Ausbildung: Angehende Fischwirte aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hessen bestehen Abschlussprüfung – Prüfungsbester kommt aus dem Kreis Harburg

Traditionelles Handwerk und moderne Technik
Der Beruf Fischwirt/-in in der Fachrichtung Aquakultur und Binnenfischerei verbindet traditionelles Handwerk mit moderner Technik. In der Fluss- und Seenfischerei kommen vom Boot aus unterschiedliche Fanggeräte wie Reusen und Netze zum Einsatz. In der klassischen Teichwirtschaft werden Fischarten wie der Karpfen gezielt vermehrt und in Teichen aufgezogen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt die technische Aquakultur, in der verschiedene Kalt- und Warmwasserfischarten sowie Garnelen unter kontrollierten Bedingungen in modernen Kreislaufanlagen gehalten und aufgezogen werden. Fischwirt/-in gehört zu den zwölf grünen Ausbildungsberufen, für die die LWK zuständig ist.
Sauerstoffversorgung sicherstellen – Fischtransport vorbereiten
In der praktischen Abschlussprüfung mussten die angehenden Fischwirte anspruchsvolle Aufgaben aus den Bereichen Fischereitechnik, Fischfang, Fischhaltung und Vermarktung bewältigen. Dazu gehörten unter anderem die Sicherstellung der Sauerstoffversorgung und der optimalen Umweltparameter in großen Fischbecken, das Abfischen eines Teiches mit einem Zugnetz, die fachgerechte Hälterung (= Aufbewahren lebender Fische in geeigneten Behältern oder Anlagen), der Fang mit Reusen sowie die Vorbereitung eines Fischtransportes über eine längere Strecke mit einem Spezialfahrzeug. Auch das fachgerechte Schlachten und Filetieren von Fischen war Bestandteil der Prüfung.
Da Fischwirt/-innen mit lebenden Tieren arbeiten und hochwertige Lebensmittel erzeugen, haben Tierwohl, Hygiene und Lebensmittelsicherheit dabei höchste Priorität. Die Prüfungen wurden abgelegt beim Unternehmen Aschauteiche in Eschede und beim Versuchsgut der Universität Göttingen in Relliehausen.
Schlachten und Vermarkten gehören zum Berufsalltag

Startpunkt für weitere Karriere-Schritte
Für die meisten Absolventen ist der Einstieg ins Berufsleben bereits gesichert: Viele verfügen schon vor der Abschlussprüfung über einen Arbeitsvertrag bei einem Betrieb der Fischwirtschaft. Mit dem erfolgreichen Abschluss stehen ihnen zudem weitere Karrierewege offen – etwa eine Fortbildung zum Fischwirtschaftsmeister oder ein anschließendes Studium.
Die Abschlussprüfungen für Auszubildende der Fachrichtung Aquakultur und Binnenfischerei aus Norddeutschland finden traditionell in niedersächsischen Teichwirtschaftsbetrieben statt. Die Prüfungen in der Fachrichtung „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“ werden hingegen auf Fischereifahrzeugen in Rendsburg (Schleswig-Holstein) durchgeführt. Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf Fischwirtin gibt es auf der LWK-Website „Talente gesucht“.
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