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Elektrisch oder Diesel – was taugt der E-Schlepper in der Praxis?

Webcode: 01045464
Stand: 19.05.2026

Techniker der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vergleichen Schlepper mit Diesel- oder E-Antrieb in umfangreichen Tests

Tests am Elektroschlepper Tests am Dieselschlepper Tests am Dieselschlepper Tests am Dieselschlepper Auftanken des Dieselschleppers Tests am Dieselschlepper Tests am Dieselschlepper Aufladen des Elektroschleppers Elektroschlepper im Straßenverkehr Tests am Elektroschlepper Blick unter die Motorhaube beim Elektroschlepper Blick unter die Motorhaube beim Dieselschlepper Testteam mit beiden Schlepper (links elektrisch, rechts Diesel) Schlepper im Test (links elektrisch, rechts Diesel)
Westerstede – Kann ein elektrisch angetriebener Schlepper angesichts der hohen Spritpreise eine sinnvolle Alternative für landwirtschaftliche Arbeiten sein? Genau dieser Frage widmete sich der diesjährige Schleppertest der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK). Drei Tage lang wurden zwei Schlepper der Marke Fendt von den LWK-Fachleuten auf dem Gelände der DEULA in Westerstede umfangreich getestet.

Fendt Schlepper im Test

Auf dem Prüfstand standen ein Fendt 207 Vario mit konventionellem Dieselantrieb und der e107 Vario von Fendt, also „der elektrische Bruder zu dem 207“, wie es Martin Vaupel, Leiter des Schleppertests, formulierte. „Wir möchten herausfinden, wo für den Praktiker die Unterschiede liegen“, so Vaupel. Bei aktuellen Dieselpreisen über zwei Euro pro Liter sei es für Landwirtinnen und Landwirte interessant zu wissen, ob das Elektromodell die anfallenden Arbeiten genauso gut erledigen kann, wie der Dieselschlepper. Da ohnehin viele landwirtschaftliche Betriebe über PV-Anlagen verfügten, könne ein E-Fahrzeug auf Dauer eine günstigere Alternative sein.

E-Schlepper gegen Dieselschlepper

Um diese Frage praxisnah zu beantworten, mussten sich die beiden Schlepper in verschiedenen Disziplinen beweisen: Auf einer 16 Kilometer langen Teststrecke rund um Westerstede mussten beide Modelle Test- und Transportfahrten solo sowie mit acht und zwölf Tonnen schweren Anhängern absolvieren. Am Ende wurde geschaut, wie viel Energie die beiden Schlepper dabei verbraucht haben. Auch an der Zapfwelle wurde der Energieverbrauch gemessen. Außerdem wurden Arbeiten auf dem Hof simuliert, indem Gewichte mit dem Frontlader transportiert und Arbeitsgeräte verwendet wurden.

Eine Herausforderung des Tests war dabei das „Auftanken“: Während beim Dieselschlepper einfach nur neuer Treibstoff nachgefüllt werden musste, um wieder voll einsatzbereit zu sein, wurde das deutlich längere Aufladen des Elektromodells zur organisatorischen Herausforderung im Testbetrieb.

Die endgültigen Ergebnisse des Tests stehen noch nicht fest und sollen im Oktober in den landwirtschaftlichen Wochenblättern wie der Land&Forst veröffentlicht werden.

Erfahrene Tester bei der Landwirtschaftskammer

Die LWK-Tester können auf reichlich Erfahrung im Testen verweisen: Der Schleppertest fand bereits zum 22. Mal statt; auf dem Prüfstand standen schon mehr als 140 Modelle aller namhaften Hersteller und Leistungsklassen.

Großes Lob hatte Vaupel für die DEULA und ihre Mitarbeiter/-innen: „Die Zusammenarbeit hat wieder hervorragend geklappt.“ Das DEULA-Gelände und das Umland böten ideale Voraussetzungen für die Tests.


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