Die Sojabohnenfläche nimmt in Niedersachsen weiter zu, der Anbau erfolgt überwiegend unter ökologischen Bedingungen. Die Züchtung entwickelt neue Sorten der wärmebedürftigen Kultur, die auch unter den hiesigen Anbaubedingungen anbauwürdig sind. Auch für konventionelle Betiebe kann es interessant sein, in den Anbau einzusteigen, sofern Verwertungs-/Vermarktungsmöglichkeiten bestehen.

Anbaubedingungen
Die Sojabohne ist eine sehr wärmeliebende Kultur. Für einen zügigen Aufgang sind Bodentemperaturen ab 10 °C bei der Aussaat erforderlich. Daher sollte die Aussaat sich weniger am Kalender orientieren, sondern die Sojabohnen sollten vielmehr dann ausgesät werden, wenn sich eine wärmere Wetterlage einstellt. Liegt das Saatgut tagelang angekeimt im Boden, ist oftmals ein verzettelter Aufgang zu befürchten und im Übrigen steigt die Gefahr durch Vogelfraß. Die anschließende Witterung sollte ebenfalls mit milden Temperaturen (keine Spätfrost-Lagen) und ausreichender Wasserversorgung die Jugendentwicklung unterstützen. Auch während der Abreifephase fördern hohe Temperaturen und Sonneneinstrahlung eine zügige Reife.
Niedersachsen zählt nicht zu den idealen Anbauregionen für Sojabohnen; Standorte mit leicht erwärmbaren Böden und gesicherter Wasserversorgung eignen sich jedoch für den Anbau von Sorten der frühen Reifegruppe „000“. Sehr frühe Sorten aus der Gruppe „0000“ reifen in der Regel zeitiger ab, sie sind ertraglich jedoch meistens weniger interessant. Die Züchtung entwickelt derzeit auch in Deutschland eine Vielzahl neuer Sorten, was anhand der hohen Anzahl an Prüfkandidaten in der Sojabohnenwertprüfung des Bundessortenamtes (BSA) erkennbar ist. Darunter sind auch zahlreiche Prüfstämme mit geringeren Wärmeansprüchen vertreten, sodass für die Anbauregionen in Niedersachsen ebenfalls mehr Sorten mit relativ sicherer Abreife zur Verfügung stehen.
Eine wichtige Voraussetzung für den erfolgreichen Anbau ist die Impfung des Saatguts mit speziellen Rhizobien für Sojabohnen. Dadurch wird die Stickstoff-Fixierleistung der Pflanzen verbessert und so ihr Ertrag und der Eiweißgehalt erhöht und gesichert. Sojaflächen genießen bei Vögeln und Hasen eine hohe Attraktivität. Um Schäden insgesamt zu minimieren, sollten - insbesondere in gefährdeten Lagen - die Flächen über eine entsprechende Größe ab etwa 5 ha verfügen, um einem möglichen Totalausfall durch Vogelfraß vorzubeugen. Ebenso ist der bereits angesprochene zügige Auflauf der Pflanzen zu gewährleisten.
Im konventionellen Sojaanbau wird zur Unkrautunterdrückung in der Regel eine Vorauflauf-Herbizidmaßnahme durchgeführt. Für eine gute Wirkung ist jedoch eine ausreichende Bodenfeuchte wichtig, die nicht in jedem Fall gewährleistet werden kann. Da Sojabohnen zudem erst recht spät den Boden beschatten, hat sich auch hier der Einsatz von Striegel und Hacke (ausreichender Reihenabstand vorausgesetzt) etabliert, um gegebenenfalls noch auflaufende Unkräuter zu beseitigen. Durch den geschickten Einbau der Sojabohne in die Fruchtfolge nach einer Kultur mit geringer Stickstoffnachlieferung kann bereits ein stärkerer Auflauf von beispielsweise Gänsefuß gemindert werden. Um weitere Probleme durch Spätverunkrautung nach dem Abfallen der Blätter der Sojabohnen zu vermeiden, sollten generell Flächen mit geringem und unproblematischen Unkrautdruck bevorzugt für einen erfolgreichen Sojaanbau ausgewählt werden.
