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Aufzeichnungs- und Meldepflichten gem. DüV und StoffBilV

In diesem Artikel finden Sie eine Übersicht zu den aktuellen Aufzeichnungs- und Meldepflichten gemäß der Düngeverordnung (DüV vom 30.04.2020) und der Stoffstrombilanzverordnung (StoffBilV vom 14.12.2017). 

1) Der Nährstoffvergleich entfällt (ab Kalenderjahr 2020 bzw. WJ 19/20) und ist nicht mehr Bestandteil der Düngerechtsüberprüfung. 


2) Einhaltung der Betriebsobergrenze (170-N-Grenze; §6 (4) DüV)

  • Die Einhaltung der 170 kg N-Grenze wird bei düngerechtlichen Kontrollen landwirtschaftlicher Betriebe weiterhin für die Düngejahre 2019, 2020 und Folgende geprüft.
  • Ermittelt wird die N-Aufbringung mit der durchschnittlich gehaltene Anzahl der Tiere in Verbindung mit deren in der DüV festgelegten N-Ausscheidungswerten je belegtem Platz.
  • Den landwirtschaftlichen Betrieben wird empfohlen bereits zu Jahresbeginn überschlägig die jeweilige N-Menge aus Organik zu berechnen.
  • Die Aufzeichnung/Einhaltung der Betriebsobergrenze muss nicht gemeldet werden.

3) Aufzeichnungs- und Meldepflichten bei der Düngebedarfsermittlung (§ 10 (1) DüV):

Aufzeichnungspflichten

  • Vor der Düngung ist der Stickstoff- und Phosphat-Düngebedarf auf der Einzelfläche zu ermitteln und aufzuzeichnen.
  • Der Stickstoff- und Phosphat-Düngebedarf der Einzelflächen ist bis zum 31.03. des der Düngebedarfsermittlung folgenden Kalenderjahres zu einer jährlichen betrieblichen Gesamtsumme aufzuzeichnen.
  • Zur Dokumentation der Düngebedarfsermittlung (Einzelflächen & jährliche betriebliche Gesamtsumme) steht Ihnen ENNI weiterhin zur Verfügung.
  • Die Aufzeichnungen und Belege sind sieben Jahre aufzubewahren.
  • Wer ist aufzeichnungspflichtig? Das entnehmen Sie bitte unserem Schema Aufzeichnungspflicht DüV.

Meldepflichten

  • Aktuell gibt es keine Meldepflichten für das ENNI System. Die Landesregierung plant jedoch, diese wieder einzuführen. Bitte beachten Sie daher weiter unsere aktuellen Veröffentlichungen dazu.

4) Aufzeichnungspflichten bei der Dokumentation der durchgeführten Düngemaßnahmen (§ 10 (2) DüV):

 


5) Aufzeichnungspflicht gem. §13a (2) DüV (nitratsensible Gebiete)

  • Für Flächen, die in den „nitratsensiblen Gebieten" liegen, ist der ermittelte Stickstoffdüngebedarf bis zum 31. März des laufenden Düngejahres zu einer jährlichen betrieblichen Gesamtsumme zusammenzufassen und aufzuzeichnen. Die Gesamtsumme ist um 20 Prozent zu verringern.

 


6) Aufzeichnungspflicht Stoffstrombilanzverordnung (StoffBilV)  

  • Die jeweiligen Nährstoffzufuhren und Nährstoffabgaben gem. StoffBilV sind spätestens 3 Monate nach der jeweiligen Zufuhr und Abgabe aufzuzeichnen.
  • Spätestens 6 Monate nach Ablauf des Bezugsjahres sind die Ausgangsdaten und Ergebnisse aufzuzeichnen.
  • Die Bewertung (Stickstoff) der Stoffstrombilanz kann erstmals nach drei Jahren Aufzeichnung erfolgen
    • Bezugszeitraum Kalenderjahr erstmalige Bewertung zum 30.06.2021
    • Bezugszeitraum Wirtschaftsjahr erstmalige Bewertung zum 31.12.2021
  • Die Aufzeichnungen und Belege sind sieben Jahre aufzubewahren.
  • Wer ist aufzeichnungspflichtig? Das entnehmen Sie bitte unserem Schema Aufzeichnungspflicht StoffBilV.
  • Die Aufzeichnungen der Stoffstrombilanz müssen nicht gemeldet werden. 

Kontakt:
Düngebehörde
Telefon: 0441 801-750
Telefax: 0441 801-440
E-Mail:


Stand: 11.02.2021