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Meldeprogramme in Niedersachsen

In Niedersachsen gelten bereits seit 2012 Meldepflichten beim Inverkehrbringen / der Abgabe und bei der Übernahme / der Aufnahme von Wirtschaftsdüngern und Stoffen, die als Ausgangsstoff oder Bestandteil Wirtschaftsdünger enthalten.

Zusätzlich hat das Land Niedersachsen 2019 die Einführung elektronischer Meldungen für den Nährstoffvergleich und die Düngebedarfsermittlungen beschlossen. Für die Erfassung der Daten wird von der Landwirtschaftskammer im Auftrag des Landes das entsprechende Programm ENNI kostenlos bereitgestellt.

Meldeprogramm für Wirtschaftsdünger

Die  Niedersächsische Verordnung über Meldepflichten in Bezug auf Wirtschaftsdünger hat 2012 umfassende Meldepflichten bei der Abgabe und Übernahme / Aufnahme von Wirtschaftsdüngern sowie Stoffen die als Ausgangsstoff oder Bestandteil Wirtschaftsdünger erhalten, eingeführt.  

 

ENNI (Elektronische Nährstoffmeldungen Niedersachsen)

Das Land Niedersachsen hat die Einführung elektronischer Meldungen für den Nährstoffvergleich und die Düngebedarfsermittlungen beschlossen. Für die Erfassung der Daten wird von der Landwirtschaftskammer im Auftrag des Landes das entsprechende Programm ENNI kostenlos bereitgestellt. In ENNI hinterlegte Flächen-, Tier- und Meldedaten Wirtschaftsdünger minimieren den Erfassungs­aufwand. Plausibilitäten verhindern Fehler.

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27.11.2020 - ENNI – Bearbeitungsbogen „Kalenderjahr" für das Düngejahr 2021 freigeschaltet

Mit der heutigen ENNI-Programmaktualisierung steht den ENNI-Anwendern der Bearbeitungsbogen für die Düngebedarfsermittlung im Kalenderjahr 2021 zur Verfügung. Damit können nun auch Betriebe, die ihr Düngejahr im Zeitraum 01.01. - 31.12. führen, Düngebedarfsermittlungen zu den Haupt- und Zweitfrüchten sowie den Herbstansaaten 2021 in ENNI berechnen. Die Freischaltung des Bearbeitungsbogens für im Wirtschaftsjahr geführte Düngejahre 2021 (z.B. 01.07.2020 – 30.06.2021) war bereits im Sommer erfolgt.

Die Verwendung von ENNI zu Dokumentationszwecken gem. §§ 3 u. 4 DüV ist somit auch nach Aussetzung der Meldepflicht möglich (s.u. Mitteilung vom 13.11.2020).

Mit der Funktion "Vorjahr übernehmen" können Sie in der Übersicht der Bearbeitungsbögen aller Bezugsjahre ("Düngebedarfe anzeigen/bearbeiten") die Schlagdaten, Bodenuntersuchungsdaten und die vorhergehenden Früchte aus Ihrem alten Düngejahr in den neuen Bogen für das Düngejahr 2021 überspielen. Sollten Sie versehentlich bereits mit der Bearbeitung im Düngejahr 2021 begonnen haben, können Sie die Eingaben für 2021 gegebenenfalls wieder stornieren, um die Übernahme aus dem Vorjahr zu ermöglichen. Anschließend ist eine Angleichung der Vorjahrsschlagdaten an aktuelle GAP-Daten per Schlagabgleich* möglich (Videoanleitung). Alternativ können Sie im Düngejahr 2021 die Flächendaten aus dem GAP-Antrag 2020 einlesen. In diesem Fall müssen allerdings auch die Bodenuntersuchungsergebnisse den Schlägen neu zugeordnet werden. Noch nicht beplante Schläge können im Menüreiter "Schläge" zunächst deaktiviert werden.

Ausdrücklich möchten wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass die Berechnung des Bedarfs der Haupt- und Zweitfrüchte sowie der Herbstansaaten 2021 unter dem Vorbehalt der kommenden düngerechtlichen Verschärfungen auf Grundlage DüV § 13a steht (Stichwort nitrat- und phosphatsensible Gebiete).

Ob ein Schlag im Düngejahr 2021 von düngerechtlichen Einschränkungen  auf Grundlage DüV §13a betroffen sein wird, wie beispielsweise der N-Bedarfsreduzierung um 20%, kann in ENNI zurzeit nicht abgefragt werden. Kulissendaten für nitrat- und phosphatsensible Gebiete sind gegenwärtig nicht in ENNI vorhanden.