Neben ihrem hohen Wärmebedarf hat die Sojabohne auch besonders im Zeitraum der Blüte hohe Ansprüche an eine ausreichende Wasserversorgung. Dies zeigte sich im Jahr 2022 deutlich, wo durch den gezielten Beregnungseinsatz die Erträge drastisch gesteigert bzw. Mindererträge vermieden werden konnten. Daher ist die Möglichkeit der Beregnung, insbesondere auf leichteren Standorten, eine wichtige Voraussetzung für einen erfolgreichen Sojaanbau auch in Trockenjahren.
Verwertung und Vermarktung von konventioneller Soja
Die Nachfrage nach heimischem und gentechnikfreiem Eiweiß aus pflanzlicher Erzeugung hält generell an. In den letzten Jahren sind auch weitere konventionelle Betriebe in den Sojaanbau eingestiegen, einige davon haben sich nach ein bis zwei Jahren jedoch wieder zurückgezogen. Ursachen hierfür waren oftmals Schwierigkeiten bei der Unkrautbekämpfung. Andere Betriebe scheinen die Anfangsprobleme in den Griff bekommen zu haben und werden den Sojaanbau fortführen bzw. ausdehnen, aber auch Neueinsteiger gehen jedes Jahr an den Start.
Aufgrund der enorm gestiegenen Düngerkosten und dem pflanzenbaulichen, aber auch politischen Druck zu einer Erweiterung oftmals enger Getreidefruchtfolgen könnte auch der Sojaanbau in Niedersachsen künftig auf dafür günstigen Standorten profitieren. Allerdings ist zu beachten, dass Ackerbohnen und Körnererbsen bereits zu einem nennenswerten Anteil im Vertragsanbau angebaut werden, während sich dieser bei Sojabohnen erst weiter etablieren muss. Hierzu könnte zum Beispiel auch die Bildung von Erzeugergemeinschaften Hilfestellung bieten, da sich die Vermarkungschancen durch die Bereitstellung größerer vermarktungsgerechter Warenmengen erhöhen. Auch die Möglichkeit der Zwischenlagerung im eigenen Betrieb kann hier Vorteile bieten.
Witterungsbedingungen 2025
Während die Böden im Frühjahr 2024 dank ergiebiger Niederschläge über den Herbst und Winter wieder sehr gut mit Wasser versorgt waren, trat 2025 eine ungewöhnliche Trockenphase im Zeitraum Februar bis in die ersten Maitage ein. Viele Sojabestände wurden daher nach einsetzenden Niederschlägen und bei steigenden Temperaturen zu Ende der ersten Maidekade bestellt. Kühlere Temperaturen und vermehrte Niederschläge Ende Mai verzögerten die Jugendentwicklung etwas. Die erfolgten Herbizidmaßnahmen zeigten in der Regel ausreichende Wirkung, wobei in Einzelfällen auch ein stärkerer Unkrautbewuchs auftrat. Hier wurde dann versucht, mit mechanischen Verfahren wie Striegel- oder Hackmaßnahmen gegenzusteuern. Der weitere Witterungsverlauf begünstigte die Blüten- und Hülsenbildung und führte zu gut entwickelten Beständen. Die Blüte erfolgte oftmals in der letzten Julidekade. Erst die im August einsetzende Trockenphase führte - vorwiegend auf den leichteren Standorten - zu Wassermangel, der die Kornausbildung entsprechend negativ beeinflusste. Wo die Möglichkeit der Beregnung gegeben war, erwies sich deren Einsatz als lohnende Maßnahme.
Lediglich früh bestellte Flächen in klimatisch günstigen Lagen konnten bereits im September geerntet werden. Aufgrund einer mit Herbstbeginn eintretenden kühleren Phase verzögerte sich die Sojaernte oftmals, sodass sie dann erst im Oktober begann. Hier stellten sich jedoch aufgrund häufiger Niederschläge keine beständigen Erntebedingungen ein, sodass die zu erntenden Bestände oftmals später als geplant und dann mit erhöhten Restfeuchtegehalten geerntet werden mussten, die eine Nachtrocknung erforderlich machten. Die jeweiligen Standortbedingungen und die Wasserversorgung bestimmten auch in diesem Jahr die Ertragsleistung der Sojabestände. Dies wurde auf den Versuchsstandorten ebenfalls wieder deutlich. Laut LSN (Landesamt für Statistik Niedersachsen, 28. Jan. 2026) wurde ein Durchschnittsertrag von 23,5 dt/ha ermittelt, der damit gut 5 dt/ha niedriger als 2024 ausfiel und gleichzeitig auch unter dem sechsjährigen Mittel von 26,1 dt/ha lag.
