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Einsatz des Zinkenstriegels im ökologischen Zuckerrübenanbau –Ergebnisse aus vierjährigen Versuchen

Im ökologischen Zuckerrübenanbau trägt eine wirksame Beikrautregulierung im hohen Maß zum Anbauerfolg bei. Derzeit ist die mechanische Beikrautregulierung nur mit ergänzender Handhacke oder Handjäte zufriedenstellend zu lösen. Neben den hohen Kosten, die erheblich die Rentabilität des Anbaus beeinflussen, stellt zusätzlich die Verfügbarkeit von Saisonarbeitskräften einen Engpass dar. Aus diesem Grund muss mit vorbeugenden und mechanischen Maßnahmen ein hoher Regulierungserfolg realisiert werden, um die Kosten für die Saisonarbeitskräfte so gering wie möglich zu halten. Dieses Ziel zu erreichen ist anspruchsvoll und erfordert eine hohe Einsatzbereitschaft vom Betriebsleiter und funktionale, standortangepasste Regulierungstechnik.

In diesem Zusammenhang hat sich die Frage gestellt, ob nicht auch der Zinkenstriegel in Zuckerrüben eingesetzt werden kann. Der Zinkenstriegel ist auf den meisten Biobetrieben in der Regel vorhanden. Es bestehen aber in der Praxis Zweifel, ob Zuckerrüben gestriegelt werden können, da besonders in den frühen Entwicklungsstadien sehr hohe Rübenverluste erwartet werden.

Der Fachbereich Ökolandbau hat in Zusammenarbeit mit dem Pflanzenschutzamt der Landwirtschaftskammer Niedersachsen in den Jahren 2017 bis 2020 Versuche zum Striegeleinsatz in Zuckerrüben durchgeführt. Die Kernfrage war, wie sich das Striegeln in verschiedenen frühen Entwicklungsstadien auf die Verträglichkeit bei den Rüben auswirkt. Der Beikrautregulierungserfolg wurde nicht prioritär erfasst. Dies wird in einem Folgeversuch ab 2020 näher untersucht.

Die Versuche wurden vom Land Niedersachsen finanziell unterstützt.

Ob ein Striegeleinsatz in Rüben möglich ist erläutert der anliegende Bericht.


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Markus Mücke
Berater Ökologischer Landbau, Umstellungsberatung, Versuchswesen Ökologischer Landbau
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Stand: 06.04.2021