Bezirksstelle Hannover

Arbeitskreis: Landwirtschaft im Nebenerwerb

Webcode: 01043146
Stand: 23.12.2025

Informationen zum Arbeitskreis: Landwirtschaft im Nebenerwerb der Bezirksstelle Hannover. 

Der Arbeitskreis besteht bereits seit ca. 5 Jahren. Im Download-Bereich (unten) finden Sie weitere Informationen im Info-Schreiben.

Haben Sie Interesse am Arbeitskreis „Landwirtschaft im Nebenerwerb“, benötigen Sie weitere Informationen oder würden Sie gern bei einem der nächsten Treffen reinschnuppern? Denn melden Sie sich ganz unverbindlich bei Lukas Lange-Daake.


Berichte der letzten Veranstaltungen des Arbeitskreises: Landwirtschaft im Nebenerwerb

18. Dezember 2025: Im Mittelpunkt stand das Thema „Prävention und Einbruchschutz auf landwirtschaftlichen Betrieben“, präsentiert von Bernd Ingelmann von der Polizei Hannover (Tel. 0511-109 1114). Der Referent machte deutlich, wie vielfältig die Schutzgüter auf landwirtschaftlichen Betrieben sind – vom Wohnraum und privaten Lebensbereich über Wirtschaftsgebäude bis hin zu Weiden und Maschinen. Für jeden Bereich sind andere Schutzmaßnahmen erforderlich und sinnvoll.

Besonders hervorgehoben wurde die Bedeutung eines ganzheitlichen Schutzkonzepts, das individuell auf den Betrieb zugeschnitten ist. Ingelmann zeigte auf, wie ein solches Konzept aufgebaut wird und welche Schritte dabei entscheidend sind. Dazu gehören mechanische Sicherungen an Türen und Fenstern, Beleuchtung und Überwachungssysteme zur Abschreckung, organisatorische Maßnahmen wie klare Zugangsregelungen sowie die Sensibilisierung der Betriebsangehörigen für verdächtige Aktivitäten. Bevor in Kameras und andere Technik investiert wird, sollte zunächst ein durchdachtes und sinnvolles Schutzkonzept erstellt werden

Anhand von Beispielen aus der täglichen Polizeiarbeit wurde verdeutlicht, wie Einbrecher vorgehen und welche Schwachstellen sie ausnutzen. Dadurch wurden die Teilnehmenden sensibilisiert und erhielten wertvolle Einblicke, um ihre Betriebe besser zu schützen. Die Veranstaltung bot nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch konkrete Handlungsempfehlungen, die sofort umgesetzt werden können.


30. Mai 2024: Die Gruppe war an diesem Nachmittag im Westen der Region Hannover unterwegs. Als erste Station wurde das Wasserwerk Forst Esloh in Dedensen besichtigt. Das Werk gehört zum Wasserverband Garbsen-Neustadt, welcher noch ein weiteres Werk in Neustadt – Hagen betreibt. Die beiden Wasserwerke versorgen in den Gebieten Neustadt, Wunstorf und Garbsen ca. 31.000 Haushalte mit bestem Trinkwasser. Das Motto lautet: Aus der Region, für die Region.

Forst Esloh wurde Mitte 1960 erbaut und in den Jahren 1994 bis 2001 nach und nach modernisiert. Heute fördern 15 Pumpen im Gewinnungsgebiet das Wasser an die Erdoberfläche. Aufgrund des standortbedingten hohen Härtegrades des Wassers muss dieser im ersten Schritt gesenkt werden. Im weiteren Verlauf wird das Wasser gefiltert. Hierfür wird das Wasser durch verschiedene Kiesschichten gedrückt, bis die gewünschte Reinheit erreicht ist. Interessant ist, dass einige Kiesschichten in den Behältern noch nie getauscht wurden. Sie sind somit seit mehr als 60 Jahren im Einsatz und filtern das Wasser. Gereinigt werden die Schichten durch ein Zurückspülen und Ablassen des Schmutzwassers. Im Wasserspeicher wird das fertige Trinkwasser gelagert und mittels Pumpen in das ca. 900 km lange Rohrnetz eingespeist.

Die trockenen Jahre (2018-2021) waren nicht nur den teilnehmenden Landwirten nachhaltig im Gedächtnis geblieben. Auch im Wasserwerk Forst Esloh musste mit den geringeren Wassermengen gehaushaltet werden.

Nach der hochinteressanten Besichtigung des Wasserwerkes ging es weiter. Als zweite Station wurde der Betrieb von Familie Herwig in Luthe besichtigt. Die Hofstelle im Ortskern besteht seit 1782. Jörg Herwig berichtete über die Geschichte des Hofes und die betrieblichen Veränderungen, die jede Generation auf dem Hof durchlaufen hat. Alle Familienmitglieder gehen einer außerlandwirtschaftlichen Tätigkeit nach, der Betrieb wird im Nebenerwerb geführt. Im Ackerbau setzt der Betrieb auf den Anbau von Getreide, Raps und Mais. Das Grünland wird hauptsächlich als Futtergrundlage für die Mutterkuhherde und deren Nachzucht genutzt. Ebenso wie die Landwirtschaft gehört Vera’s Lädchen zu den Standbeinen der Familie. Die gelernte Floristin Vera Herwig und ihr Team bieten hier „Floristik für alle Anlässe“ an. Neben Sträußen, Blumen, Hochzeitdekoration und Trauerschmuck findet man neue Ideen für Geschenke in den Bereichen Wohnen, Küchen und Garten.

Über die spannenden Besichtigungen und die neuen Eindrücke konnten sich die Teilnehmer im Anschluss in gemütlicher Runde austauschen.

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