Webcode: 01033201

Wer ist aufzeichnungspflichtig im Rahmen der Düngeverordnung?

Welcher Betrieb ist aufzeichnungspflichtig nach Novellierung der Düngeverordnung? Mit Hilfe der Grafik in diesem Artikel kann überprüft werden, ob ein Betrieb aufzeichnungspflichtig im Sinne der Düngeverordnung (vom 26.05.2017) ist.  

Schema zur Ermittlung ob ein Nährstoffvergleich erforderlich ist
Grundlage § 8 Abs. 6 und § 10, Abs. 1, Satz 4 DüV vom 26.05.2017 (Stand 07.09.2017)

Erläuterungen zum Schema:

  1. Zierpflanzen, Weihnachtsbaum-, Baumschul-, Rebschul-, Strauchbeeren- und Baumobstflächen, nicht im Ertrag stehende Dauerkulturflächen des Wein-und Obstbaus, schnellwachsende Forstgehölze zur energetischen Nutzung, reine Weideflächen ohne N-Düngung wenn max. 100 kg N/ha aus Beweidung anfallen
  2. „Düngung“ heißt aktive Düngung = Nährstoffzufuhr durch Mineraldünger, Gülle, Mist, Kompost etc. Ausbringverluste dürfen dabei nicht berücksichtigt werden. Beweidung ist keine aktive Düngung.
  3. Der N-Anfall aus eigener Viehhaltung ist mit Brutto-Anfall-Werten aus Anlage 1, Tab.1, Spalte 4 DüV zu berechnen, d.h. ohne Abzug von Stall- und Lagerungsverlusten.
  4. Die Aufnahme von Kompost, Klärschlamm, Mineraldünger und sonstigen organischen Düngern ist hier nicht relevant. Ausschlaggebend ist tatsächlich nur die Aufnahme von Wirtschaftsdüngern und/oder von Gärresten.

Betriebe, die gemäß diesem Schema keinen Nährstoffvergleich erstellen müssen, sind zudem von weiteren Aufzeichnungspflichten befreit, dies betrifft:

  • Bodenuntersuchungsergebnisse,
  • N-Mengen im Boden (Nmin-Richtwerte),
  • Nährstoffgehalte der eingesetzten Düngemittel und
  • Düngebedarfsermittlung

Sie können sich das Schema als pdf-Dokument am Ende dieser Seite herunterladen.


Kontakt:
Tim Eiler
Leiter Sachgebiet Düngerecht
Telefon: 0441 801-735
Telefax: 0441 801-440
E-Mail:
Jelko Djuren
Kontrolle Düngerecht
Telefon: 0441 801-775
Telefax: 0441 801-778
E-Mail:


Stand: 15.12.2017