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Waldschutz: Bekämpfung und Monitoring von Schadinsekten im Wald

Waldbesitzer erhalten finanzielle Unterstützung bei vorbeugenden Maßnahmen, der Bekämpfung und beim Monitoring von Schadinsekten im Wald.


AKTUELL:

In fachlich zu begründenden Fällen können ab sofort bis zum 31. Oktober 2019 neue  Anträge für letzte Waldschutzmaßnahmen im Herbst gestellt werden. Anträge zur Anlage und Behandlung von Fangholzhaufen sind nicht mehr bewilligungsfähig.

Die Durchführung der Maßnahmen muss spätestens am 31.12.2019 abgeschlossen sein. Als Frist für die Vorlage des Verwendungsnachweises gilt für die neuen Anträge dann der 31. Januar 2020. Generell muss mit der Auszahlung dieser Anträge im Jahr 2020 gerechnet werden. Eine Garantie auf Auszahlung in 2019 kann auch für die Fälle nicht gegeben werden, die den Nachweis noch im alten Jahr erbringen.

Der Verwendungsnachweis für bereits bis Ende August bewilligte Anträge muss nach wie vor bis zum 30. September 2019 in den Regionalstellen eingegangen sein. Nur so kann die Auszahlung noch in diesem Jahr realisiert werden, denn eine Übertragung der hierfür bereitgestellten Mittel ins nächste Jahr ist nicht möglich.


 

Stürme und extreme Trockenheit haben in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass die Populationen bei den Schadinsekten, vor allem bei Borkenkäfern, stark angestiegen sind. Um die niedersächsischen Waldbesitzer bei vorbeugenden Maßnahmen, bei der Bekämpfung sowie beim Monitoring zu unterstützen, gewährt das Land Niedersachsen finanzielle Hilfen.

Hierzu ist die Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen zur Bewältigung der durch Extremwetterereignisse verursachten Folgen im Wald, im Weiteren Waldschutz-Richtlinie genannt, in Kraft getreten.

Gemäß Nr. 2.1 der Waldschutz-Richtlinie sind folgende Maßnahmen förderfähig:

  • Bekämpfung von Borkenkäfern durch Anlage von Fangholzhaufen mit Pflanzenschutzmitteln ohne Pheromone (Nr. 2.1.1.1)
  • Bekämpfung von Borkenkäfern durch Anlage von Fangholzhaufen mit Pflanzenschutzmitteln und Pheromonen (Nr. 2.1.1.2)
  • Polterbehandlung (Nr. 2.1.2)
  • Aufarbeitung, Zerkleinerung und Beseitigung von bruttauglichem Restholz auf der Schlagfläche (Nr. 2.1.3)
  • Entrindung von Derbholz (Nr. 2.1.4)
  • Einsatz von geschulten Hilfskräften zum Auffinden und zur Dokumentation von Borkenkäfer-Befallsherden (Nr. 2.1.5)
  • Transport von Holz auf Lagerplätze außerhalb des Waldes (Nr. 2.1.6)
  • Anlage von Holzlagerplätzen (Nr. 2.1.7)

 

Bei Maßnahmen der Nummern 2.1.1 bis 2.1.6 erfolgt die Förderung über Zuwendungspauschalen, bei Nummer 2.1.7 über eine Anteilsfinanzierung der tatsächlich entstandenen und nachgewiesenen Kosten.

Die Höhe der Zuwendung beträgt 80% der zuwendungsfähigen Ausgaben.

Bitte beachten Sie, dass es sich bei der Waldschutz-Richtlinie um De-minimis-relevante Beihilfen handelt.   

 

Da die Antragsabwicklung über das Forst-Förder-Programm (FFP) erfolgt, ist es ratsam, sich an eine Försterei oder einen forstlichen Dienstleister zu wenden, welcher im Besitz eines Zugangs zum FFP ist. Dort werden Sie auch umfassend über die verschiedenen Fördermöglichkeiten beraten und es besteht die Möglichkeit, die Maßnahmen fachmännisch begleiten und durchführen zu lassen.   

Unter folgendem Link erhalten Sie weitergehende Praxis-Informationen der NW-FVA. u.a. zum Aufstellen von Fangholzhaufen.

 

Bei Fragen stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Forstlichen Förderung der Landwirtschaftskammer Niedersachsen gerne zur Verfügung.


Kontakt:
Micha Maisenbacher
Forstliche Förderung
Telefon: 0511 3665-1132
Telefax: 0511 3665-1518
E-Mail:
Dr. Philipp Schomaker
Leiter Sachgebiet Forstliche Förderung
Telefon: 0511 3665-1134
Telefax: 0511 3665-1518
E-Mail:


Stand: 23.10.2019



PDF: 31830 - 112.866210938 KB   Waldschutz-Richtlinie   - 113 KB  
PDF: 29970 - 210.360351562 KB   De-minimis-Erklärung   - 210 KB  
PDF: 29971 - 228.549804688 KB   De-minimis-Erklärung Anlage   - 229 KB