Wir bieten Lösungen - regional & praxisnah!

GrasPro

Entwicklung und Etablierung leistungsfähiger, proteinreicher und artenreicher Saatgutmischungen im ökologisch bewirtschafteten Dauergrünland in Bremen

Beginn: 01.08.2026 / Ende: 31.12.2029

Vor der Nachsaat wurde die Altnarbe scharf gestriegelt, um Lücken für das neue Saatgut zu schaffen.
Vor der Nachsaat wurde die Altnarbe scharf gestriegelt, um Lücken für das neue Saatgut zu schaffen.Felicitas Kaemena

Ausgangslage
Das ökologisch bewirtschaftete Dauergrünland in Bremen stellt eine zentrale Säule nachhaltiger Landwirtschaft dar. Es erfüllt wichtige Funktionen für die Futterproduktion, den Erhalt der Biodiversität, den Boden- und Gewässerschutz sowie den Klimaschutz. Gleichzeitig stehen ökologisch wirtschaftende Betriebe vor erheblichen Herausforderungen:

  • sinkende Bestandesdichte und Leistungsfähigkeit der Grasnarbe
  • unzureichende Proteinversorgung im Futter
  • reduzierte Schmackhaftigkeit und Futteraufnahme
  • Rückgang der Artenvielfalt durch Nutzungseinflüsse und Umweltstressoren

Insbesondere im ökologischen Landbau sind die Möglichkeiten zur gezielten Nährstoffzufuhr begrenzt, wodurch der Pflanzenbestand selbst eine zentrale Rolle für die Ertrags- und Qualitätsbildung übernimmt. Daher besteht ein Bedarf nach innovativen, standortangepassten ökologischen Nachsaatmischungen für Dauergrünlandflächen, die sowohl agronomische Leistungsfähigkeit als auch ökologische Stabilität gewährleisten.

Ziel des Projektes
Ziel ist die Entwicklung und praxisnahe Erprobung leistungsfähiger, proteinreicher und zugleich artenreicher Saatgutmischungen für das ökologisch bewirtschaftete Dauergrünland in Bremen. Durch die gezielte Kombination ertragsstarker Gräser mit eiweißreichen Leguminosen wie Weiß- und Rotklee sowie funktionalen Kräutern sollen Mischungen entstehen, die sowohl eine hohe Futterleistung als auch eine verbesserte ökologische Stabilität bieten. Dabei fließen regionale Standortbedingungen, betriebliche Rahmenbedingungen sowie Anforderungen an Tierernährung und Nutzungssysteme in die Entwicklung ein.

Projektdurchführung
Gezielte Auswahl geeigneter Pflanzenarten- und Sorten, die sich durch eine hohe Proteinleistung, Schmackhaftigkeit sowie eine gute Futterqualität auszeichnen. Dabei werden insbesondere funktionelle Eigenschaften und agronomische Potenziale berücksichtigt. Wichtig ist hierbei die Verbesserung der Grasnarbenstabilität- und dichte und des Futterwertes auf intensiv und extensiv bewirtschafteten Dauergrünlandstandorten.  Hierbei sollen geeignete Gräser, Kräuter und Leguminosen mit hoher Toleranz gegenüber abiotischen Stressfaktoren wie Trockenheit, Nässe, Hitze und Frost nachhaltig etabliert werden.

  • Die drei unterschiedlichen Nachsaatmischungen (Weißklee, Rotklee bzw. Kräuter betont) werden auf einer intensiven und einer extensiven schnittgenutzten Dauergrünlandfläche durch zwei unterschiedliche Nachsaatverfahren (Schlitzdrille bzw. Striegel mit Prismenwalze) ausgebracht, um das optimale Verfahren für die Nachsaaten zu identifizieren.
  • Die Ergebnisse werden als praxisnahe Empfehlungen in Feldbegängen vorgestellt und in Fachzeitschriften veröffentlicht.

 

Kontakt

Dr. Ralf Kosch

Dr. Ralf Kosch

Leiter Fachbereich Grünland und Futterbau

ralf.kosch~lwk-niedersachsen.de

Felicitas Kaemena
M.Sc. agr.
Felicitas Kaemena

Stellv. Leiterin Fachbereich Grünland und Futterbau

felicitas.kaemena~lwk-niedersachsen.de


Viola Dahnken

Grünland und Futterbau

viola.dahnken~lwk-niedersachsen.de