Bezirksstelle Northeim

Fachlicher Austausch in besonderem Ambiente auf dem Rittergut Düendorf

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Am 19. Mai 2026 traf sich der Arbeitskreis der Pensionspferdehalter*innen der Bezirksstellen Northeim und Hannover auf dem Rittergut Düendorf bei der Familie ToFahrn. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, sich über aktuelle Themen der Pferdehaltung auszutauschen und wertvolle Anregungen für die betriebliche Praxis mitzunehmen.

Ein besonderer Programmpunkt war der Fachvortrag der Rechtsanwältin Frau Runge, die sich dem gewünschten Thema Einstellerverträge widmete. Dabei wurden wichtige rechtliche Aspekte rund um die Gestaltung von Verträgen zwischen Pferdehaltern und Einstellern beleuchtet. Im Fokus standen insbesondere die Pflichten der Vertragsparteien. Während die Hauptpflicht des Stallbetreibers in der ordnungsgemäßen Unterbringung und Versorgung des Pferdes liegt – hierzu zählen beispielsweise die Sicherung der Anlage sowie regelmäßige Gesundheitskontrollen des Tieres –, ist der Einsteller zur Zahlung des vereinbarten Entgelts verpflichtet. Ein weiterer Schwerpunkt waren Haftungsfragen bei Schäden an Pferden, Personen oder Sachen. Darüber hinaus erläuterte Frau Runge das Pfandrecht des Stallbetreibers und dessen Bedeutung zur Absicherung offener Forderungen. Dabei machte sie deutlich, dass ein gesetzliches Pfandrecht nicht automatisch besteht, sondern ausdrücklich vertraglich vereinbart werden muss. Die Teilnehmerinnen erhielten zahlreiche praxisnahe Hinweise für die rechtssichere Gestaltung von Einstellerverträgen. Der Vortrag bot wertvolle Anregungen für die eigene Betriebsführung und mündete in eine lebhafte Diskussion mit regem fachlichem Austausch.

Treffen Ak Pensionspferde
Treffen Ak PensionspferdeAlexandra Menn
Im Anschluss erhielten die Gäste bei einem Betriebsrundgang interessante Einblicke in die Strukturen und Abläufe des Ritterguts Düendorf. Die Vorstellung des Betriebskonzeptes sowie der Austausch über praktische Erfahrungen standen dabei im Mittelpunkt. Besonderes Interesse galt der gelungenen Nutzung und Umgestaltung vorhandener Altgebäude, die heute sinnvoll in das Gesamtkonzept des Betriebes integriert sind. Dabei wurde aufgezeigt, wie historische Bausubstanz erhalten und gleichzeitig an die Anforderungen einer modernen Pferdehaltung angepasst werden kann. Hervorzuheben war zudem die große Offenheit der Familie ToFahrn gegenüber Anregungen und Verbesserungsvorschlägen aus dem Teilnehmerkreis, wodurch ein konstruktiver und fachlich wertvoller Austausch entstand. Die vielfältigen Eindrücke wurden von den Teilnehmerinnen mit großem Interesse aufgenommen und als wertvolle Anregungen für den eigenen Betrieb mitgenommen.

Neben dem fachlichen Programm kam auch das persönliche Miteinander nicht zu kurz. In der besonderen Atmosphäre des hofeigenen Parks bot sich ausreichend Gelegenheit für Gespräche und den Erfahrungsaustausch unter den Stallbetreibern. Bei einem gemeinsamen Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen stand einem gemütlichen Beisammensein nichts im Wege.

Das Arbeitskreistreffen zeigte erneut, wie wertvoll der persönliche Austausch innerhalb der Branche ist.

Für den diesjährigen Arbeitskreis folgt ein dritter Termin am 20.10.2026. Interessierte können sich gern bei Alexandra Menn melden. Der Arbeitskreis würde sich sehr über weiteren Zuwachs freuen.