Eine Programmintegration der ab 01.01.2021 geltenden Kulissen nitrat- und phosphatsensibler Gebiete in Verbindung mit angepassten Berechnungsregelungen wird in ENNI erfolgen, sobald diese durch das Land Niedersachsen veröffentlicht werden. Eine Neuberechnung der Düngebedarfe 2021 wird dann mit den ggf. bereits vorher vom Anwender erfassten Anbaudaten möglich sein.

Düngebedarfsermittlungen von Früchten, deren Anbau in ein nitrat- oder phosphatsensibles Gebiet fällt, sind nach dem 01.01.2021 zwingend an die Regelungen auf Grundlage DüV § 13a bzw. an die Regelungen der Landesverordnung anzupassen. Ansonsten ist die digitale Ablage oder die Ablage als Papierausdruck des entsprechenden ENNI-reports im Büro des Betriebsleiters zur ordnungsgemäßen Dokumentation der Düngebedarfsermittlung ausreichend.

 *technischer Hinweis: Achten Sie bei der Verwendung der Funktion "Schlagablgleich DBE & GAP" auf die Schlagnummern. ENNI sucht die nach Übernahme der Vorjahrsdaten bereits im Programm vorhandenen Schläge anhand der Schlagnummer in der GAP-Schlagliste. Wurden vor GAP-Antragstellung Schläg mit einer vorläufigen Schlagnummer angelegt, so findet ENNI diese nur dann per Schlagabgleich, wenn zuvor die Schlagnummer an die GAP-Schlagnummer angepasst wird.

 

13.11.2020 - ENNI - zum 31.03.2021 keine Meldepflicht

Die niedersächsische Verordnung über Meldepflichten in Bezug auf Nährstoffvergleiche und Düngebedarf sowie über den gesamtbetrieblichen Düngebedarf (NDüngMeldVO) vom 26.09.2019 regelt, dass der Nährstoffvergleich und die Düngebedarfsermittlung bis zum 31.März des Folgejahres in ENNI zu melden sind.

Mit Änderung der Düngeverordnung (DüV veröffentlicht am 30.04.2020) ist die Pflicht zur Erstellung des Nährstoffvergleichs weggefallen, so dass die NDüngMeldVO anzupassen ist. Diese Anpassung der Verordnung wird erst im Laufe des Jahres 2021 erwartet, so dass es voraussichtlich erst zum 31. März 2022 wieder eine Meldepflicht für die Düngebedarfsermittlung des Düngejahres 2021 (WJ 20/21 bzw. KJ 2021) geben wird.

Im Übergangsjahr gibt es zum Meldetermin 31. März 2021 keine Meldepflicht für die Düngebedarfsermittlung des Düngejahres 2020 (WJ 19/20 bzw. KJ 2020). Eine Nicht-Meldung zu diesem Termin hat keine Rechtsfolgen.

Die Vorgabe gemäß DüV, dass der Düngebedarf vor einer Düngung ermittelt und dokumentiert werden muss, bleibt unabhängig davon bestehen. Hierfür kann ENNI in den Düngejahren 2020 und 2021 auch weiterhin mit den bereits erfassten bzw. hinterlegten betriebsspezifischen Daten auf freiwilliger Basis genutzt werden. Wird eine Düngebedarfsermittlung für das Düngejahr 2021 also bereits jetzt in ENNI erfasst, kann diese vorbehaltlich einer Anpassung der NDüngMeldVO dann zum 31.03.2022 ohne weiteren Aufwand an die Düngebehörde gemeldet werden.

 

13.11.2020 - ENNI-hotline

Nach wie vor kann im Zuge der geltenden Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus auch an der ENNI-hotline 0441 801 660 eine verminderte Erreichbarkeit eintreten. 

Aus diesem Grunde bitten wir Sie, Ihr Anliegen bis auf Weiteres vorwiegend über unsere e-mail-Adresse enni@lwk-niedersachsen.de vorzutragen, da wir hier auch weiterhin eine zügige Bearbeitung gewährleisten können.

 

11.09.2020 - ENNI - neue Funktionen Herbstbedarf berechnen, Schlagabgleich DBE/GAP 2020 und Kennzeichnung von Tauschflächen sowie Fehlerbereinigung

Mit dem heutigen Programmupdate konnten drei neue Funktionen in ENNI freigeschaltet werden.

