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Beratung für die Produktion auf belasteten Standorten – Dioxine/Furane/PCB

Webcode: 01042461

Dioxine, Furane (PCDD/F) und Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind langlebige organische Schadstoffe, die sich in der Umwelt anreichern und Lebens- und Futtermittel belasten können.

Die Stoffgruppe "Polychlorierte Dibenzodioxine und Dibenzofurane (PCDD/F)" umfasst die chlorierten organischen Verbindungen der Dioxine (PCDD, insgesamt 75) und Furane (PCDF, insgesamt 135). Diese Verbindungen entstehen als ungewollte Nebenprodukte bei Verbrennungsprozessen und besitzen abhängig von ihrer chemischen Struktur unterschiedliche Toxizitäten. Toxikologisch besonders relevant sind sieben PCDD- und zehn PCDF-Einzelverbindungen (Kongenere). Die Stoffgruppe "Polychlorierte Biphenyle (PCB)" umfasst 209 organischen Chlorverbindungen. Davon sind zwölf in Struktur und toxikologischen Eigenschaften den Dioxinen ähnlich. Sie werden als dioxinähnliche PCB (dl-PCB) bezeichnet. Ungefähr die Hälfte der PCB-Belastung in Lebens- und Futtermitteln gehen auf sechs nicht-dioxinähnlichen PCB-Verbindungen (ndl-PCB) zurück. Sie gelten als Indikator-Kongenere.

Landwirtschaftliche Betriebsleiter*Innen sind verpflichtet, eigenverantwortlich die Einhaltung von Schadstoffhöchstgehalten (Grenzwerten) in den von ihnen produzierten Lebens- und Futtermitteln nach Futter- und Lebensmittelrecht sicherzustellen. Dioxine, Furane und PCB können zu einer Belastung von Lebens- und Futtermitteln führen (Gefahr der Höchstgehaltsüberschreitung). Eintragspfade sind u.a. über bauliche Einrichtungen, Stallungen, Futtermittel, Einstreu, Außengelände und Freilandflächen möglich. Zur Eingrenzung der Belastungsursache müssen potentiell belastete Materialien, sowie Lebens- und Futtermittel beprobt und deren Dioxin-/Furan-/PCB-Gehalt ermittelt werden. Auf Basis der Ergebnisse können geeignete Maßnahmen zur Gewährleistung der Lebensmittel- und Futtermittelsicherheit abgeleitet und umgesetzt werden.
 

Wir unterstützen betroffene Betriebe bei der Ermittlung von Dioxin-/Furan-/PCB-Eintragsquellen und beraten hinsichtlich einer gefahrenangepassten Bewirtschaftung zur Vermeidung von Dioxin-, Furan- und PCB-Belastungen in Lebens- und Futtermitteln.

Wie läuft die Beratung ab?

Die Beratung erfolgt kostenlos und individuell, telefonisch oder vor Ort auf Ihrem Betrieb. Setzen Sie sich dafür gerne mit uns in Verbindung. Für belastete Standorte in Niedersachsen stellt die Landwirtschaftskammer außerdem standort- und nutzungsdifferenzierte Bewirtschaftungsempfehlungen in Form von Merkblättern zur Verfügung, die regelmäßig aktualisiert werden.

Hier finden Sie eine Übersicht der aktuellen Merkblätter und Veröffentlichungen.