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Wasserkefir: Was steckt hinter dem fermentierten Getränk?

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Leicht sprudelnd, selbst gemacht und „fermentiert“ – Wasserkefir erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Vor allem auf den sozialen Medien wie Instagram oder TikTok wird das Getränk häufig thematisiert. Doch was macht dieses Getränk eigentlich aus? Der folgende Beitrag gibt einen Überblick und zeigt, was die Wissenschaft heute über Wasserkefir weiß – und wo die Grenzen liegen.

Wasserkefir
WasserkefirMihailo Jovicevic / pexels.com
Wasserkefir- Was ist das überhaupt?

Wenn man den Begriff: „Kefir“ hört, denkt man sofort an das Milchgetränk, welches wir in jedem Supermarkt finden. Seit einiger Zeit ist auch immer mehr von Wasserkefir die Rede – Doch was ist das überhaupt?

Wasserkefir ist ein leicht sprudelndes, fermentiertes Getränk, das aus Wasser, Zucker und sogenannten Wasserkefirkristallen hergestellt wird. In den letzten Jahren wird das Getränk zunehmend als Alternative zu Limonaden wahrgenommen.

Wasserkefir entsteht durch die Fermentation einer Zuckerlösung mithilfe von sogenannten Kefirkristallen. Diese bestehen aus verschiedenen Milchsäurebakterien, Essigsäurebakterien und Hefen. Während der Fermentation bauen diese Mikroorganismen Zucker ab und bilden dabei unter anderem organische Säuren (z. B. Milchsäure), Kohlendioxid (Kohlensäure) und geringe Mengen Alkohol.

Die Zusammensetzung des Kefirs hängt sehr stark von der Herstellung ab und wird durch den Zuckergehalt, die Temperatur und Fermentationsdauer bestimmt.

Wasserkefir gehört zu den traditionellen fermentierten Lebensmitteln, die in verschiedenen Kulturen seit langem hergestellt werden. Die Fermentation ist eine bewährte Methode zur Haltbarmachung und Geschmacksentwicklung.

 

Mögliche gesundheitliche Vorteile

Fermentierte Lebensmittel und das Darmmikrobiom

Studien betonen, dass fermentierte Lebensmittel und die enthaltenen Milchsäurebakterien einen positiven Einfluss auf das Darmmikrobiom haben. Was heißt das konkret? Fermentierte Lebensmittel können lebende Bakterien enthalten, die unsere Darmflora stärken. Dies kann wiederum positive Auswirkungen auf unser Immunsystem haben und unsere Verdauung verbessern.

 

Zucker

Wasserkefir wird häufig als Ersatz für Limonaden oder andere Erfrischungsgetränke genutzt. Je nach Fermentationsgrad ist ein Restzucker enthalten, der jedoch oft deutlich geringer ist als bei herkömmlichen Limonaden. Durch seinen leicht säuerlichen Geschmack und die natürliche Kohlensäure ist der Wasserkefir ein geeignetes Erfrischungsgetränk, vor allem an heißen Tagen. Durch verschiedene Früchte, Kräuter oder Säfte kann das Getränk beliebig aromatisiert werden. Dadurch entstehen sehr unterschiedliche Geschmacksrichtungen.

 

Bewusster Umgang mit Lebensmitteln

Die Herstellung von Wasserkefir – insbesondere im häuslichen Umfeld – erfordert Aufmerksamkeit im Hinblick auf Hygiene, Zutaten und Zubereitung. Dadurch kann der bewusste Umgang mit Lebensmitteln gestärkt werden und das Verständnis für Lebensmittelverarbeitung fördern. Verbraucherzentrierte Fachstellen wie das Bundeszentrum für Ernährung weisen darauf hin, dass bei der häuslichen Herstellung fermentierter Getränke strenge Hygieneregeln einzuhalten sind, um Fehlgärungen oder unerwünschte Keime zu vermeiden.

 

Alternative zum Milchkefir

Im Gegensatz zu dem bekanntem Milchkefir ist Wasserkefir milch- und laktosefrei. Dies macht ihn für Menschen interessant, die eine Unverträglichkeit haben oder sich ausschließlich von pflanzlichen Lebensmitteln ernähren möchten.

 

Grenzen

Man muss beachten, dass nicht jedes fermentierte Lebensmittel die Kriterien eines Probiotikums erfüllt. Ein Probiotikum ist ein Lebensmittel oder Mittel mit lebenden Mikroorganismen, die in ausreichender Menge enthalten sind und nachweislich einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben. Da Wasserkefir oft selbst hergestellt wird, kann er durchaus eine ausreichende Menge lebender Mikroorganismen enthalten. Da diese aber stark variieren können, ist eine gesicherte gesundheitliche Bewertung schwierig.

Zudem muss der Alkoholgehalt berücksichtigt werden. Genau wie beim Milchkefir entsteht infolge der Fermentation ein gewisser Alkoholgehalt, welcher stark von der Fermentationsdauer abhängt. Dies sollte von Schwangeren und Kinder, sowie Menschen mit einer Alkoholabhängigkeit berücksichtigt werden.

 

Fazit

Nach aktueller Studienlage ist Wasserkefir ein traditionelles fermentiertes Getränk mit interessanter mikrobieller Vielfalt und erfrischendem Geschmack. Wenn man die oben behandelten Punkte bei der Herstellung berücksichtigt, kann der Wasserkefir als zuckerärmere Alternative zu den Limonaden empfohlen werden.