Wir bieten Lösungen - regional & praxisnah!

Die Dreckschleuder im Büro: Ihre Tastatur

Webcode: 01045564

Hand aufs Herz: Wann haben Sie zuletzt Ihre Tastatur gereinigt? Wenn Sie überlegen müssen, sind Sie in guter Gesellschaft. Die Tastatur gehört zu den Dingen im Büro, die täglich genutzt, aber selten gepflegt werden. Dabei ist sie ein echter Sammelplatz für Staub, Krümel und Bakterien.

Die Tastatur ist oft schmutziger als man denkt.
Die Tastatur ist oft schmutziger als man denkt.Sören Johannigmann
Warum sich die Reinigung lohnt

Im Arbeitsalltag laufen viele Prozesse automatisiert, auch das Tippen. Umso störender ist es, wenn Tasten klemmen, verzögert reagieren oder gar nicht mehr funktionieren. Genau das kann durch Schmutzablagerungen passieren.

Fett, Staub und Essensreste setzen sich auf und zwischen den Tasten fest. Das sieht nicht nur unschön aus, sondern kann auch die Lebensdauer der Tastatur verkürzen. Kurz gesagt: Eine saubere Tastatur arbeitet zuverlässiger und fühlt sich einfach besser an.

 

Die schnelle Lösung für zwischendurch (2 Minuten)

Für den Büroalltag braucht es keine Grundreinigung. Oft reichen kleine Handgriffe mit großer Wirkung:

  • Drehen Sie die Tastatur um und klopfen Sie sie vorsichtig aus.
  • Entfernen Sie Krümel mit einem Pinsel oder Druckluft.
  • Wischen Sie die Oberfläche mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch ab.

So verhindern Sie, dass sich Schmutz überhaupt festsetzt.

Übrigens: Auch ein Brillenputztuch eignet sich gut für die schnelle Reinigung.

Tipp: Ein kurzer „Reinigungsblick“ am Ende der Woche wirkt manchmal Wunder.

 

Wenn es gründlicher sein soll

Bei klebrigen Tasten oder sichtbaren Ablagerungen darf es etwas intensiver werden:

  • Gerät ausschalten bzw. Tastatur abstecken.
  • Groben Schmutz entfernen (ausschütteln oder vorsichtig absaugen).
  • Zwischenräume mit Wattestäbchen oder einem Pinsel reinigen.
  • Tasten mit einem leicht feuchten Tuch abwischen, bei Bedarf minimal Reinigungsalkohol verwenden.

Wichtig: Verwenden Sie nur wenig Feuchtigkeit. Flüssigkeit darf nicht in die Tastatur eindringen. Arbeiten Sie sorgfältig, aber ohne Druck.

Vergessen Sie auch den Laptop nicht: Staub in Lüftungsschlitzen kann die Leistung beeinträchtigen. Hier helfen Druckluftsprays. Für Bildschirme eignen sich spezielle Bildschirmreiniger. Bitte keinen Glasreiniger verwenden, da dieser Schlieren verursachen kann.

 

Sonderfall: „Kaffeekatastrophe“

Ein Klassiker im Büro: Die Tasse kippt um! Dann zählt vor allem Schnelligkeit: Gerät sofort vom Strom trennen, Tastatur umdrehen, damit die Flüssigkeit ablaufen kann und mindestens 24 Stunden trocknen lassen. Erst danach kann die Taststur bedenkenlos wieder angeschlossen werden.

 

Was Sie besser lassen sollten

Gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Verzichten Sie auf zu viel Wasser oder „nasse“ Reinigung, aggressive Hausmittel wie Essig oder Spiritus und das Herausnehmen von Tasten bei Standard-Tastaturen. Diese Maßnahmen richten oft mehr Schaden an als sie nutzen.

 

Sind Tasten waschbar?

Bei mechanischen Tastaturen (also Tastaturen mit mechanischen Schaltern inklusive Federn) ist es möglich, die Tasten vorsichtig mit einem Tastenabzieher zu entfernen und mit einem weichen Tuch, Wattestäbchen oder etwas Isopropylalkohol zu säubern. Wichtig ist, dabei behutsam vorzugehen und keine Gewalt anzuwenden. Nach der Reinigung lassen sich die Tasten wieder einsetzen, indem sie gleichmäßig aufgedrückt werden, bis sie einrasten. Ein Foto vorab hilft, später alle Tasten wieder korrekt anzuordnen.

 

Produkte für die Reinigung

Für die regelmäßige Pflege haben sich folgende Hilfsmittel bewährt:

  • Mikrofasertücher: schonend und effektiv für die Oberfläche
  • Druckluftspray: ideal für schwer zugängliche Zwischenräume
  • Isopropylalkohol (mind. 70 %): für hartnäckigen Schmutz und Desinfektion
  • Wattestäbchen: praktisch für Ecken und Kanten

 

Slimy Gel für die Zwischenräume

Das Reinigungsgel wird einfach auf die Tastatur gedrückt und passt sich durch seine weiche, flexible Konsistenz auch kleinsten Zwischenräumen an. Beim Abziehen nimmt es Staub, Krümel und feine Schmutzpartikel mit. Besonders praktisch: Das Gel kann mehrfach verwendet werden, solange es sauber bleibt.

 

Fazit: Kleine Routine, große Wirkung

Studien zeigen: Auf Tastaturen können sich deutlich mehr Bakterien befinden als auf vielen anderen Alltagsoberflächen. Umso erstaunlicher, wie wenig Aufmerksamkeit sie im Büro bekommen. Dabei braucht es weder viel Zeit noch Spezialwissen. Wer regelmäßig ein paar Minuten investiert, arbeitet nicht nur hygienischer, sondern auch störungsfreier.

Wenn Sie schon dabei sind, schauen Sie sich mal Ihr Telefon oder Smartphone an. Das ist nämlich oft die heimliche „zweite Tastatur“ des Tages. Zwischen Fingerabdrücken, Staub und dem einen oder anderen Keks- oder Kaffeekontakt versteckt sich dort meist mehr Leben, als einem lieb ist. Ein kurzer Wisch wirkt hier oft Wunder.

 

Dieser Artikel stammt aus dem Newsletter Agrarbüro. Verpassen Sie keine Ausgabe mehr und abonnieren Sie den Newsletter jetzt kostenlos hier.