Landessortenversuch
Der LSV Sojabohnen wird in Niedersachsen seit neun Jahren auch unter konventionellen Anbaubedingungen angelegt und prüft neben den Ertragsleistungen auch agronomische Eigenschaften der Sorten wie z. B. das Abreifeverhalten. An den niedersächsischen LSV-Standorten wurden im Zeitraum Anfang bis Mitte Mai ausgesät und am 01. Oktober beerntet. Entsprechend der nach wie vor geringen Anbaubedeutung liegen allerdings nur wenige Einzelort-Ergebnisse vor. Um deren Aussagekraft zu verbessern, werden auch die Ergebnisse aus den Nachbar-Bundesländern mit in die Verrechnung einbezogen. Von den letztlich nur zwei von der LWK angelegten Versuchen in Höckelheim (LK NOM) und Blender (LK VER) konnte nur ersterer in der diesjährigen Auswertung berücksichtigt werden. Ergänzt wurde das Ergebnis um jeweils einen Standort aus Nordrhein-Westfalen und Hessen.
Das Bundessortenamt (BSA) hat 2025 insgesamt sechs neue Sorten zugelassen, wobei lediglich drei Sorten mit hinreichend früher Reifeeinstufung für die nordwestdeutschen Anbauregionen interessant sind. Letztlich wurden mit Acassa eine frühabreifende Sorte und mit Talisa eine mit mittlerer Abreife, aber hohem Ertragspotenzial eingestufte Sorte neu aufgenommen.
Die letztjährig neu hinzugekommenen Sorten Vineta PZO, Arnold und Atalana wurden weitergeprüft. Sahara, Stepa und SU Ademira standen im dritten Jahr im LSV. Von den etablierteren Sorten wurden Cantate PZO, Nessie PZO, Sussex und Asterix weitergeprüft.
Der durchschnittliche Kornertrag lag mit 31,5 dt/ha bei einer Spannbreite von 27 - 35 dt/ha deutlich unter dem Niveau des Vorjahres und spiegelt damit auch die Ertragsleistungen in der Praxis niedersachsen- und bundesweit wider.
Von den mehrjährig geprüften Sorten erzielten SU Ademira, Cantate PZO und Sahara die höchsten Erträge bei allerdings eingeschränkter Datenbasis von zwei bzw. drei Standortergebnissen. Die 2025er Leistungen der zweijährig geprüften Sorten lagen mit Relativerträgen von rel. 98 bis 100 recht eng beieinander, wobei auf der einen Seite das deutlich verbesserte Ergebnis der frühreifen Sorte Vineta PZO positiv hervorzuheben ist, während vor allem Arnold, aber auch Atalana die Vorjahresleistungen verfehlten.
Bei den erstmalig im LSV geprüften Sorten bestätigte die durchschnittlich abreifende Sorte Talisa das vom BSA sehr hoch eingestufte Ertragsvermögen. Die früher reife Sorte Acassa lieferte hingegen unterdurchschnittliche Erträge, wobei sie dennoch deutlich bessere Ergebnisse zeigte als die länger geprüften frühreifen Sorten Nessie PZO und Sussex.
In den dargestellten mehrjährigen Zahlen sind die Sortenergebnisse der länger geprüften Sorten oftmals auf unterdurchschnittliche Werte gerutscht, weil viele der neuen Sorten durch ihre Ertragsstärke das Niveau insgesamt stark beeinflusst haben. Daher sind ältere Relativergebnisse der Einzeljahre nicht direkt mit der aktuellen stärkeren Bezugsbasis vergleichbar.
