Bessere Qualitäten erzielen bessere Preise – und manchmal sogar Spitzenerlöse: Bei der Submission der Nord-West-Holz eG (NWH) im Ortsteil Ohrbeck der Gemeinde Hasbergen wurden Ende Februar rund 785 Festmeter Stammholz versteigert, vor allem die Eiche konnte stark im Preis zulegen.
Auf dem Holzlagerplatz des Kreisforstverbandes Osnabrück blieb die angelieferte Holzmenge aus dem Privatwald in der Region Weser-Ems im Vergleich zum Vorjahr konstant, 2025 wartete mit knapp 800 Festmetern ein nur geringfügig höheres Angebot auf die Bieter.

Die wiederum konnten sich über eine Neuerung freuen: „Wir nutzen nun eine digitale Plattform, die den bisherigen Katalog der Submission in Papierform ersetzt. Zu den angelieferten Stämmen lassen sich dort alle erforderlichen Informationen finden, außerdem auch Bilder“, berichtet Andreas Wiemer, Holzkoordinator im Forstamt Weser-Ems der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen. Der Forstmann hat die Wertholzversteigerung gemeinem mit NWH-Geschäftsführer Jörg Görlich und seinem Team organisiert.
Auffällig wird die Änderung sogar direkt auf dem Platz: Jeder Stamm hat nun nicht nur ein individuelles Nummernplättchen aus der jeweiligen Bezirksförsterei, sondern eine weitere gelbe Plakette mit einem QR-Code und einer Losnummer. „Mit dem Smartphone oder Tablet lässt sich der Code ganz einfach scannen und alle wesentlichen Informationen wie Volumen oder Stammlänge abrufen“, erklärt Jörg Görlich. Mit dem nunmehr ersten digitalen Durchlauf sind Görlich und Wiemer zufrieden, sehen aber grundsätzlich auch ein wenig Verbesserungsbedarf.
Den Spitzenpreis erzielte in diesem Jahr ein Eichenstamm aus der Forstbetriebsgemeinschaft Wittlage-West im Raums Osnabrück: Für 1.470,00 Euro pro Festmeter erhielt ein polnischer Furnierhersteller den Zuschlag, insgesamt brachte der 5,05 Festmeter starke Stamm einen Erlös von 7.423 Euro. „Das ist ein tolles Ergebnis und zeigt, dass wir auch im Privatwald in der Region Weser-Ems durchaus über Wertholz verfügen“, macht Dr. Florian Stockmann, Leiter des Forstamtes Weser-Ems mit Sitz in Osnabrück, deutlich.
Neben der Eiche finden stets auch weitere Holzarten ihren Weg auf den Holzlagerplatz nach Ohrbeck: Mit etwa 206 Festmetern ist nach der Eiche vor allem Esche von Bedeutung, der Durchschnittserlös pro Festmeter lag hier bei 230,00 Euro – eine Steigerung im Vergleich zu 2025 um 5,00 Euro. „Wir profitieren bei unserer Submission von einer nationalen wie internationalen Käuferschaft, 2026 gab es insgesamt 19 Bieter. Darunter finden sich Furnierwerke, aber auch kleinere Tischlereien“, ergänzt Jörg Görlich. In den kommenden Wochen werden die erfolgreich zugeschlagenen Stämme nun von den Käufern abgefahren, lediglich rund 10 Festmeter wurden nicht beboten und gehen in den Nachverkauf.