Die Funktion "Herbstbedarf berechnen" im Menüreiter "Ergebnis / Herbstbedarf ansehen" erlaubt nun die Erstellung einer Düngebedarfsermittlung für den Herbst 2020 in ab Mai 2020 oder später beginnenden Düngejahren (Wirtschaftsjahr 20/21) ohne Eingabe der Hauptfrucht 2021. Dieser ENNI-Ausdruck kann als Aufzeichnung der Herbstbedarfsermittlung digital oder als Papierausdruck im Büro des Betriebsleiters abgelegt werden. Für die Berechnung des Düngebedarfs über das ganze Düngejahr einschließlich Bildung der gesamtbetrieblichen Bedarfssummen bleibt die Hauptfrucht weiterhin eine Pflichteingabe (s. Kurzmitteilung vom 23.07.2020 auf ww.meldeprogramm.de ). Zur Erläuterung der Funktion "Herbstbedarf berechnen" gibt es eine Videoanleitung.

Der "Schlagabgleich DBE & GAP" im Menüreiter "Schläge" ermöglicht eine programmgestützte Anpassung der Schläge an die Schlagdaten aus dem GAP Antrag 2020. Ein Ampelsystem macht kenntlich, ob es bei den in ENNI hinterlegten Schlagdaten Abweichungen gegenüber den GAP-Daten gibt:

- gelbe Ampel: bei Abweichungen können Sie für einzelne Schläge per Klick auf "Details" die Angaben aus dem GAP-Antrag übernehmen

- graue Ampel: Schläge aus dem GAP-Antrag 2020, die in ENNI noch nicht vorhanden sind, können übernommen werden. Hierzu klicken Sie auf das Auswahlfeld "GAP 2020" (in blauer Schrift oberhalb der Schlagliste). Es erscheint in einem neuen Fenster die Schlagliste "GAP 2020" mit einem "Übernehmen"-Knopf an jedem Schlag. Bracheflächen werden nicht gekennzeichnet und müssen auch nicht übernommen werden 

- orange Ampel: das Ampelsystem weist auf Schläge hin, die in ENNI, aber nicht im GAP Antrag vorhanden sind.

Achtung! Die Ampelkennzeichnung dient als Hinweis für den Anwender, stellt allerdings keine Feststellung dar. Entscheidend für die Düngebedarfsermittlung ist die tatsächliche Nutzung bzw. der tatsächliche Bewirtschafter. Haben Sie Neuflächen, die noch nicht im GAP auftauchen, oder Flächen, die 2021 in eine Brachenutzung überführt werden, im GAP 2020 aber noch mit ihrem alten Kulturcode zu finden sind, können Sie die Ampelkennzeichnung dieser Schläge ignorieren.  Zur Erläuterung der Funktion "Schlagabgleich" gibt es eine Videoanleitung

Mit der Funktion "Flächentausch im laufenden Düngejahr" können Betriebe, die beispielsweise im Herbst eines im Kalenderjahr geführten Düngejahrs eine Tauschfläche erhalten, kenntlich machen, dass die auf dieser Fläche beerntete Hauptfrucht (Pflichteingabe) noch im abgebenden Betrieb (Fremdbetrieb) angebaut wurde und der Düngebedarf dieser Kultur somit dem abgebenden Betrieb zuzurechnen war. Ist dies in Ihrem Betrieb der Fall, setzen Sie bitte im Menüreiter Ackerbau oberhalb der Ackerschlagliste bei "Flächentausch im laufenden Düngejahr" ein Häkchen und bei den betroffenen Hauptfrüchten den Schalter in der Spalte "Anbau im Fremdbetrieb" auf "Ja".

Außerdem konnte ein Fehler an der XML-Schnittstelle behoben werden, der bisher verhindert hatte, dass nicht importierbare Schläge manuell neu angelegt werden können. Die manuelle Eingabe über "neuer Schlag" ist in diesen Fällen jetzt möglich.

 

05.08.2020 - ENNI-Kurzanleitungen für das Düngejahr 2021 (Wirtschaftsjahr)

Eine Anleitung zur Erstellung der Düngebedarfsermittlung für die Zweit- und Zwischenfrüchte 2020 im Düngejahr 2021 (Wirtschaftsjahr 20/21) sowie bei Bedarf eine Anleitung zur Umstellung des Betrachtungszeitraums vom Wirtschaftsjahr auf das Kalenderjahr finden Sie im Anhang unseres Artikels ENNI – Rückblick 2019 und Ausblick 2020.

 


 

 

 

 


Kontakt:
Meldeprogramm Wirtschaftsdünger
Telefon: 0441 801-650
Telefax: 0441 801-166
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Stand: 27.11.2020