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Weniger Torf in Baumschulen – Start des neuen Praxisprojektes ToSBa

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben "Praxiseinführung von torfreduzierten Substraten in Baumschulen" (ToSBa) stellt sich der Frage: "Wie können unter Praxisbedingungen hochwertige Containergehölze auch in stark torfreduzierten Substraten erzeugt werden?" Die Landwirtschaftskammern Niedersachsen und Schleswig-Holstein unterstützen dazu 10 Modellbetriebe über drei Vegetationsperioden bei der Umstellung ihrer Substrate.

Reduktion des Torfanteils in gärtnerischen Erden – ein Muss

Torf ist eine endliche Ressource und bei seinem Abbau werden klimaschädliche Gase freigesetzt. Zu den von der Bundesregierung im Klimaschutzplan 2050 festgehaltenen Zielen und Maßnahmen gehört daher eine deutliche Reduktion des Torfanteils in gärtnerischen Erden. Auch in deutschen Baumschulen ist vielmals noch Torf Hauptbestandteil der verwendeten Substrate für Containergehölze. Doch die Erfahrungen aus den bisher durchgeführten umfangreichen Versuchen zum Torfersatz zeigen, dass eine deutliche Torfreduzierung für eine Mehrzahl der Baumschulkulturen durchaus möglich ist und nicht zu einer Qualitätminderung der produzierten Pflanzen führt.

 

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben ToSBa

Das Modell- und Demonstrationsvorhaben ToSBa soll die Praxistauglichkeit stark torfreduzierter Substrate unter Beweis stellen. Das erklärte Ziel: mindestens 50 % Torfersatz am Ende der Projektlaufzeit - gerne mehr! Hierzu werden in zwei für die Baumschulbranche Deutschlands bedeutenden Anbauregionen – das Ammerland (NI) und Pinneberg (SH) – insgesamt 10 Modellbetriebe einbezogen. Die Betriebe sollen einen guten Querschnitt durch die national vertretenen Kulturen und Betriebsstrukturen bilden. In den beiden Modellregionen werden Regionalkoordinatoren eingesetzt, die die Betriebe intensiv beraten und die Substratumstellung engmaschig begleiten. Die Gesamtkoordination des Vorhabens übernimmt die Landwirtschaftskammer Niedersachsen an der Lehr- und Versuchsanstalt für Gartenbau in Bad Zwischenahn-Rostrup.

 

Erkenntnisse gehen gleich in die Praxis über

Die im Vorhaben gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden immer zeitnah in der Fachpresse, auf Vorträgen und Feldtagen veröffentlicht und diskutiert. Interessierte Gärtner sind außerdem stets eingeladen, den teilnehmenden Betrieben einmal über die Schultern zu schauen. So sollen anderen Baumschulen deutschlandweit die Berührungsängste mit torfreduzierten Substraten genommen werden.

Die Förderung des Vorhabens erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE).

 

           


Kontakt:
Dr. Inga Binner
Gesamtkoordination Projekt ToSBa
Telefon: 04403 9796-47
Telefax: 04403 9796-10
E-Mail:


Stand: 07.10.2020