Wir bieten Lösungen - regional & praxisnah!

Schulterschluss für Zukunft der Landwirtschaft in Niedersachsen

Webcode: 01045224
Stand: 16.03.2026

Landwirtschaftskammer Niedersachsen und Partnerorganisationen unterzeichnen umfassende Kooperationsvereinbarung

V.l.: Dr. Bernd v. Garmissen (LWK), Hans-J. Harms (trafo:agrar), Dr. Arno Krause (Grünlandzentrum), Dr. Barbara Grabkowsky (trafo:agrar), Dr. Karsten Padeken (Grünlz.), Dr. Carolin Schneider (3N), Hilmar Frhr. v. Münchhausen (NAN), Gerhard Schwetje (LWK).
V.l.: Dr. Bernd v. Garmissen (LWK), Hans-J. Harms (trafo:agrar), Dr. Arno Krause (Grünlandzentrum), Dr. Barbara Grabkowsky (trafo:agrar), Dr. Karsten Padeken (Grünlz.), Dr. Carolin Schneider (3N), Hilmar Frhr. v. Münchhausen (NAN), Gerhard Schwetje (LWK).Christopher Hanraets
Oldenburg – Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) hat gemeinsam mit vier bedeutenden Einrichtungen der niedersächsischen Agrar-, Umwelt- und Transformationsforschung eine weitreichende Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Zu den beteiligten Partnern gehören neben der LWK das 3N Kompetenzzentrum Niedersachsen, das Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen, das Netzwerk Ackerbau Niedersachsen (NAN) sowie der Verbund Transformationsforschung Agrar Niedersachsen (trafo:agrar).

„Mit der Vereinbarung wollen wir unsere Kräfte bündeln, um den tiefgreifenden Wandel in der Agrar- und Ernährungswirtschaft aktiv mitzugestalten und die Wettbewerbsfähigkeit sowie Nachhaltigkeit des Sektors zu stärken“, sagte Kammerpräsident Gerhard Schwetje  anlässlich der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung in der Oldenburger Kammerzentrale.

Die Kooperationsvereinbarung zielt darauf ab, die Zusammenarbeit in mehreren strategischen Bereichen deutlich zu intensivieren:

1. Bündelung fachlicher Expertise

Die Partner beabsichtigen, ihre jeweiligen Kompetenzen stärker zu vernetzen, um Doppelstrukturen zu vermeiden und innovative Lösungen schneller in die Praxis zu bringen.

2. Gemeinsame Projekte und Forschungsinitiativen

Geplant ist eine engere Zusammenarbeit im Projektwesen – von der gemeinsamen Akquise über die Beantragung bis zur Durchführung. Dadurch sollen größere, interdisziplinäre Initiativen ermöglicht werden, die Antworten auf aktuelle Herausforderungen wie Klimaresilienz, Biodiversität, digitale Landwirtschaft oder Energieeffizienz geben.

3. Austausch und Vernetzung über regelmäßige Arbeitssitzungen

Mindestens einmal im Jahr findet künftig eine gemeinsame Arbeitssitzung auf Einladung der LWK statt. Darüber hinaus werden flexible Abstimmungsformate angeboten, um aktuelle Entwicklungen zeitnah zu koordinieren.

4. Gemeinsame Fachveranstaltungen

Die Partner wollen häufiger gemeinsame Tagungen, Workshops und Praxisdemonstrationen durchführen. Ziel ist es, den Austausch zwischen Landwirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft zu stärken und Ergebnisse schnell in die Fläche zu tragen.

5. Stärkung des Wissenstransfers

Ein zentrales Zukunftsziel ist die Schaffung einheitlicher Informations- und Transferkanäle, um neue Erkenntnisse effizienter an landwirtschaftliche Betriebe, Beratungseinrichtungen und weitere Akteure weiterzugeben.

Mit den in der Vereinbarung formulierten Zielen setzen die Partner ein deutliches Signal: Die Herausforderungen der kommenden Jahre — von Klimaanpassung über Tierwohl und Biodiversität bis hin zur wirtschaftlichen Stabilität — können nur durch vernetzte Zusammenarbeit bewältigt werden. „Die neue Kooperation schafft dafür tragfähige Strukturen, die langfristig angelegt sind und ausdrücklich auf eine nachhaltige Weiterentwicklung der Landwirtschaft in Niedersachsen abzielen“, so Kammerpräsident Schwetje.

Organisationen im Überblick

Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Als zentrale Beratungs- und Fachinstitution für Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gartenbau, Fischerei und den ländlichen Raum ist die LWK mit Sitz in Oldenburg maßgebliche Impulsgeberin für Innovationen, Umsetzung fachlicher Standards und praxisnahe Beratung im gesamten Bundesland. Besondere Bedeutung in Zusammenhang mit der Kooperation haben etwa das Versuchswesen für Pflanzenbau und Tierhaltung sowie die Bereiche Grünland, Natur- und Bodenschutz sowie Aus- und Fortbildung.

3N Kompetenzzentrum Niedersachsen

Das 3N-Kompetenzzentrum in Werlte (Kreis Emsland) gilt als zentrale Einrichtung für die stoffliche und energetische Nutzung nachwachsender Rohstoffe, für Bioökonomie und Ressourceneffizienz. Es bringt Know-how in nachhaltige Wertschöpfungsketten und klimafreundliche Innovationen ein, unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Forschungseinrichtungen und ist aktiv etwa zu Themen wie Biogas, Carbon Farming und Bodenfruchtbarkeit.

Grünlandzentrum Niedersachsen/Bremen

Diese international bestens vernetzte Einrichtung mit Sitz in Ovelgönne (Kreis Wesermarsch) bündelt Fachwissen und Forschungsprojekte zu Grünlandwirtschaft, Weidemanagement, Futterbau und Naturschutz – einem zentralen Bereich für Klimaresilienz, Biodiversität und tiergerechte Produktion. Zentral geht es um die Entwicklung innovativer Konzepte für eine nachhaltige Landwirtschaft auf Grünland. 

Netzwerk Ackerbau Niedersachsen

Das NAN mit seiner Geschäftsstelle in Warberg (Kreis Helmstedt) ist ein Zusammenschluss zur Weiterentwicklung des modernen Ackerbaus. Beteiligt sind landwirtschaftliche Betriebe und Verbände, Unternehmen der Agrarwirtschaft sowie Akteurinnen und Akteure aus Agrarpolitik, -verwaltung und -forschung. Das NAN trägt Wissen zu Themen wie Pflanzenschutz, Bodenfruchtbarkeit, nachhaltige Anbausysteme sowie Praxiserfahrungen aus der Fläche bei.

Verbund Transformationsforschung Agrar Niedersachsen

trafo:agrar ist eine Einrichtung der Universität Vechta und verbindet Wissenschaft, Praxis und Politik, um Transformationsprozesse zu erforschen und Lösungen für Herausforderungen wie Klimawandel, gesellschaftliche Erwartungen und Marktveränderungen zu entwickeln. Zu den behandelten Themen gehören Nährstoffeinträge, Tiergesundheit sowie die Akzeptanz der modernen Agrar- und Ernährungswirtschaft.

Durch ihre unterschiedlichen Schwerpunkte bilden die Partner ein leistungsfähiges Kompetenznetzwerk, das sämtliche Bereiche der landwirtschaftlichen Wertschöpfungskette abdeckt – von der Urproduktion über Beratung und Forschung bis hin zu nachhaltigen Produkt- und Prozessinnovationen.


Nutzungserlaubnis für Pressemitteilungen