichung der Diskussionen rund um die Düngegesetzgebung beitragen. „Produktivität und Nachhaltigkeit lassen sich nur dann miteinander vereinbaren, wenn Betriebe auf fundierte Versuchsergebnisse zurückgreifen können.“

Die Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland arbeiten etwa im Pflanzenbau-Versuchswesen, bei Maschinen- und Saatgutherstellern, bei Behörden sowie in Bildungs- und Forschungseinrichtungen. Zentrale Themen auf der diesjährigen Tagung waren Digitalisierung und Datenmanagement sowie Automatisierung. Am zweiten Tag der Tagung standen Erfahrungen mit verschiedenen Techniken im Versuchswesen im Mittelpunkt. Begleitet wird die DLG-Technikertagung zudem von einer kleinen Messe, auf der Hersteller von Versuchstechnik ihre Neuerungen präsentieren. Erstmals wurden die Redebeiträge auf der Tagung live ins Englische übersetzt, um internationalen Besucherinnen und Besuchern einen einfacheren Zugang zu den Inhalten zu verschaffen.
Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen betreibt landesweit elf Feldversuchsstationen, um Pflanzenbau und Pflanzenschutz im Dienste der Landwirtschaft weiterzuentwickeln. Zum hohen Nutzwert des Versuchswesens gehören konkrete Anbau- und Anwendungsempfehlungen, die den Praxisbetrieben wertvolle Hinweise für eine ertragreiche und umweltgerechte Produktion liefern.
Der Wunsch nach der Einrichtung und Förderung eines soliden und unabhängigen Versuchswesens war eine wesentliche Begründung für die Gründung von Landwirtschaftskammern vor rund 126 Jahren.
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