Niedersächsische Gartenakademie

Sachgerechte Düngung

Webcode: 01020161

Warum muss gedüngt werden? Pflanzen entziehen dem Boden Nährstoffe, die sie für das Wachstum benötigen. Diese Nährstoffe müssen dem Boden durch eine Düngung wieder hinzugefügt werden.

Wieviel sollte gedüngt werden?
Ganz gezielt düngen, um die Pflanzen optimal mit Nährstoffen zu versorgen, kann man nur, wenn man drei Größen kennt:

  1. den Nährstoffgehalt des Bodens
  2. die Nährstoffbedürfnisse der Pflanzen
  3. den Nährstoffgehalt der Dünger

Der Nährstoffgehalt des Bodens

Die Nährstoffe, die im Boden vorliegen, werden einerseits von den Pflanzen aufgenommen und andererseits in tiefere Bodenschichten verlagert, ausgewaschen oder an Bodenteilchen festgelegt.
Für eine bevorstehende Düngung ist es jedoch wichtig zu erfahren, wie viele Nährstoffe im Boden für die Pflanzen verfügbar sind. Das erfährt man, indem man eine Bodenprobe nimmt und diese zur Untersuchung bei der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) einschickt.

Entnahme einer Bodenprobe: An verschiedenen Stellen der zu untersuchenden Fläche werden entweder mit einem Bohrstock oder mit einem Spaten 15 bis 20 Einstiche vorgenommen (25 cm tief = spatenstichtief). Nach dem senkrechten Einstich mit dem Spaten wird die Erde ausgehoben.

Mit einem Löffel werden von dem durch den Einstich entstandenen Horizont von unten nach oben zwei bis drei Löffel voll Erde abgekratzt. Diese Erde gibt man in einen sauberen Eimer.
Die 15 bis 20 Einzelproben, die auf diese Weise im Eimer zusammenkommen, werden gut vermischt.
Etwa zwei Hände voll davon werden in einen sauberen Plastikbeutel gefüllt, der gut verschlossen, beschriftet und verpackt zum Untersuchungsamt geschickt wird.

Kennzeichnung der Probe: Zusätzlich zum Boden benötigt das Untersuchungsamt einige Angaben, die in eine Probenbegleitliste eingetragen werden:

  • Bezeichnung der Kultur (Gemüse, Beerenobst, Stauden, Rhododendren, Rasen)
  • Bezeichnung der Folgekulturen, falls diese sich von den Vorkulturen unterscheiden
  • Untersuchungsart A bei Gartenproben, B bei Rasen- oder Kompostproben, C bei Gießwasser
  • besondere Wünsche zur Untersuchung zusätzlicher Nährstoffe
  • Name und Adresse des Einsenders

Zeitpunkt der Probenahme: Am besten nach der Ernte im Herbst, bis vor der Düngung und Bestellung im Frühjahr. Alle drei Jahre sollten der Nährstoffgehalt des Bodens und der pH-Wert untersucht werden.
Ergebnis: Das Untersuchungsergebnis wird dem Bodenprobennehmer/der Bodenprobennehmerin zugeschickt. Bei der Aufstellung der Düngeempfehlung werden die Nährstoffansprüche der angebauten Pflanzen (Gemüse, Stauden, Beerenobst etc.) berücksichtigt. Auch die Nährstoffgehalte der Dünger sind mit verrechnet.

Kalkung: Als Folge von Verwitterungsvorgängen, Anreicherung von Wurzelausscheidungen und durch "sauren Regen" verändert sich der Säurezustand des Bodens. Auch er wird mit untersucht und die benötigte Kalkmenge wird empfohlen.

Die Bodenuntersuchung ist der beste Weg für eine gezielte Düngung im Garten!

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Haben Sie Fragen dazu? Dann rufen Sie uns gerne an. Das kostenlose Gartentelefon ist Montag und Freitag jeweils von 9 - 12 Uhr unter der Telefonnummer 04403 - 98 38 11 besetzt.

Kontakte

Almut Eilers
Dipl.-Ing. Gartenbau (FH)
Almut Eilers

Beraterin Niedersächsische Gartenakademie

04403 9796-25

almut.eilers~lwk-niedersachsen.de


Ursel Kruse

Beraterin Niedersächsische Gartenakademie

04403 9796-38

ursel.kruse~lwk-niedersachsen.de

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