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MuD IPB-FG

Demonstrationsbetriebe Integrierter Pflanzenbau im Bereich Freilandgemüsebau, Modellregion Niedersachsen

Beginn: 01.05.2026 / Ende: 30.04.2029

Werkzeuge und ein Eimer stehen in einem großen Salatfeld unter bewölktem Himmel.
Neue und noch nicht ausreichend in der Praxis etablierte Verfahren zur Verbesserung im Freilandgemüsebau sollen in Praxisbetrieben umgesetzt und demonstriert werden.Friederike Wellhausen

Ausgangslage
Der Anbau von Gemüse findet in Niedersachsen überwiegend im Freiland statt. Die Gemüseerzeugung steht mit Blick auf Fragen der Düngung und des Pflanzenschutzes vor großen Herausforderungen. Gleichzeitig sind substantielle Anpassungen notwendig, um sich auf die zunehmenden Auswirkungen des Klimawandels einzustellen. Zusätzlich fordern die Verbraucher/-innen und der Handel eine Gemüseproduktion, bei der die Aspekte Klimaschutz und Umweltschutz einen hohen Stellenwert haben, bei gleichzeitig hohen Qualitätsstandards und einer kontinuierlichen Lieferfähigkeit. Für die Betriebe sind die Herausforderungen in der Umsetzung neuer, nachhaltiger Maßnahmen und Produktionsverfahren aus personeller Sicht und mit Blick auf die finanziellen Ressourcen häufig größer. Oft ist die Betriebsleitung schon voll ausgelastet, zusätzliche Aufgaben sind zeitlich schwierig zu integrieren.

Ziel des Projektes
Auf Praxisbetrieben werden innovative und noch nicht etablierte Ansätze zur integrierten Produktion von Gemüse demonstriert und Möglichkeiten einer Implementierung über den Einzelbetrieb hinaus erarbeitet. Das Projekt bearbeitet konkret die Bereiche Fruchtfolge, Bewässerung, Pflanzenschutz, Pflanzenernährung und Biodiversität in einer integrierten Art und Weise und unterstützt so einen Transformationsprozess des Freilandgemüsebaus, der die Belange der Umwelt und der Gesellschaft hin zu einer nachhaltigeren Produktionsweise berücksichtigt. Ausgehend von betriebsspezifischen Fruchtfolgen wird der Status quo aller fünf Bereiche erfasst und darauf aufbauend werden geeignete Maßnahmen zur Optimierung der integrierten Produktion abgeleitet. Durch die Auswahl der Betriebe mit unterschiedlichen Anbau- und Vermarktungsstrukturen werden dabei unterschiedliche Boden-Klima-Räume und  Kulturen einbezogen sowie die mit den spezifischen Vermarktungswegen verbundenen Anforderungen berücksichtigt.

Projektdurchführung
Das Projekt ist Teil eines Verbundprojektes unter der Gesamtkoordination des Julius Kühn-Institutes. Niedersachsen ist eine Modellregion. Arbeitsschritte und Meilensteine sind:

  • die Bildung eines Netzwerkes ausgehend von am Projekt teilnehmenden Betrieben
  • Erfassung des Status quo auf den Betrieben
  • Maßnahmenauswahl und -umsetzung zur Etablierung bzw. Verbesserung der integrierten Produktion
  • Auswertung umgesetzter Maßnahmen anhand zu bestimmender Indikatoren
  • Wissenstransfer in die Praxis

Kontakt

Dr. Hendrik Führs
Dipl.-Ing. agr.
Dr. Hendrik Führs

Leiter Fachbereich Beratung und Qualitätsmanagement im Gartenbau

hendrik.fuehrs~lwk-niedersachsen.de


Hanna Wildenhues

Hanna Wildenhues

Leiterin Sachgebiet Prozessqualität im Gartenbau

hanna.wildenhues~lwk-niedersachsen.de

Friederike Wellhausen
B.Sc.
Friederike Wellhausen

Beraterin Prozessqualität im Gartenbau

friederike.wellhausen~lwk-niedersachsen.de

Beiträge aus dem Projekt-Blog

27.05.2026

Das MuD „Integrierter Pflanzenbau im Freilandgemüsebau“ möchte gemeinsam mit Gemüsebaubetrieben innovative Maßnahmen des integrierten Pflanzenbaus in der Praxis testen und etablieren.

Interesse? Dann bewerben Sie sich und werden Demonstrationsbetrieb!

Handlungsfelder des integrierten Anbaus
Die Handlungsfelder des Integrierten Pflanzenbaus umfassen viele verschiedene Maßnahmen - Welche für Ihren Betrieb passt untersuchen wir im ProjektFriederike Wellhausen

Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) sucht im Zuge des Modell- und Demonstrationsvorhabens „Integrierter Pflanzenbau im Freilandgemüsebau“ (MuD IPB FG) nach motivierten Gemüsebaubetrieben in Niedersachsen, die Interesse haben verschiedene Maßnahmen des integrierten Pflanzenbaus in der Praxis zu erproben, weiterzuentwickeln und für BerufskollegInnen zu demonstrieren.

Rahmenbedingungen:

  • Sie bewirtschaften einen Gemüsebaubetrieb in Niedersachsen (idealerweise 100 km Umkreis Hannover) und haben Interesse, innovative Maßnahmen des integrierten Pflanzenbaus auf Ihrem Betrieb zu testen und Ihre Erfahrungen mit anderen zu teilen
  • Wir erarbeiten mit Ihnen gemeinsam die für Ihren Betrieb passenden Maßnahmen und begleiten Sie von der Planung über die Umsetzung bis zur Auswertung
  • Wir erarbeiten die Vor und Nachteile der jeweiligen Maßnahmen und prüfen, welche Synergien aber auch Zielkonflikte sich bei der Kombination von Maßnahmen ergeben
  • Innerhalb der teilnehmenden Betriebe wird ein enges Netzwerk zum Erfahrungsaustausch aufgebaut
  • Über Veranstaltungen wie Feldtage, Seminare o.ä. werden die Praxiserfahrungen über das Netzwerk hinaus an andere interessierte BetriebsleiterInnen weitergegeben
  • Für teilnehmende Demonstrationsbetriebe ist eine anteilige Förderung vorhabenbezogener Investitionskosten möglich
    InRow-Hacke in Kohlrabi
    Alternative Unkrautbekämpfung mittels Inrow Hacke als eine mögliche Maßnahme, die im Projekt getestet wirdSvenja Waldmann-Mahilrasah

Bei Interesse melden Sie sich bei Friederike Wellhausen (Regionalkoordination Modellregion Niedersachsen).

Bis zum 17.07.2026 muss die formlose Interessensbekundung bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) eingereicht werden.

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben wird vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert und läuft von Mai 2026 bis April 2029. Die LWK betreut im Rahmen des Projektes eine von vier Modellregionen in Deutschland. Die Gesamtprojektkoordination obliegt dem Julius Kühn-Institut, Institut für Pflanzenschutz in Gartenbau und urbanem Grün.