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Auch Pflanzen haben Hunger

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Pflanzen entziehen dem Boden Nährstoffe, die sie für das Wachstum benötigen. Diese Nährstoffe müssen dem Boden durch eine gezielte Düngung wieder hinzugefügt werden. Doch auch hier gilt weder zu viel noch zu wenig düngen!

Für eine zielgerichtete Düngung müssen drei Größen bekannt sein:

Rasendüngung
RasendüngungJuri Grinko / Pixabay.com

  • Nährstoffgehalt des Bodens
  • Nährstoffbedürfnisse der Pflanze(n)
  • Nährstoffgehalt des Düngers

Die Nährstoffgehalte Ihres Bodens erfahren mittels einer Bodenprobe. Diese wird in speziellen Laboren analysiert. Anhand des Prüfberichtes geben die Zahlen Aufschluss wie gedüngt werden sollte. Wir von der Niedersächsischen Gartenakademie arbeiten eng mit der LUFA NordWest zusammen. Der Prüfbericht wird an uns geschickt und wir erstellen Ihnen eine individuelle Düngeempfehlung.

Pflanzen haben sehr unterschiedliche Nährstoffansprüche. Grob kann man sie in Stark- und Schwachzehrern einteilen. Starkzehrer haben einen höheren Nährstoffbedarf, weil sie hochwachsen oder viele Früchte ansetzen. Zu ihnen gehören z. B. die meisten Kohlarten, Gurken, Tomaten, Zucchini und hohe Stauden wie Rittersporn, Phlox oder Sonnenhut. Schwachzehrer benötigen weniger Nährstoffe. Zu ihnen gehören z. B. Wurzelgemüse, Kräuter und niedrige Stauden. Auch bei der Gartenneuanlage und im ersten Jahr nach der Pflanzung, ist der Bedarf noch nicht hoch.

Angaben zum Nährstoffgehalt des Düngers finden Sie auf der Verpackung. Dort werden die Gehalte in % angegeben. Die einzelnen Nährstoffe werden mit dem jeweiligen Symbol abgekürzt:

  • Stickstoff = N
  • Phosphor = P
  • Kalium = K
  • Magnesium = Mg
  • usw.

Bei den Düngern unterscheidet man noch nach seiner Herkunft. Es gibt organische, mineralische oder organisch-mineralische Dünger. Organische Dünger bestehen aus tierischen und / oder pflanzlichen Substanzen. Typische organische Dünger sind Horndünger (als Mehl oder Späne) aber auch Kompost ist ein organischer Dünger. Die organischen Bestandteile werden von den Lebewesen im Boden in anorganische (d. h. mineralische) Substanzen umgewandelt. Daher wirken sie langsam. Damit ist die Gefahr der Überdüngung gering. Zusätzlich zur Düngung fördern sie auch die Bodenfruchtbarkeit und das Bodenleben, denn aus ihnen wird im Boden wertvoller und wichtiger Humus gebildet. Mineralische Dünger bestehen aus anorganischen Substanzen (z. B. aus Stickstoff, Phosphor, Kalium, Calcium und Spurenelementen) und liegen in der pflanzenverfügbaren Form vor. Sie sind besonders bei Mangelsymptomen ideal, da sie direkt wirken. Sie werden industriell hergestellt oder bearbeitet. Organisch-mineralische Dünger bestehen sowohl aus organischen als auch anorganischen Komponenten und wirken langsam und schnell zugleich.

Noch mehr erfahren Sie in unserem beigefügten Infoblatt (PDF-Datei unten im Anhang).

Haben Sie Fragen dazu? Dann rufen Sie uns gerne an. Das kostenlose Gartentelefon ist montags von 9 - 12 Uhr unter der Telefonnummer 04403 - 98 38 11 besetzt.