Von den wenigstens dreijährig geprüften Sorten überzeugen in der mehrjährigen Auswertung ertraglich vor allem SU Ademira und Sahara. Cantate PZO liefert nach wie vor recht konstante Ergebnisse. Die ebenfalls bisher als ertragskonstant beschriebene Sorte Asterix fiel aufgrund der 2025er Zahlen etwas ab, präsentierte sich hingegen in den Ökoprüfungen nach wie vor stabil.
Die beiden zweijährig geprüften Sorten Arnold und Atalana profitieren in den mehrjährigen Zahlen von den sehr guten Vorjahresergebnissen, sodass sie auf vergleichbarem Ertragsniveau wie Sahara und SU Ademira abschneiden. Vineta PZO erreicht mehrjährig verrechnet mit rel. 94 ein unterdurchschnittliches Ergebnis.
Die Einbeziehung der Vorprüfungsergebnisse verändern bei den beiden neuen Sorten Talisa und Acassa deren Ergebnisse gleichgerichtet auf ein leicht geringeres Niveau.
Der durchschnittliche Rohproteingehalt (RP-Gehalt) lag in den zwei bzw. drei Versuchen mit 37 % in der TM auf einem sehr niedrigen Niveau und zieht damit auch die mehrjährig verrechneten RP-Gehalte auf 41 % entsprechend nach unten. Da jedoch 2025 nur eine geringe Datenbasis zur Verfügung steht, sollte für die Sortenbeurteilung auch hier die mehrjährige Verrechnung herangezogen werden. Wie im Vorjahr konnten bei den mehrjährig geprüften Sorten vor allem Stepa mit rel. 105, Cantate PZO und Sahara mit rel. 103 sowie Asterix und Sussex überzeugen. Von den neueren Sorten lieferte die ertragsstarke Atalana mit rel. 103 auch sehr gute RP-Gehalte. Insgesamt werden die durch das BSA vorgenommenen Einstufungen recht gut bestätigt.
Zu den geprüften Sorten im Einzelnen
In der zusammenfassenden Tabelle sind neben den Ertrags- und RP-Einstufungen auch weitere Parameter wie Abreife und Standfestigkeit auf Basis der bisher vorliegenden Einstufungen aus den LSVs beschrieben und den BSA-Noten vergleichend gegenübergestellt.
Cantate PZO konnte wie in den Vorjahren sowohl durch hohe Erträge als auch RP-Gehalte überzeugen und zählt von den langjährig geprüften Sorten zu den ertragsstärksten. Sie reift allerdings etwas später ab bei insgesamt eher durchschnittlicher Standfestigkeit. Besonders für klimatisch günstige Lage kommt sie für den Anbau in Frage.
Nessie PZO überzeugte in ihrem sechsten Prüfjahr ertraglich wieder nicht und fällt im mehrjährigen Vergleich entsprechend ab. Bei den RP-Gehalten liegt sie leicht unterdurchschnittlich. Die Sorte reift sowohl im Korn als auch in der Restpflanze recht früh ab. In klimatisch eher ungünstigeren Lagen ist sie noch anbauwürdig, allerdings rücken unter anderem aus dem gleichen Züchterhaus ertragsstärkere Sorten bei vergleichbarer Frühreife nach, sodass sie künftig im LSV nicht weitergeprüft wird.
Die frühreife Sorte Sussex knüpfte auch 2025 nicht an die sehr guten 2022er Leistungen an und erreicht daher mehrjährig betrachtet stark unterdurchschnittliche Ergebnisse. Trotz der positiven Eigenschaften wie guter Abreife, hoher RP-Gehalte und einer mittleren Standfestigkeit wird sie künftig in den Prüfungen nicht weiter verfolgt.
Die Sorte Asterix zählt nach dem fünften Prüfjahr zu den ertragsstärkeren mehrjährig geprüften Sorten. Bei einer mittleren Abreife und guten RP-Gehalten zeichnet sich die Sorte durch eine sehr gute Standfestigkeit aus. Landwirte, die bislang gute Erfahrungen mit der Sorte gesammelt haben, werden sie wohl auch weiterhin mit im Anbau behalten.
