Bezirksstelle Uelzen

Intensiv. Lustig. Informativ.

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Heike Tewes aus Willighausen in der Südheide (Landkreis Celle) hat den b|u|s-Kurs gemeinsam mit ihrem Mann Frank erlebt und das keine Sekunde bereut. Im Interview erzählt sie, warum sie am ersten Tag nicht mit so viel Offenheit gerechnet hat und was intensive, lustige und informative Tage mit einer tollen Gruppe ausmachen.

Heike Tewes beim Absacken
Heike Tewes beim AbsackenKeine Urhebernennung gewünscht
Wer bist du, was machst du, wie sind deine Betriebsstruktur und dein Background? Und wie sieht ein ganz typischer Arbeitstag bei dir aus?

Ich bin. 62 Jahre alt und habe auf einem landwirtschaftlichen Betrieb in der Lüneburger Heide eingeheiratet. Von der Ausbildung bin ich Sparkassenfachwirt und arbeite in diesem Job in Teilzeit. Ein großer Teil meiner restlichen Zeit geht in den landwirtschaftlichen Betrieb, außerdem in den Haushalt und in meinen Garten.

Wir haben mehrere Standbeine. Zum einen vermarkten wir Heidekartoffeln und Zwiebeln über einen Extra-Betrieb direkt. Das ist eigentlich Franks Ding, ich unterstütze ihn dabei. Wir haben einen Onlineshop (www.bauer-tewes.de) und verkaufen so deutschlandweit unsere Heidekartoffeln und Zwiebeln. Meine Nichte unterstützt uns dabei als Minijobberin.

Die restlichen Flächen und der Wald laufen über eine GbR, die mein Mann Frank und unser Sohn Mattes gemeinsam als reinen Ackerbaubetrieb führen. Unser jüngerer Sohn Söhnke ist gerade in der Ausbildung zum Landwirt und macht danach noch die einjährige Fachschule Agrar. Der Plan ist, dass die beiden später den Betrieb gemeinsam weiterführen.

Dazu haben wir noch ein Lohnunternehmen gegründet mit einem ganz konkreten Hintergrund: Es gibt bei uns viele Heideflächen, die eigentlich von Heidschnucken kurzgehalten werden. Nur gibt es immer weniger davon. Also möchten wir das Kurzhalten der Flächen langfristig als Dienstleistung anbieten. Und dann haben wir noch eine insolvente Biogasanlage übernommen. Viele Standbeine, aber genau das ist der Gedanke: den Betrieb zukunftsfähig aufstellen.

Einen typischen Arbeitstag gibt es bei mir nicht. An den Tagen, an denen ich nicht in der Sparkasse bin, gehe ich vormittags ins Büro, dann Mittagessen kochen und mit der Familie essen. Danach Haushalt oder Landwirtschaft - je nachdem, was anliegt. Was genau ansteht, besprechen wir meist am Abend vorher beim gemeinsamen Abendessen.

Im Büro gibt es Sachen, die ich wirklich gerne mache, zum Beispiel den Zahlungsverkehr oder Buchführung oder Korrespondenz mit unseren Kunden. Wenn alles funktioniert, ist das super. Leider gibt es oft genug Situationen, da begegnet mir ein dickes Bürokratiemonster in Form von merkwürdigen Vorgaben, unverständlichen oder nutzerunfreundlichen digitalen Anwendungen, mir zu komplizierten technischen Finessen – um nur einige zu nennen. Da bekomme ich schnell schlechte Laune!

Heike Tewes Kartoffelroden
Heike Tewes KartoffelrodenKeine Urhebernennung gewünscht
Wie bist du auf den b|u|s-Kurs aufmerksam geworden, was hat dich angesprochen?

Aufmerksam geworden sind wir über eine Infoveranstaltung. Frank war dabei, mir persönlich war die Andreas-Hermes-Akademie zwar ein Begriff, aber selbst hatte ich den Kurs noch nicht auf dem Schirm. Dann kam noch ein weiterer Impuls dazu: Wir haben einen Trainer als Freund, und der hat uns auch noch mal einen Schubs gegeben. Frank hat sich angemeldet.

Und ich war zufällig beim Trainer, wir haben darüber gesprochen, und er hat mich gefragt, warum ich eigentlich nicht auch mitmache. Das hat gesessen. Also habe ich mich auch angemeldet.

