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Ergebnisse der Landessortenversuche Öko-Wintertriticale 2026

Webcode: 01043251
Stand: 01.09.2026

Die Ergebnisse der Öko-Landessortenversuche Wintertriticale 2026 liegen vor - sie bilden die Grundlage für die aktuelle Sortenbewertung. Der Sortenbericht gibt einen Überblick über die Ertrags- und Qualitätsleistungen der geprüften Sorten und leitet daraus Empfehlungen für den ökologischen Anbau ab.

Nahaufnahme eines reifen Weizenfeldes unter klarem blauem Himmel.
Öko-Wintertriticale - © Markus MückeMarkus Mücke

Bedeutung von Wintertriticale im Ökolandbau

Wintertriticale ist ein typisches Futtergetreide und zeichnet sich durch eine hohe Anpassungs-fähigkeit an unterschiedliche Standortbedingungen aus. Sie kann sowohl auf leichteren Sand-standorten als auch auf lehmigeren Böden erfolgreich angebaut werden und überzeugt häufig durch stabile Ertragsleistungen. Gleichzeitig verfügt Wintertriticale über eine ausgeprägte Kon-kurrenzkraft gegenüber Beikräutern, was sie insbesondere in Fruchtfolgen mit erhöhtem Bei-krautdruck interessant macht.
Neben hohen Kornerträgen erreicht Wintertriticale häufig vergleichsweise hohe Rohproteinge-halte. Die Verwertung erfolgt überwiegend im eigenen viehhaltenden Betrieb, über Futter-mischwerke oder im Rahmen von Futter-Mist-Kooperationen.

Ergebnisse der Landessortenversiche Öko-Wintertriticale

Die Erträge der Landessortenversuche Öko-Wintertriticale fallen in diesem Jahr überwiegend erfreulich aus. Auch aus der Praxis werden vielfach gute Ergebnisse gemeldet. Die regionalen Unterschiede sind aufgrund der Trockenheit im Frühjahr und der Hitzeperioden im Juni jedoch teilweise erheblich.
Gute Aussaatbedingungen im Herbst 2025 sowie eine milde Vorwinterentwicklung legten die Grundlage für gut entwickelte Bestände. Das Frühjahr verlief zunächst kühl und vergleichs-weise trocken, wodurch die Entwicklung zeitweise verzögert wurde. Mit zunehmenden Nieder-schlägen ab Mai verbesserten sich die Wachstumsbedingungen deutlich. Blattkrankheiten spielten nur eine geringe Rolle. Nur an vereinzelten Versuchsstandorten trat leichter bis mitt-lerer Mehltaubefall auf.
Die wiederkehrenden Hitzephasen im Juni mit Temperaturen bis nahe 40 °C weckten zwi-schenzeitlich Sorgen um die Ertragsbildung. Diese Befürchtungen bestätigten sich jedoch überwiegend nicht. Die Wintertriticale erzielte sowohl in den Landessortenversuchen als auch in vielen Praxisbeständen gute bis sehr gute Erträge.

Alle relevanten Infos in unserem Sortenbericht

  • Aktuelle Empfehlungen und alle Ergebnisse zu Erträgen und Qualitäten finden Sie in unserem Sortenbericht.
  • Eine Aussaatstärken- und Saatzeitübersicht für die wesentlichen Kulturen finden Sie unter www.lwk-niedersachsen.de (Webcode: 01036579) sowie untenstehend als Anlage.
  • Ergebnisse zu weiteren Öko-Versuchen sowie Versuchsergebnisse zurückliegender Jahre finden Sie unter https://www.isip.de/.

Bei Wintertriticale ist Saatgut nur aus ökologischer Erzeugung zulässig!

Zu beachten ist, dass Wintertriticale beim Saatgutbezug der Kategorie I unterliegt. Das bedeutet, dass für den Anbau von Triticale nur noch ökologisch vermehrtes Saatgut verwendet werden darf. Es wird grundsätzlich keine Ausnahmegenehmigungen zur Verwendung von konventionell, erzeugtem ungebeizten Saatgut gemäß Art. 45 (5) der VO (EG) 889/2008 oder eine allgemeine Genehmigung gemäß Art. 45 (8) der VO (EG) 889/2008 erteilt. Einen guten Überblick über das bundesdeutsche Gesamtangebot erhält man schnell und tagesaktuell im Internet. Unter http://www.organicxseeds.de/ sind alle ökologisch erzeugten, vertriebsberechtigten Saatgutpartien sortenspezifisch aufgelistet.