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Dürrehilfsprogramme für die Landwirtschaft 2018

Antragsnahme des Dürrehilfsprogrammes des Landes Niedersachsen und der Hansestadt Bremen zum 30. November 2018 beendet.

Die Dürre 2018 wurde von der Bundesregierung im August 2018 als ein Witterungsereignis von nationalem Ausmaß eingestuft, so dass ein Hilfsprogramm von Bund und Ländern für eine Dürrehilfe geschaffen wurde. Die Eckpunkte für die Dürrehilfe haben Bund und Länder Anfang Oktober gemeinsam ausgehandelt und in einer Verwaltungsvereinbarung festgeschrieben.

Antragsberechtigt sind landwirtschaftliche Betriebe – dazu zählen auch Gärtnereien, Baumschulen etc. (ohne Forst), die ihren Betriebssitz in Niedersachsen oder der Freien Hansestadt Bremen haben.

Wer eine Dürrehilfe in Anspruch nehmen möchte, muss neben der Betroffenheit auch seine eigene Bedürftigkeit anhand verschiedener Kriterien nachweisen. Hintergrund ist, dass die Hilfsgelder nicht mit der „Gießkanne“ verteilt werden sollen. Die Billigkeitsleistung des Staates soll vielmehr dort eingesetzt werden, wo es gilt, eine Existenzgefährdung abzuwenden.

Damit ist die Gewährung einer Billigkeitsleistung im Rahmen der Dürrehilfe von mehreren Faktoren abhängig.

  • Einhaltung der durchschnittlichen Prosperitätsgrenze von 90.000 EUR bei Ledigen, bzw. 120.000 EUR bei Eheleuten oder eingetragenen Lebenspartnerschaften.
  • Nicht mehr als 35 % gewerbliche Einkünfte gemessen an den Gesamteinkünften. Die Berücksichtigung dieser Einschränkung erfolgt ab 70.000 EUR Gesamteinkünfte oder 70.000 EUR gewerbliche Einkünfte.
  • Rückgang der durchschnittlichen Jahreserzeugung aus der Bodenproduktion von mindestens 30%.
  • Ermittelter Schaden in 2018 muss größer als der durchschnittliche Cash-Flow III der drei Referenzjahre sein.
  • Berücksichtigung von kurzfristig verwertbarem Privatvermögen.
  • Die errechnete Billigkeitsleistung muss mindestens 2.500 EUR und kann maximal 500.0000 EUR betragen.

Für die Emittlung der o.a. Punkte werden die Angaben (Bilanz mit Einlagen und Entnahmen, GuV, Enteflächen, Erträge und Leistungen) aus den Buchabschlüssen 2014/2015, 2015/2016 und 2016/2017 sowie die Einkommensteuerbescheide 2014, 2015 und 2016 des Antragstellers, bzw. bei Gesellschaften der Mitgesellschafter benötigt.

Im Rahmen der Antragstellung müssen die Naturalerträge von Acker- und Grünlandflächen der vorgegangenen drei Jahre und des Dürrejahres erfasst werden. Zur Ermittlung eines möglichen Schadens werden die Ertragsangaben mit den Preisen aus den vorangegangenen Jahren und des Dürrejahres herangezogen. Die positive Differenz zwischen den Durchschnittsjahren und dem Dürrejahr stellt den Schaden dar.  Die weitere Berechnung der Billigkeitsleistung ergibt sich aus dem Antrag.

Die eingegangenen Anträge werden nunmehr geprüft und die mögliche Billigkeitsleistung errechnet. Die anschließende Auszahlung der Leistung soll kurzfristig nach Prüfung der Anträge erfolgen.


Kontakt:
Armin Kugler
Beratungsförderung, Qualifizierungsmaßnahmen, Milchquotenregelung, sonstige Förderprogramme
Telefon: 0511 3665-1420
Telefax: 0511 3665-1557
E-Mail:
Karsten Pleuß
Beratungsförderung, Qualifizierungsmaßnahmen, Genetische Vielfalt, sonstige Förderprogramme
Telefon: 0511 3665-1325
Telefax: 0511 3665-1557
E-Mail:


Stand: 04.12.2018



PDF: 30887 - 371.491210938 KB   Dürre 2018 Merkblatt   - 371 KB