Und ich muss sagen: Als Paar den Kurs gemeinsam zu erleben, das hat uns gutgetan. Wir haben eine intensive Zeit erlebt. Und das Schöne ist: Abends müssen wir dem anderen nicht mehr alles erzählen. Wir waren ja beide dabei und können uns nochmal austauschen.

Mit welchen Erwartungen bist du gestartet? Und wie hast du den Kurs dann tatsächlich erlebt: Was war anders, als du gedacht hast?

Meine einzige Erwartung war ein cooler Kurs, aus dem ich möglichst viel mitnehme. Wir sind da einfach hingekommen und haben das locker auf uns zukommen lassen.

Was den Kurs wirklich getragen hat, war die Gruppe. Wir haben eine großartige Gruppe, und schon am ersten Tag hatten wir Vertrauen zueinander. Wir haben uns private Dinge erzählt, es gab auch mal Tränen. Man konnte sich darauf verlassen, dass alle helfen, und wenn sie nicht helfen konnten, haben sie wenigstens zugehört. Das hat unglaublich viel bedeutet.

Wir haben uns vor jedem Modul aufeinander gefreut, abends miteinander geredet, über Berufliches, über Persönliches. Es sind echte Freundschaften entstanden. Und jetzt müssen wir natürlich mal schauen, wie lange das hält, aber ich bin da eigentlich ganz zuversichtlich.

Welches Modul hat den nachhaltigsten Eindruck hinterlassen und warum?

Da gibt es gleich mehrere Module: „Erfolg durch Persönlichkeit“, „Betriebe in komplexen Zeiten“, „Optimale Zusammenarbeit“ und ganz besonders das Abschlussmodul „Bereit für die Zukunft“. Da hat jeder dem anderen gesagt, was ihn ausmacht, was besonders an ihm ist. Das fand ich wirklich toll.

Natürlich gab es auch in den anderen Modulen Highlights. Die Collage zur eigenen Zukunft zum Beispiel. Ich habe zuerst gedacht: Sind wir hier im Kindergarten? Aber dann fand ich es wirklich interessant, und es hat Spaß gemacht. Und das ist ja auch der Punkt: Man wird durch solche Methoden gezwungen, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die man sonst nur streift. Das DISG-Modell kannte ich aus meiner Sparkassenzeit, aber interessant war, dass es mir gezeigt hat, wie ich mich im Laufe meines Lebens verändert habe.

Hat sich dein Umgang mit anderen Menschen (zum Beispiel mit Mitarbeitenden, Familie oder Geschäftspartnern) verändert, und wenn ja, woran merkt man das?

Es hat sich nicht großartig etwas verändert. Eher sind es kleine Impulse, die ankommen. Eine Trainerin hat über Menschen in verschiedenen Altersklassen gesprochen, und das hat mich zum Nachdenken gebracht. Meine Mutter ist Mitte 80 und verhält sich manchmal anders als früher. Dafür habe ich heute mehr Verständnis als noch vor dem Kurs.

Grundsätzlich kenne ich das Thema aus meiner Sparkassenzeit: Menschen ticken unterschiedlich, das ist mir nicht neu. Aber es ist trotzdem gut, nochmal darauf gestoßen zu werden. Manchmal braucht man genau das: einen frischen Blick auf Dinge, die man eigentlich schon weiß.

Und was ich wirklich sagen kann: Ich habe durch den Kurs mehr Selbstbewusstsein gewonnen. Und ich merke, dass ich mit anderen Landwirten auf einer Wellenlänge bin, das tut einfach gut.

Gab es im Kurs auch Themen oder Momente, die eher unbequem waren?

Da muss ich ehrlich gesagt lange überlegen. Mir fällt eigentlich kein Thema ein, das wirklich unbequem war. Im Gegenteil: Wenn etwas unbequem ist, ist das doch nur ein Zeichen, dass man da mal hinschauen sollte. Also einfach hinsetzen und sich damit befassen. Ich will mich ja auch mit unbequemen Dingen auseinandersetzen. Und während des Kurses habe ich Zeit dazu.

