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Sechs Nachwuchskräfte für Aquakultur und Binnenfischerei

Webcode: 01045611
Stand: 13.07.2026

Ausbildung: Angehende Fischwirte aus Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein und Hessen bestehen Abschlussprüfung – Prüfungsbester kommt aus dem Kreis Harburg

Nachwuchs für die Betriebe der Aquakultur und der Binnenfischerei (v.l.): Patrick Stitz, Emil Polonski, Julius Bührmann und Leon Hecht in Eschede die Abschlussprüfung im Beruf Fischwirt/-in abgelegt. Hecht (r.) hat die Prüfung mit „sehr gut' bestanden.
Nachwuchs für die Betriebe der Aquakultur und der Binnenfischerei (v.l.): Patrick Stitz, Emil Polonski, Julius Bührmann und Leon Hecht in Eschede die Abschlussprüfung im Beruf Fischwirt/-in abgelegt. Hecht (r.) hat die Prüfung mit „sehr gut bestanden.Stefan Feichtinger
Eschede/Dassel/Oldenburg – Sechs junge Männer aus Bremen, Niedersachsen, Hessen und Schleswig-Holstein haben nach Angaben der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) ihre Abschlussprüfung zum Fischwirt in der Fachrichtung Aquakultur und Binnenfischerei bestanden. Das beste Prüfungsergebnis erzielte Leon Hecht vom Ausbildungsbetrieb Fischzucht Neumann in Moisburg (Kreis Harburg).

Traditionelles Handwerk und moderne Technik

Der Beruf Fischwirt/-in in der Fachrichtung Aquakultur und Binnenfischerei verbindet traditionelles Handwerk mit moderner Technik. In der Fluss- und Seenfischerei kommen vom Boot aus unterschiedliche Fanggeräte wie Reusen und Netze zum Einsatz. In der klassischen Teichwirtschaft werden Fischarten wie der Karpfen gezielt vermehrt und in Teichen aufgezogen. Zunehmend an Bedeutung gewinnt die technische Aquakultur, in der verschiedene Kalt- und Warmwasserfischarten sowie Garnelen unter kontrollierten Bedingungen in modernen Kreislaufanlagen gehalten und aufgezogen werden. Fischwirt/-in gehört zu den zwölf grünen Ausbildungsberufen, für die die LWK zuständig ist.

Sauerstoffversorgung sicherstellen – Fischtransport vorbereiten

In der praktischen Abschlussprüfung mussten die angehenden Fischwirte anspruchsvolle Aufgaben aus den Bereichen Fischereitechnik, Fischfang, Fischhaltung und Vermarktung bewältigen. Dazu gehörten unter anderem die Sicherstellung der Sauerstoffversorgung und der optimalen Umweltparameter in großen Fischbecken, das Abfischen eines Teiches mit einem Zugnetz, die fachgerechte Hälterung (= Aufbewahren lebender Fische in geeigneten Behältern oder Anlagen), der Fang mit Reusen sowie die Vorbereitung eines Fischtransportes über eine längere Strecke mit einem Spezialfahrzeug. Auch das fachgerechte Schlachten und Filetieren von Fischen war Bestandteil der Prüfung.

Da Fischwirt/-innen mit lebenden Tieren arbeiten und hochwertige Lebensmittel erzeugen, haben Tierwohl, Hygiene und Lebensmittelsicherheit dabei höchste Priorität. Die Prüfungen wurden abgelegt beim Unternehmen Aschauteiche in Eschede und beim Versuchsgut der Universität Göttingen in Relliehausen.

Schlachten und Vermarkten gehören zum Berufsalltag

Telmo Wolff (l., Thünen-Institut, Bremerhaven) und Benjamin Meißner (Aller Aqua Research, Büsum/Kreis Dithmarschen) haben auf dem Versuchsgut der Uni Göttingen in Relliehausen erfolgreich die Abschlussprüfung im Beruf Fischwirt/-in abgelegt.
Telmo Wolff (l., Thünen-Institut, Bremerhaven) und Benjamin Meißner (Aller Aqua Research, Büsum/Kreis Dithmarschen) haben auf dem Versuchsgut der Uni Göttingen in Relliehausen erfolgreich die Abschlussprüfung im Beruf Fischwirt/-in abgelegt.Stefan Feichtinger
Für den Beruf sind neben handwerklichem Geschick und technischem Verständnis vor allem Naturverbundenheit, Verantwortungsbewusstsein und körperliche Belastbarkeit gefragt. Anders als in vielen anderen Berufen der Land- und Tierwirtschaft gehören auch das Schlachten, Verarbeiten und Vermarkten der erzeugten Fische zum Berufsalltag.

Startpunkt für weitere Karriere-Schritte

Für die meisten Absolventen ist der Einstieg ins Berufsleben bereits gesichert: Viele verfügen schon vor der Abschlussprüfung über einen Arbeitsvertrag bei einem Betrieb der Fischwirtschaft. Mit dem erfolgreichen Abschluss stehen ihnen zudem weitere Karrierewege offen – etwa eine Fortbildung zum Fischwirtschaftsmeister oder ein anschließendes Studium.

Die Abschlussprüfungen für Auszubildende der Fachrichtung Aquakultur und Binnenfischerei aus Norddeutschland finden traditionell in niedersächsischen Teichwirtschaftsbetrieben statt. Die Prüfungen in der Fachrichtung „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“ werden hingegen auf Fischereifahrzeugen in Rendsburg (Schleswig-Holstein) durchgeführt. Weitere Informationen zum Ausbildungsberuf Fischwirtin gibt es auf der LWK-Website „Talente gesucht“.


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