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Alle Jahre wieder: Es ist Bärlauchsaison

Auf nährstoffreichen Kalkböden im lichten Schatten von Bäumen da wächst er, der Bärlauch - auch Waldknoblauch genannt - flächig, üppig und großzügig. Er gehört zur Pflanzengattung Allium und ist mit Schnittlauch, Knoblauch und Zwiebel verwandt. 

Bereits im März kommt das erste Grün aus der Erde und zieht Sammler*innen an. Gepflückt werden kann das Wildkraut auf jeden Fall bis zur Blüte. Aber auch danach können die Blätter in der Frühjahrsküche noch verwendet werden. Bärlauch eignet sich z.B. für Kräutersalz, Pesto, Suppen, Dips, Soßen, Quiche, Brot und Brötchen. Das Wildkraut enthält ätherische Öle, Senfölglykoside und Vitamin C. Es wirkt antibakteriell, verdauungsfördernd und regt den Appetit sowie den Stoffwechsel an. 
 

Achtung Verwechslungsgefahr

Bärlauch ist bekannt und beliebt, aber leicht mit den giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen, Herbstzeitlose und/oder Aronstab zu verwechseln.  Bärlauch hat als einzige Pflanze den typischen Knoblauchgeruch und schiebt einzelne Blätter hervor. Die Blätter von Maiglöckchen sind paarweise angeordnet und viel fester als die vom Bärlauch. Die Blätter der Herbstzeitlose sind ohne Stiel und geruchslos. Herbstzeitlose wächst vorranging auf feuchten nährstoffreichen Wiesen in Mittel- und Südeuropa. Der Aronstab hat breitere, oft marmorierte Blätter, die auch an Standorten wachsen können, an denen sich der Bärlauch ausgebreitet hat. Es gilt wirklich nur das zu sammeln, was eindeutig als Bärlauch zu erkennen ist!

Fuchsbandwurm 

Um sich vor der Infektion mit dem kleinen Fuchsbandwurm zu schützen, empfiehlt es sich, den in der freien Natur gesammelten Bärlauch gründlich, am besten heiß zu waschen. Besser ist es noch, das Wildkraut auf mindestens 60 °C zu erhitzen, also in heißen Speisen zu verwenden. Wer Bärlauch im eigenen umzäunten Garten anpflanzt, minimiert das Risiko des Fuchsbandwurmes und schließt die Verwechslungsgefahr mit anderen Pflanzen aus. Einfrieren tötet die Fuschbandwurmeier nicht ab!

Wer keinen Bärlauch in seiner Umgebung sammeln kann oder möchte, nicht über Bärlauch im eigenen Garten verfügt, der bekommt das Wildkraut auch im Geschäft, auf Märkten und/oder in Hofläden mit entsprechendem Beratungsgespräch. Wer Bärlauch direkt beim Erzeuger einkaufen möchte, kann unter www.service-vom-hof.de nachschauen. 

Nutzen Sie die Bärlauchsaison 2021. Probieren Sie das Frühlings-Wildkraut.  

 

Bärlauchsalz

  • 100 g Bärlauch gründlich waschen, abtropfen lassen
  • mit Küchenpapier trockentupfen, Stängel etwas einkürzen
  • mit 500 g grobem Salz im Mixer oder mit dem Pürierstab kleinmixen
  • das Gemisch auf einem mit Backpapier ausgelegen Backblech verteilen
  • bei 60°C 2-3 Stunden trocknen
  • evtl. noch einmal im Mixer/mit Pürierstab zerkleinern
  • eine weitere Stunde auf dem Backblech bei 60°C trocknen
  • in kleine Gläsern abfüllen, verschließen oder gleich verwenden

Kontakt:
Ingelore Borth
Familie und Betrieb, Ernährung
Telefon: 05551 6004-240
Telefax: 05551 6004-160
E-Mail:


Stand: 23.04.2021