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Fachjournalismuspreis für Beitrag über strukturelle Risiken für Frauen in der Landwirtschaft

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Für ihren Beitrag „Lieber einmal unromantisch als für immer arm“ hat Johanna Wies nach eigen Angaben den zweiten Platz beim Award „Fachjournalist:in des Jahres 2026“ der Deutschen Fachpresse erhalten. In ihrer ausgezeichneten Recherche macht sie auf die fehlende soziale und finanzielle Absicherung vieler Frauen in der Landwirtschaft aufmerksam. Für den Beitrag sprach Wies unter anderem mit Wiebke Wennemer, Beraterin in der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. 

Ein Paar grüne Gummistiefel steht neben braunen Lederschuhen auf einem Stoppelfeld.
Schuhe und Stiefel im StoppelfeldWolfgang Ehrecke
Landwirtschaft und Weinbau stehen unter massivem wirtschaftlichem und gesellschaftlichem Druck. Besonders Frauen tragen in landwirtschaftlichen Familienbetrieben häufig enorme Verantwortung, vielfach jedoch ohne ausreichende soziale und finanzielle Absicherung. Diese oft unsichtbaren Risiken beleuchtete Johanna Wies in ihrem Beitrag „Lieber einmal unromantisch als für immer arm“. 
Dafür wurde sie mit dem zweiten Platz beim Award „Fachjournalist:in des Jahres 2026” des Vereins Deutsche Fachpresse ausgezeichnet. Die Preisverleihung fand im Rahmen der B2B Media Days 2026 am 21. Mai in Berlin statt. Der Beitrag erschien erstmals in „Das Deutsche Weinmagazin“ und wurde anschließend in weiteren Wein- und Landwirtschaftsmedien veröffentlicht.
Ausgangspunkt der Recherche war ein Vortrag der landwirtschaftlichen Familienunternehmerin Lena Göth von „Lena & Sebastian“ vom rheinhessischen Weingut Baum über die Herausforderungen für Frauen in der Landwirtschaft. Es folgten zahlreiche vertiefende Gespräche mit Göth sowie weitere Hintergrundrecherchen.
Für den Beitrag sprach Wies zudem mit Wiebke Wennemer, Beraterin für Sozioökonomie in der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Dr. Zazie von Davier, Forscherin am Thünen-Institut und Mitautorin der Studie „Frauen auf landwirtschaftlichen Betrieben in Deutschland“ sowie mit einer Frau aus der Landwirtschaft, die selbst von fehlender Absicherung betroffen war.
„Als Lena Göth mich zum ersten Mal auf das Thema aufmerksam gemacht hat, wusste ich: Darüber muss ich berichten. Mich hat erschüttert, wie tief die strukturellen Ungleichheiten reichen und wie wenig über die damit verbundenen Risiken gesprochen wird“, sagt Johanna Wies. „Die große Resonanz auf die Recherche zeigt, wie wichtig mehr Sichtbarkeit und offene Gespräche über diese Themen sind.“
Die Recherche zeigt neben den Risiken auch Ansätze für mehr Gleichstellung, soziale Absicherung und bessere Arbeitsbedingungen in der Landwirtschaft. Diese Themen werden in einem weiteren Beitrag vertieft, der ebenfalls mehrfach erschienen ist. 
Aktuell sucht Wies nach Kooperationen und Fördermöglichkeiten für weitere vertiefende Publikationen zum Thema Frauen in der Landwirtschaft.
Der ausgezeichnete Beitrag ist hier auf der Homepage der freien Jounalistin abrufbar.