Schildläuse gehören zu den häufigsten Schädlingen an Zimmerpflanzen. Gerne befallen werden wärmeliebende Kulturen wie Orchideen, Ficus und Schefflera. Schildläuse werden in Deckelschildläuse und Napfschildläuse unterschieden.
Deckelschildläuse besitzen einen festen, deckelartigen Schild, der mit dem Körper nicht verbunden und leicht abnehmbar ist, bei Napfschildläusen ist dies nicht der Fall. Bei beiden Gruppen erfolgt die Vermehrung über Eier. Die Dauer der Entwicklung kann je nach Art in wenigen Wochen abgeschlossen sein, so dass viele Generationen pro Jahr entstehen. Während die jungen Larven – die sogenannten Krabbler – beweglich sind, sitzen die erwachsenen Tiere fest an einem Ort.
Wachstumsbeeinträchtigungen entstehen durch den Entzug von Pflanzensaft sowie durch ausgeschiedenen Honigtau (bei Befall mit Napfschildläusen) und nachfolgende Beeinträchtigung der Fotosynthese aufgrund Ansiedlung von Rußtaupilzen. Schildläuse geben zudem giftige Stoffe in die Pflanzen ab. Im Extremfall kommt zum Absterben befallener Pflanzen.
Schildläuse können gesunde Pflanzen befallen, oft sind aber die Pflanzen bereits vorab gestresst. Im Winter bekommen viele Zimmerpflanzen zu wenig Licht und stehen zu warm. Manche Pflanzen sind auch mit Düngern überversorgt. Es entstehen günstige Bedingungen für eine schnelle Vermehrung der Tiere.
Schildläuse sind mit ihren Schilden sehr gut geschützt. Eine Bekämpfung ist daher schwierig und stark befallene Pflanzen sollten entsorgt werden. Einzeln sitzende Schildläuse lassen sich von den Blättern abreiben. Die effektive Verwendung von Nützlingen gestaltet sich gegen Schildläuse bei Zimmerpflanzen eher schwierig. Bei üblichen Zimmertemperaturen hat die Verwendung systemischer Pflanzenschutzmittel einen reduzierenden Effekt. Sollten die Pflanzen jedoch kühl überwintert werden, so ist eine Beseitigung des Befalls eher mit Kontaktmitteln (z. B. Ölpräparate) zu erzielen. Stäbchenpräparaten oder eine Gießapplikationen ermöglichen auch Kombinationen verschiedener Verfahren.
Weitere Informationen zu zugelassenen Pflanzenschutzmitteln finden Sie hier. Zudem bieten die Kolleg*innen vom Pflanzenschutzdienst einen monatlichen Pflanzenschutz-Hinweis für den Haus- und Kleingarten an. Dieser informiert über aktuelle Themen rund um den Pflanzenschutz. Dieser erhalten Sie dann ganz bequem per Email.
Von März bis September können Sie Ihre Fragen zum Pflanzenschutz auch direkt über die Pflanzenschutz-Hotline stellen. Immer dienstags von 10 bis 12 Uhr sind die Kolleg*innen unter der Telefonnr.: 0441 801-789 zu erreichen.
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