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Gelebte Inklusion und berufliche Zukunftschance im Gartenbau

Webcode: 01045215
Stand: 13.03.2026

Ministerin Staudte besucht integratives Ausbildungsmodell der KVHS Aurich-Norden 

Ministerin Staudte besucht Gartenbaubetrieb in Norden, Werkerausbildung, Inklusion
Niedersachsens Agrarministerin Miriam Staudte informierte sich bei ihrem Besuch der Kreisvolkschule (KVHS) Aurich-Norden über inklusive Ausbildungsarbeit.Christopher Hanraets
Norden - Welche berufliche Chance bietet der Gartenbau für Menschen mit Behinderungen in Niedersachsen? Wie sieht eine erfolgreiche inklusive Ausbildungsarbeit aus? Und welche positiven Effekte ergeben sich für die Betriebe? Darüber informierte sich Niedersachsens Agrarministerin Miriam Staudte am Donnerstag (13.03.2026) bei ihrem Besuch der Kreisvolkschule (KVHS) Aurich-Norden. Anlässlich der Woche der beruflichen Bildung sprach die für den Gartenbau zuständige Ministerin mit Auszubildenden sowie Ausbilderinnen und Ausbildern. Die KVHS Aurich-Norden bildet mit anerkannten Ausbildungsbetrieben in der Region Werkerinnen und Werker im Gartenbau aus.

„Ich bin begeistert, mit welchem Elan die Azubis hier im wahrsten Sinne des Wortes ‚am Werk‘ sind und wie praxisorientiert die Ausbildung verläuft. Mit diesem klugen Ausbildungskonzept zeigen die Akteure, wie gelebte Inklusion funktioniert. Nicht nur für die Menschen mit Behinderungen bringt die Ausbildung eine berufliche Zukunftsperspektive auf dem ersten Arbeitsmarkt mit sich. Auch die Unternehmen selbst sichern sich mit ihrer Initiative Fachkräfte von morgen“, sagt Ministerin Staudte.

vlnr: Irina Eifert (KVHS), Marcel-Alexander Janßen (LWK), Ministerin Miriam Staudte, Stefan Lorenz (KVHS), Jens Claaßen (Bundesagentur für Arbeit), Simone Heckmann (LWK)
Von links: Irina Eifert (KVHS), Marcel-Alexander Janßen (LWK), Ministerin Miriam Staudte, Stefan Lorenz (KVHS), Jens Claaßen (Bundesagentur für Arbeit) und Simone Heckmann (LWK)Christopher Hanraets
Für Stefan Lorenz, Bereichsleiter für gewerblich-technische Qualifizierung Gartenbau bei der KVHS ein Ausbildungsformat mit Zukunft:  „Die Vermittlungsquote der ausgebildeten Werkerinnen und Werker ist sehr hoch – und das nicht nur hier im Norden. Das unterstreicht die hohe Qualität dieser Ausbildungsform, die qualifizierte Ausbilderinnen und Ausbilder erfordert, gerade auch im rehabilitationspädagogischen Umgang mit den Werkern. Umso wichtiger ist es, dass alle an der Ausbildung Beteiligten eng zusammenwirken und ihren Beitrag leisten.“

Wie anspruchsvoll diese Ausbildungsform heute ist und welchen Rahmen sie benötigt, macht Marcel‑A. Janßen, Fachbereichsleiter Berufsbildung im Gartenbau bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, deutlich: „Von einer ‚theoriereduzierten Ausbildung‘ kann längst keine Rede mehr sein. Die Auszubildenden bringen heute sehr unterschiedliche Unterstützungsbedarfe mit – von AD(H)S und Autismus‑Spektrum‑Störungen über Borderline‑Diagnosen bis hin zu sozialen Ängsten, und Depressionen. Wenn die Ausbildung durch gut qualifizierte Fachkräfte mit rehabilitationspädagogischer Zusatzqualifikation (ReZa) begleitet wird, können sie alle ihren Platz im ersten Arbeitsmarkt finden und als zuverlässige und betriebstreue Mitarbeiter/-innen wertvolle Beiträge leisten. Die hohe Vermittlungsquote in Niedersachsen zeigt dies seit Jahren."

Hintergrund

Die „Woche der beruflichen Bildung“ findet in Niedersachsen vom 16. bis 23. März 2026 statt.

Ministerinnen und Minister sowie Abgeordnete besuchen Ausbildungsbetriebe, Berufsbildende Schulen und weitere Einrichtungen der beruflichen Bildung. Ziel der Aktionswoche ist es, die Leistungen von Auszubildenden und Betrieben sowie die Vielfalt der Ausbildungswege für unterschiedliche Branchen und Bereiche sichtbar zu machen. Die berufliche Bildung eröffnet jungen Menschen viele Wege in eine erfolgreiche Zukunft und ist ein wichtiger Beitrag zur Fachkräftesicherung. Sie verbindet Lernen mit praktischer Erfahrung im Betrieb und schafft beste Chancen für einen sicheren Arbeitsplatz und gute Karrieremöglichkeiten.


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