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Digitale Holzversteigerung: Rekorderlöse für Eichenstämme

Webcode: 01045233
Stand: 18.03.2026

Bessere Qualitäten erzielen bessere Preise – und manchmal sogar Spitzenerlöse: Bei der Submission der Nord-West-Holz eG (NWH) im Ortsteil Ohrbeck der Gemeinde Hasbergen wurden Ende Februar rund 785 Festmeter Stammholz versteigert, vor allem die Eiche konnte stark im Preis zulegen. 

Auf dem Holzlagerplatz des Kreisforstverbandes Osnabrück blieb die angelieferte Holzmenge aus dem Privatwald in der Region Weser-Ems im Vergleich zum Vorjahr konstant, 2025 wartete mit knapp 800 Festmetern ein nur geringfügig höheres Angebot auf die Bieter.

Insgesamt 785 Festmeter wurden auf dem Holzlagerplatz des Kreisforstverbandes Osnabrück in Ohrbeck angeboten, davon allein 531 Festmeter Eiche.
Insgesamt 785 Festmeter wurden auf dem Holzlagerplatz des Kreisforstverbandes Osnabrück in Ohrbeck angeboten, davon allein 531 Festmeter Eiche.Carl Hesebeck

Die wiederum konnten sich über eine Neuerung freuen: „Wir nutzen nun eine digitale Plattform, die den bisherigen Katalog der Submission in Papierform ersetzt. Zu den angelieferten Stämmen lassen sich dort alle erforderlichen Informationen finden, außerdem auch Bilder“, berichtet Andreas Wiemer, Holzkoordinator im Forstamt Weser-Ems der Landwirtschaftskammer (LWK) Niedersachsen. Der Forstmann hat die Wertholzversteigerung gemeinem mit NWH-Geschäftsführer Jörg Görlich und seinem Team organisiert.

Auffällig wird die Änderung sogar direkt auf dem Platz: Jeder Stamm hat nun nicht nur ein individuelles Nummernplättchen aus der jeweiligen Bezirksförsterei, sondern eine weitere gelbe Plakette mit einem QR-Code und einer Losnummer. „Mit dem Smartphone oder Tablet lässt sich der Code ganz einfach scannen und alle wesentlichen Informationen wie Volumen oder Stammlänge abrufen“, erklärt Jörg Görlich. Mit dem nunmehr ersten digitalen Durchlauf sind Görlich und Wiemer zufrieden, sehen aber grundsätzlich auch ein wenig Verbesserungsbedarf.  

Die Submission in Osnabrück wird digital: Über einen QR-Code an der Stirnfläche lassen sich direkt alle Infos zum jeweiligen Stamm aufrufen.
Die Submission in Osnabrück wird digital: Über einen QR-Code an der Stirnfläche lassen sich direkt alle Infos zum jeweiligen Stamm aufrufen.Carl Hesebeck
Dem Ergebnis der diesjährigen Submission tut das keinen Abbruch, im Gegenteil: Der Durchschnittserlös über alle Baumarten liegt bei 539,00 Euro pro Festmeter, ein Jahr zuvor waren es 483,00 Euro pro Festmeter. „Mit dieser Steigerung um immerhin 50,00 Euro sind wir sehr zufrieden. Bei der Eiche fällt sie sogar noch deutlicher aus, hier liegt der Durchschnittserlös pro Festmeter nun bei 686,00 Euro“, berichtet Jörg Görlich. Das entspricht im Vergleich zur vorherigen Submission einer Steigerung um fast 120,00 Euro. „Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass wir die Qualität auf dem Holzlagerplatz weiter steigern konnten. Gute Qualitäten werden weiterhin mit guten bis sehr guten Preisen honoriert“, konstatiert Holzkoordinator Andreas Wiemer. Insgesamt wurden 558 Festmeter Eiche angeboten. 

Den Spitzenpreis erzielte in diesem Jahr ein Eichenstamm aus der Forstbetriebsgemeinschaft Wittlage-West im Raums Osnabrück: Für 1.470,00 Euro pro Festmeter erhielt ein polnischer Furnierhersteller den Zuschlag, insgesamt brachte der 5,05 Festmeter starke Stamm einen Erlös von 7.423 Euro. „Das ist ein tolles Ergebnis und zeigt, dass wir auch im Privatwald in der Region Weser-Ems durchaus über Wertholz verfügen“, macht Dr. Florian Stockmann, Leiter des Forstamtes Weser-Ems mit Sitz in Osnabrück, deutlich.

Jörg Görlich, Geschäftsführer der Nord-West-Holz eG (links), und Andreas Wiemer, Holzkoordinator im Forstamt Weser-Ems, vor der 'Braut' der Submission: Die Die Eiche mit stolzen 5,05 Festmeter erzielte einen Preis von 1.470,00 Euro pro Festmester und stam
Jörg Görlich, Geschäftsführer der Nord-West-Holz eG (links), und Andreas Wiemer, Holzkoordinator im Forstamt Weser-Ems, vor der Braut der Submission: Die Die Eiche mit stolzen 5,05 Festmeter erzielte einen Preis von 1.470,00 Euro pro Festmester und stamCarl Hesebeck

Neben der Eiche finden stets auch weitere Holzarten ihren Weg auf den Holzlagerplatz nach Ohrbeck: Mit etwa 206 Festmetern ist nach der Eiche vor allem Esche von Bedeutung, der Durchschnittserlös pro Festmeter lag hier bei 230,00 Euro – eine Steigerung im Vergleich zu 2025 um 5,00 Euro. „Wir profitieren bei unserer Submission von einer nationalen wie internationalen Käuferschaft, 2026 gab es insgesamt 19 Bieter. Darunter finden sich Furnierwerke, aber auch kleinere Tischlereien“, ergänzt Jörg Görlich. In den kommenden Wochen werden die erfolgreich zugeschlagenen Stämme nun von den Käufern abgefahren, lediglich rund 10 Festmeter wurden nicht beboten und gehen in den Nachverkauf.