Von den dreijährig geprüften Sorten konnten SU Ademira und Sahara auch unter Einbindung von Vorergebnissen deutlich überdurchschnittliche Ertragsleistungen erzielen, wobei Sahara bessere Ergebnisse im RP-Gehalt erreichte, die bei SU Ademira leicht unter dem Durchschnitt lagen. Stepa hingegen enttäuschte auch 2025 ertraglich und ist aus ertraglicher Sicht nicht zu empfehlen. Positiv hervorzuheben sind hingegen die sehr hohen RP-Gehalte sowie die frühe Abreife in Korn und Restpflanze bei leicht überdurchschnittlicher Standfestigkeit.
Die sehr frühreife und im zweiten LSV-Jahr stehende Sorte Vineta PZO konnte ihre Ertragsleistung aktuell steigern, mit den später abreifenden zweijährig geprüften Sorten jedoch nicht mithalten. Besonders hervorzuheben ist die Frühreife in der Restpflanze bei allerdings dadurch bedingter Schwäche in der Standfestigkeit; dies kommt vor allem zum Tragen, wenn sie wie im LSV-Sortiment tendenziell zu spät geerntet wird.
Arnold und Atalana zählen trotz der eher durchschnittlichen 2025er Erträge zu den ertragsstärksten Sorten, wobei Letztgenannte auch im RP-Gehalt überzeugen konnte. Beide Sorten bestätigen eine gute Standfestigkeit und Arnold erweist sich in der Abreife etwas früher, sowohl in der Korn- als auch in der Restpflanzenabreife. Sie kommen damit beide für einen ertragsbetonten Anbau in Frage.
Die beiden erstmalig im LSV geprüften Sorten Talisa und Acassa unterscheiden sich im Abreife- und Ertragsverhalten deutlich. Talisa bestätigt ihre sehr gute Ertragsleistung auch im LSV. Gleichzeitig wird deutlich, dass sie von der Abreife her eher für klimatisch günstigere Lagen in Niedersachsen in Frage kommt. Acassa hingegen punktet in erster Linie durch die Frühreife bei gleichzeitig guter Standfestigkeit. Zu beachten ist der geringe RP-Gehalt.
Fazit für den konventionellen Anbau
Nach wie vor ist der Sojaanbau für ökologisch wirtschaftende Betriebe ökonomisch sicherlich attraktiver, wodurch sich die weiter zunehmende Ökoanbaufläche erklären lässt. Für konventionelle Betriebe fehlen oftmals ökonomische Anreize. Hier müssten in erster Linie positive und nachhaltige Vermarktungsimpulse erkennbar sein, um dies zu ändern. Daher sollten vor dem Anbau von Sojabohnen in jedem Fall die Vermarktung bzw. Nutzung im Vorfeld geklärt sein, um eine entsprechende Absicherung zu haben.
Aber auch die Anbausicherheit der Sojabohnen von der Etablierung weitgehend unkrautfreier Bestände bis hin zur sicheren Abreife und Ernte ist für den weiteren Erfolg dieser Kultur von großer Bedeutung, insbesondere für neu einsteigende Landwirte. Durch die Kombination von chemischen und mechanischen Unkrautbekämpfungsmaßnahmen könnte die Anbausicherheit erhöht werden. Die jährlichen und standörtlichen Ertragsschwankungen zeigen, dass oftmals die Anbauerfahrungen noch verbessert werden müssen. Hier bieten frohwüchsige und frühreife Sorten Vorteile.
Für die wirtschaftliche Betrachtung des Sojaanbaus sind bei dessen Einbindung in bisherige enge, getreidedominierte Fruchtfolgen auch die positiven Fruchtfolgewirkungen zu berücksichtigen und entsprechend ökonomisch mit einzubeziehen. Vor allem in den klimatisch günstigeren Regionen mit ausreichender Wasserversorgung - auf leichteren Standorten die Möglichkeit der Beregnung - könnte auch in Niedersachsen der Sojaanbau zukunftsfähig sein. Von Seiten der Züchtung gehen zahlreiche neue und erfolgversprechende Sorten an den Start, die auch unter den niedersächsischen Bedingungen für den Anbau in Frage kommen.










