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Daueraufreger SPAM-Anrufe: Frank hilft!

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Im Agrarbüro steht das Telefon kaum still: Lieferanten, Tierarzt, Behörden, Lohnunternehmen oder Maschinenhändler melden sich. Viele Nummern sind nicht gespeichert, trotzdem nimmt man ab. Meistens steckt ein echter Anruf dahinter. Manchmal aber meldet sich eine automatische Stimme, ein vermeintlicher Dienstleister oder jemand, der schnell einen Vertrag verlaufen will. Diese Anrufe sind nicht immer harmlos, und das nicht nur wegen der verlorenen Zeit.

Drei Telefonhörer in schwarz, beige und grün liegen auf einem Steinboden.
SPAM-Anrufe im Büro sind ein oft unterschätztes RisikoAlexas_Fotos
Was Spam-Anrufe wirklich wollen

Viele Betrüger versuchen, Informationen zu bekommen. Sie geben sich als Energieversorger, Telekommunikationsanbieter oder bekannte Dienstleister aus und erzeugen Druck: Eine Vertragsänderung müsse sofort erfolgen, Daten seien angeblich unvollständig oder ein Angebot gelte nur noch heute. Das Ziel: Sie sollen schnell reagieren und dabei Informationen preisgeben.

Gerade im Agrarbüro können solche Daten interessant sein: Bankverbindungen, Rechnungen, Lieferantenbeziehungen oder Vertragsdaten. Wer glaubwürdig auftritt, bekommt manchmal schneller Auskünfte, als es eigentlich sinnvoll wäre.

 

Warum die Nummer allein nicht reicht

Spam-Anrufe sind nicht immer auf den ersten Blick erkennbar. Auch eine bekannte Telefonnummer ist keine Garantie. Mit dem sogenanntem Call-ID-Spoofing können Betrüger eine andere Nummer anzeigen lassen. Spoofing bedeutet auf Deutsch „Vortäuschung“, „Verschleierung“ oder „Manipulation“. Entscheidend ist deshalb nicht, wer scheinbar anruft, sondern was verlangt wird.

Typische Warnsignale:

Seien Sie vorsichtig bei:

  • Zeitdruck: „Das muss heute noch erledigt werden.“ und der Abschluss soll sofort am Telefon erfolgen.
  • Datenfragen: Bankverbindung, Kundennummer oder Vertragsdaten werden verlangt.
  • unklarer Identität: Der Anrufer kann sich nicht eindeutig erklären.
  • unerwarteten Angeboten: Ein Ihnen bekannter Geschäftspartner macht angeblich von sich aus ein unglaublich günstiges Angebot.

 

So schützen Sie sich

Der beste Schutz ist eine klar auferlegte Routine. Wer am Telefon Druck macht und Daten will, bekommt nichts, egal wie überzeugend er klingt. Diese eine Regel reicht, um die meisten Betrugsversuche ins Leere laufen zu lassen. Konkret heißt das:

  1. Keine sensiblen Daten am Telefon nennen. Bankverbindungen, Vertragsnummern oder betriebliche Informationen gehören nicht in ein Telefonat mit einer unbekannten Person, egal wie seriös der Anrufer klingt. Wer wirklich berechtigt ist, findet einen anderen Weg.
  2. Im Zweifel auflegen und selbst auf bekannter Nummer zurückrufen. Rufen Sie über eine Nummer zurück, die Sie selbst recherchiert haben – nicht über die Nummer des Anrufers. Das schützt zuverlässig, auch wenn es einen Moment länger dauert.
  3. Verdächtige Nummern sofort blockieren und Spam-Schutz aktivieren. Die meisten Smartphones erkennen heute automatisch mögliche Betrugsanrufe und zeigen entsprechende Hinweise an. Diese Funktion ist oft bereits vorhanden, aber nicht immer aktiv – ein kurzer Blick in die Einstellungen lohnt sich.
  4. Bei verpassten anrufen nicht ungeprüft zurückrufen. Antworten Sie nicht auf verpasste Anrufe von unbekannten oder ausländischen Nummern. Eine Masche der Betrüger sind sogenannte Ping-Anrufe: Das Telefon klingelt nur ganz kurz, eine Nummer steht im Display. Das soll zum Rückruf einer hochpreisigen Rufnummer animieren.

Bekommen Sie öfter unseriöse Anrufe? Dann können Sie Beschwerde einreichen bei der Bundesnetzagentur.

 

Ein Sonderfall: Festnetz im Büro

Bei mehreren Telefonapparaten funktioniert eine Sperre nicht immer so einfach wie beim Smartphone. Prüfen Sie, ob Ihr Anbieter eine Sperrliste einrichten kann. Auch moderne Router bieten oft eine zentrale Blockierfunktion.

Wichtig ist außerdem eine Sensibilisierung aller Mitarbeitenden, die das Betriebstelefon bedienen.

 

Die „Abwimmel-Hotline“ Frank hilft

Er ist 24 Stunden am Tag und 7 Tage die Woche im Dienst: “Frank” hilft dabei, nervige Anrufer loszuwerden. Und das geht ganz einfach: Statt Ihrer eigenen Rufnummer geben Sie Franks Nummer überall dort an, wo Sie sich sicher sind, dass Sie keinen telefonischen Kontakt wünschen. So geben Sie Ihre Rufnummer erst gar nicht bekannt, das Pflichtfeld ist aber ausgefüllt. Und das funktioniert, egal ob am Telefon genauso wie schriftlich in einem Formular oder bei einer Bestellung. 

Wird die Fake-Nummer angerufen, weist Frank den Anrufer freundlich darauf hin, dass kein telefonischer Kontakt erwünscht ist, und beendet anschließend das Gespräch.

Manche Website-Formulare erkennen Franks Nummer zwar inzwischen und akzeptieren sie nicht. Dann hilft es, die Nummer einfach um zwei beliebige Ziffern zu verlängern. Das klappt aus.

Franks Nummern:
0163 1737743 (mobil)
0521 16391643 (Festnetz)

Was fast zu schön klingt, um wahr zu sein, ist eine Initiative der Bürgerrechtsorganisation Digitalcourage aus Bielefeld. Mehr unter https://digitalcourage.de/frank-geht-ran