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Extremwetterfolgen-Richtlinie 2020

Waldbesitzer erhalten finanzielle Unterstützung bei Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald und für den klimarobusten Waldumbau.


Stürme und extreme Trockenheit haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die Populationen bei den Schadinsekten, vor allem bei Borkenkäfern, stark angestiegen sind. Um die niedersächsischen Waldbesitzer bei vorbeugenden Maßnahmen, bei der Bekämpfung und beim Monitoring sowie bei der Wiederaufforstung zu unterstützen, gewährt das Land Niedersachsen finanzielle Hilfen.

Mit Wirkung von 30. März 2020 ist hierzu die neue Richtlinie über die Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald und für den klimarobusten Waldumbau in Kraft getreten. Aus EU-wettbewerbsrechtlichen Gründen müssen die Zuschüsse als sogenannte De-minimis-Beihilfen ausgewiesen werden.


Antragsberechtigung

Zur Stellung eines Antrags berechtigt sind

  • natürliche Personen und juristische Personen des privaten und öffentlichen Rechts, die forstwirtschaftliche Flächen in Niedersachsen besitzen sowie
  • anerkannte forstwirtschaftliche Zusammenschlüsse.

Was ist förderfähig?

Eine Vielzahl von Maßnahmen, die unmittelbar in Zusammenhang mit der Bewältigung der durch Extremwetterereignisse bedingten Schäden und Folgeschäden stehen, ist förderfähig:

  • Maßnahmen zur sicheren Entnahme von Kalamitäts-Laubholz (Entnahme und Aufarbeitung)
  • Waldschutzmaßnahmen in Nadelholzbeständen (diverse)
  • Maßnahmen zur Wiederaufforstung (Vorarbeiten, Kulturvorbereitung, Kulturbegründung, Nachbesserung, Kulturpflege, Waldrandgestaltung)
  • Ausgaben für die forstfachliche Vorbereitung, Leitung und Koordinierung der Maßnahmen

Zuwendung

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss zur Projektförderung in Form einer Anteilfinanzierung gewährt. Die Fördersätze betragen bis zu 90 % der nachgewiesenen Ausgaben. Die Mehrwertsteuer wird bei der Berechnung der Zuwendung nicht berücksichtigt. 


Antragsverfahren

  • Schriftlicher Antrag mit den jeweils gültigen Formularen
  • Mindestzuwendung je Antrag von 500 bis 2.500 EUR, je nach Maßnahme (Bagatellgrenze)

Antragsabwicklung

Da die Antragsabwicklung über das Forst-Förder-Programm (FFP) erfolgt, ist es ratsam, sich an eine Försterei oder einen forstlichen Dienstleister zu wenden, welcher im Besitz eines Zugangs zum FFP ist. Dort werden Sie auch umfassend über die verschiedenen Fördermöglichkeiten beraten und es besteht die Möglichkeit, die Maßnahmen fachmännisch begleiten und durchführen zu lassen.   

Unter folgendem Link erhalten Sie weitergehende Praxis-Informationen der NW-FVA. u.a. zum Aufstellen von Fangholzhaufen.

Bei Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstlichen Förderung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gerne zur Verfügung.


Kontakt:
Micha Maisenbacher
Forstliche Förderung
Telefon: 0511 3665-1132
Telefax: 0511 3665-1518
E-Mail:
Dr. Philipp Schomaker
Leiter Sachgebiet Forstliche Förderung
Telefon: 0511 3665-1134
Telefax: 0511 3665-1518
E-Mail:


Stand: 03.06.2020



PDF: 33674 - 524.194335938 KB   Extremwetterfolgen-Richtlinie   - 524 KB  
PDF: 29970 - 210.360351562 KB   De-minimis-Erklärung   - 210 KB  
PDF: 29971 - 228.549804688 KB   De-minimis-Erklärung Anlage   - 229 KB  
PDF: 33832 - 315.16796875 KB   Kontaktdaten Regionalstellen   - 315 KB