Und man hat immer die Unterstützung bekommen, wenn man sie wollte. Am Ende des Tages hat man Zeit und Geld investiert, da macht man das Beste daraus. Und genau deshalb bin ich froh, dass auch unbequeme Themen ihren Platz hatten.

Welche Rolle spielt die Gruppe für dich im Kurs? Was macht den Austausch so besonders?

Die Gruppe hat eine ganz große Rolle gespielt, weil wir einfach eine wirklich tolle Gruppe sind. Ohne diese Gruppe wäre der Kurs nur halb so effektiv gewesen, da bin ich mir sicher.

Und was mich wirklich erstaunt hat: Wie schnell man sich öffnet. Das ging ruckzuck. Man kommt als Fremde zusammen, und plötzlich erzählt man sich Dinge, die man vielleicht nicht mal engen Freunden erzählen würde. Dieses Vertrauen, das sich so schnell aufgebaut hat, das war für mich das Überraschendste. Und gleichzeitig sehr wertvoll.

Was unterscheidet die Atmosphäre im b|u|s-Kurs von anderen Weiterbildungen, die du kennst?

Was den b|u|s-Kurs von anderen Weiterbildungen unterscheidet, ist diese intensive Zeit, die man miteinander verbringt. In anderen Seminaren kommt man sich einfach nicht so nah.

Frank und ich haben jedes Mal übernachtet, und diese gemeinsamen Abende sind Gold wert. Man kommt vom Hölzchen aufs Stöckchen, das ein oder andere Bier dazu, und plötzlich entstehen Gespräche, die tagsüber so nie stattfinden würden.

Dazu kommt, dass wir uns gegenseitig besuchen, die Betriebe besichtigen und die Familien kennenlernen. Man weiß, wo der andere herkommt und was ihn ausmacht. Das gibt dem ganzen Austausch noch mal eine ganz andere Tiefe. Und genau das hat man bei anderen Seminaren einfach nicht.

Für wen ist der b|u|s-Kurs aus deiner Sicht genau das Richtige?

Der b|u|s-Kurs ist aus meiner Sicht genau das Richtige für alle, die in der Landwirtschaft eine leitende Position haben. Allerdings würde ich empfehlen, nicht direkt nach der Ausbildung damit anzufangen. Man sollte vorher schon ein bisschen auf „der grünen Wiese“ gewesen sein und ein paar Erfahrungen gesammelt haben.

In unserem Kurs bin ich mit 60 die Älteste, und das war gut so. Vielleicht hätte ich ihn etwas früher machen können, aber bereut habe ich es nicht. Gerade das Thema Betriebsübergabe kommt im Kurs auch zur Sprache, und dafür kann er eine wirklich gute Vorbereitung sein.

Und was mir noch wichtig ist: Menschen, die den b|u|s-Kurs machen, sind besondere Menschen. Die wollen lernen, die sind wach, die sind offen und wollen weiterkommen. Das merkt man, und das macht den Austausch noch wertvoller.

Wenn du den b|u|s-Kurs in drei Worten beschreiben müsstest, welche wären das und warum?

Intensiv – ich war abends oft wirklich fix und fertig.
Lustig – wir haben viel gelacht.
Informativ –wir haben viele Dinge von einer ganz anderen Seite beleuchtet.

Das Interview führte Anne Dirking am 3. Juli 2026

 

Ein  neuer b|u|s-Kurs startet im Dezember 2026: 

  • Umfang: 9 Module rund um Persönlichkeitsentwicklung, Unternehmensführung, Kommunikation und Zukunftsstrategien
  • Zielgruppe: Betriebsleiterinnen und Betriebsleiter, Hofnachfolger sowie leitende Mitarbeitende mit erster Berufserfahrung
  • Module 1-3: 1.+2.12.2026 (Barendorf), 12.+13.1.2027 (Lüchow), 16.+17.2.2027 (Hermannsburg)
  • Module 4-6: November 27 – Februar 28
  • Module 7-9: November 28 – Februar 29

 

Informieren Sie sich unverbindlich bei unserer b|u|s-Impulsveranstaltung!

  • 21.10.2026 (19-21 Uhr)
  • Bezirksstelle Uelzen der Landwirtschaftskammer, Wilhelm-Seedorf-Straße 3, 29525 Uelzen.
  • Hier geht es zur Anmeldung