Wir bieten Lösungen - regional & praxisnah!

KI begeistert, auch wenn ein mulmiges Gefühl bleibt

Webcode: 01045159

Generative KI hat in erstaunlich kurzer Zeit den Sprung vom Experiment zum Helfer geschafft. Sie erleichtert Recherche, beschleunigt Arbeitsprozesse und bringt ganz neue kreative Möglichkeiten. Für viele ist sie längst nicht mehr wegzudenken. Gleichzeitig zeigt die aktuelle Untersuchung des TÜV-Verbandes, dass mit der wachsenden Nutzung auch Fragen nach Sicherheit, Vertrauen und klaren Regeln lauter werden.

 

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeit im Agrarbüro
Künstliche Intelligenz ist in vielen Bereichen angekommen.MOMO36H10 HH / pixabay.com
Wir haben 10 Kernpunkte zusammengefasst.

  1. Generative KI ist kein Zukunftsthema mehr, sie ist angekommen.
    65 Prozent der Menschen in Deutschland haben bereits generative KI genutzt oder nutzen sie aktiv. 2023 waren es erst 37 Prozent, der Sprung ist also massiv.
  2. Junge Menschen sind fast vollständig KI-Nutzer.
    In der Altersgruppe 16–29 Jahre greifen 91 Prozent auf Tools wie ChatGPT, Gemini oder Copilot zurück und setzen sie regelmäßig im Alltag ein.
  3. ChatGPT dominiert, aber die Konkurrenz holt auf.
    ChatGPT ist mit 85 Prozent Nutzungsanteil klar führend, doch auch Google Gemini (33 Prozent), Microsoft Copilot (26 Prozent) und DeepL (20 Prozent) sind auf dem Vormarsch.
  4. KI wird vor allem für Recherche und Texte genutzt.
    Hauptanwendungen sind Informationssuche (72 Prozent), Textarbeiten (43 Prozent), kreative Ideenfindung (38 Prozent) und Übersetzungen (34 Prozent), also typische Wissens- und Schreibaufgaben.
  5. Produktivität und Lernen sind die zentralen Motive.
    Je 61 Prozent wollen mit KI produktiver arbeiten oder lernen und sich weiterbilden. 54 Prozent nutzen sie, um Routineaufgaben zu vereinfachen.
  6. KI wird überwiegend als nüchternes Werkzeug gesehen.
    80 Prozent betrachten generative KI vor allem als "Maschine" ohne emotionale Bindung; 27 Prozent empfinden sie als eine Art „Coach“, 6 Prozent als „Freund“.
  7. Sicherheitsbewusstsein und Verhalten klaffen auseinander.
    Jede achte Person (13 Prozent) hat bereits persönliche Daten wie Adressen oder sogar Passwörter in KI-Systeme eingegeben, obwohl 50 Prozent große Sorgen vor Datenmissbrauch äußern.
  8. In Unternehmen fehlen klare KI-Regeln.
    Mehr als jeder Zweite berichtet, dass es in seinem Unternehmen keine Vorgaben oder Verbote zur Nutzung generativer KI gibt.
  9. Deepfakes und KI-Inhalte untergraben Vertrauen.
    Jeder Zweite hat schon mal KI-generierte Inhalte für echt gehalten. 91 Prozent sehen es als zunehmend schwierig, echte und manipulierte Inhalte zu unterscheiden. 83 Prozent erwarten mehr Desinformation.
  10. Großer Wunsch nach Regulierung, aber wenig Wissen darüber.
    Nur 32 Prozent haben überhaupt vom EU AI Act gehört, gleichzeitig wünschen sich 83 Prozent eine Regulierung von KI. 89 Prozent fordern eine klare Kennzeichnung von KI-Inhalten und 80 Prozent plädieren für verpflichtende Prüfungen durch unabhängige Stellen wie den TÜV.

 

Die TÜV-Studie zeigt ein klares Bild: Generative KI hat den Schritt vom Trend zum festen Bestandteil des Alltags geschafft. Immer mehr Menschen nutzen die Technologie für Arbeit, Lernen und Organisation. Gleichzeitig wird deutlich, dass mit der wachsenden Verbreitung auch der Bedarf an Orientierung und Kompetenzen steigt.

Unterm Strich überwiegt jedoch die positive Perspektive: KI eröffnet große Chancen. Je besser Wissen, Sicherheit und Anwendungskompetenz zusammenwachsen, desto größer wird ihr Nutzen.